Anbieter zum Thema
Welche Branchen haben im vergangenen Jahr besonders zugelegt?
Büchner: Getrieben wurde das Wachstum von den Automobilherstellern und den Automobilzulieferern, aber auch vom allgemeinen Maschinenbau. Das sind die Betätigungsfelder, in denen wir das Gros unseres Umsatzes machen.
Wie sieht die Umsatzverteilung aus?
Büchner: Rund 40% entfallen auf Automobil und deren Zulieferer, wobei wir traditionell nicht beim OEM, sondern beim Zulieferer stark sind. Dann kommt der allgemeine Maschinenbau mit 24% und der Energiesektor mit 11%.
In welchem Umfang beliefern Sie die Automobilhersteller direkt?
Büchner: Knapp 20% unseres Automobilgeschäfts machen wir direkt mit dem OEM – und hier wachsen wir. Die OEM werden zunehmend wichtiger für Iscar. Entscheidend ist für uns, dass es neue Projekte gibt, denn bei neuen Bauteilen sind die Automobilhersteller immer mehr gewillt, auch neue Werkzeuge zu probieren.
Wie haben sich die verschiedenen Werkzeugbereiche entwickelt?
Büchner: Prozentual die größten Sprünge haben wir vergangenes Jahr im Bohren gemacht. Das haben wir der neuen Wechselkopfgeneration Sumocham zu verdanken, die natürlich nicht nur Wettbewerbsprodukte abgelöst hat, sondern auch unsere alte Generation. Vom Volumen her ist nach wie vor die Stechpalette der größte Umsatzträger, weil wir dort groß geworden und nach wie vor Weltmarktführer sind.
Wie sind Ihre Erwartungen für das laufende Jahr?
Büchner: Ich werde mich nicht an die Prognose meines Präsidenten vom VDMA halten, sondern sage zweistelliges Wachstum.
Voller Überzeugung?
Büchner: Voller Überzeugung. Schauen Sie mal: Wenn ich nur Zeitung lesen und jeden Abend in den Fernseher starren würde, wäre ich etwas wankelmütiger in meiner Aussage. Aber wir haben für uns entschieden, dass das eine andere Welt ist, die hat mit uns nichts zu tun. Es wird Wachstum für uns geben, schon alleine aus der Tatsache, dass die Automobilindustrie keinen Abschwung hinnehmen wird. Sie wird zurück zur Normalität kommen. Also werden die Zulieferanten auch in eine gewisse Normalität zurückfinden und Normalität hat noch niemandem geschadet.
(ID:31576550)
