Lieferantenmanagementsystem CO2 reduzieren mit cloudbasiertem Lieferantenmanagementsystem

Von Andreas Dangl, Entrepreneur und Geschäftsführer der Fabasoft Approve GmbH

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Siemens Energy macht es vor: Mit einem smarten digitalen Ansatz erhöht der Konzern die Transparenz und den Digitalisierungsgrad über die gesamte Supply-Chain hinweg und verringert damit den CO2-Fussabdruck.

Andreas Dangl ist Entrepreneur und Geschäftsführer der Fabasoft Approve GmbH.
Andreas Dangl ist Entrepreneur und Geschäftsführer der Fabasoft Approve GmbH.
(Bild: Fabasoft)

Angesichts des Klimawandels ist das Ziel klar: Eine CO2-freie Wirtschaft. Um die Kohlenstoff-Emissionen reduzieren zu können, braucht es jedoch die Mithilfe sämtlicher Stakeholder in der Lieferkette – und eine vollständige Transparenz über alle unternehmensübergreifenden Prozesse.

Der Treibhausgas-Fussabdruck von Erzeugnissen beginnt schon bei den von Zulieferern bezogenen Rohstoffen. Entscheidend sind also die gesamte Supply-Chain und die Kriterien zur Lieferantenauswahl. Dazu zählen unter anderem Leistung, Qualität, Innovation und insbesondere Nachhaltigkeit.

Doch die Informationen darüber sind oft beschränkt. Der Studie „Data for Net Zero“ des Capgemini Research Institute zufolge fehlen 61 Prozent der befragten Organisationen die digitalen Tools, um die für die lückenlose Transparenz notwendigen Daten zu sammeln und zu analysieren.

Bei Grossprojekten wie Industrieanlagen und Kraftwerken besteht zudem die Herausforderung, dass der Digitalisierungsgrad oft noch niedrig ist. So müssen Verantwortliche für die Baustellenkoordination mitunter mehrere Tonnen von papierbasierten Dokumenten und Plänen transportieren lassen, was den CO2-Abdruck signifikant erhöht.

Siemens Energy hat diese Herausforderungen dank eines cloudbasierten Lieferantenmanagementsystems, welches eine gemeinsame Datenumgebung (CDE) über die gesamte Lieferkette bildet, in den Griff bekommen.

Ehrgeizige Ziele

Siemens Energy strebt eine Netto-Null-Wertschöpfungskette (reduzierte indirekte Kohlenstoff-Emissionen von den vorgelagerten Lieferanten bis hin zu den Endverbrauchern) an und hat sich verpflichtet, den Treibhausgas-Ausstoss aus der Nutzung der verkauften Produkte bis 2030 um 28 Prozent zu verringern.

Ein Baustein ihrer Strategie in Sachen Nachhaltigkeit ist der Einsatz einer cloudbasierten Lieferantenmanagementsoftware. Die Cloud dient hier als führende Datenplattform – Stichwort „Single Source of Truth“ –, auf der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die technischen Daten und Dokumente managen, bearbeiten und revisionssicher ablegen können. Vorteile: Es gibt keine veralteten Dokumentenstände und sowohl Projektfortschritt als auch Status einzelner Unterlagen sind jederzeit klar ersichtlich. Die gemeinsame Datenumgebung in der Cloud lässt sich dank zahlreicher Schnittstellen rasch in die bestehende IT-Landschaft integrieren und erlaubt es ausserdem, neue Lieferanten schnell einzubinden.

Ein weiterer zentraler Aspekt des smarten Lieferantenmanagementsystems ist die Ausrichtung auf die abteilungs- und unternehmensübergreifenden Prozesse und Workflows. Neben klar definierten Abläufen „out of the box“ wie Freigabe- oder Genehmigungsworkflows können selbst Mitarbeitende aus Fachabteilungen ohne Programmierkenntnisse Prozesse erstellen beziehungsweise bereits existierende Workflows an die Besonderheiten der Abteilung oder des Konzerns anpassen – und zwar auf Basis des innovativen Low-Code-/No-Code-Prinzips.

Damit die Sicherheit nicht zu kurz kommt, verfügt die Anwendung unter anderem über ein ausgeklügeltes Berechtigungssystem und profitiert als Cloud-Service von den strengen Sicherheitsvorkehrungen des Providers.

Anwendungsbereiche

Siemens Energy nutzt das cloudbasierte, prozessorientierte Lieferantenmanagementsystem nicht nur für die Verwaltung der technischen Dokumente. Es kommt auch im Qualitätsmanagement – Stichwort „Computer-Aided Quality“ – und für nachvollziehbare Geschäftskorrespondenz zur Anwendung.

Die Siemens-Division „Operating Company Gas and Power“ setzt das smarte Produkt wiederum für die Digitalisierung der Baustellenkoordination ein. Statt Papierberge bewältigen zu müssen, können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun alle Unterlagen über Tablets abrufen. Die zuständigen Personen arbeiten digitale Checklisten bequem vor Ort ab und halten auf diese Weise automatisch umfassende Workflows etwa für Abnahmen ein.

Vielfache Vorteile

Die von Siemens Energy genutzte Software bildet ein digitales Ökosystem, in dem alle Stakeholder einer Supply-Chain in einer gemeinsamen Daten- und Prozessumgebung vereint sind. Das schafft Transparenz: Die Entscheiderinnen und Entscheider können relevante Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette analysieren und entsprechend ihrer Vision der Netto-Null-Emissionen einsetzen. In Projekten entstehen eine erhebliche Qualitätssteigerung und mehr Effizienz. Last but not least eröffnen sich aus den intelligent genutzten Daten enorme Potenziale für neue Geschäftsmodelle. <<

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Andreas Dangl
Andreas Dangl ist Entrepreneur und Geschäftsführer der Fabasoft Approve GmbH. In seiner Funktion unterstützt er Unternehmen aus der Industrie bei der Einführung von smarten Solutions zum Managen technischer Daten und Dokumente.

Bildquelle: Fabasoft Approve GmbH

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