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Interview, Jean-Paul Schnegg / Schnegg Tools AG Das Zauberwort heisst … Kommunikation

Redakteur: Matthias Böhm

Innovation gehört im Werkzeugsektor zum täglichen Geschäft, davon ist Jean-Paul Schnegg (Geschäftsführer, Schnegg Tools AG) überzeugt. Waren früher Spanleitstufen in Diamantwerkzeugen undenkbar, ist es heute Standard. Solche Innovationen ziehen sich durch die gesamte Fertigungstechnologie. Mit der Ingersoll-Vertretung verfügt Schnegg Tools AG über einen Werkzeughersteller, der technologisch führend ist.

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«Immer wieder glaubt man: Wow, das ist es jetzt, um kurze Zeit später festzustellen, dass wieder die nächste Verbesserung an die Türe klopft.»Jean-Paul Schnegg, Geschäftsführer Schnegg Tools AG
«Immer wieder glaubt man: Wow, das ist es jetzt, um kurze Zeit später festzustellen, dass wieder die nächste Verbesserung an die Türe klopft.»Jean-Paul Schnegg, Geschäftsführer Schnegg Tools AG
(Bild: Schnegg Tools AG)

SMM: Herr Schnegg, verstehen Sie sich eher als Werkzeughändler oder als Kompetenzanbieter im Werkzeugbereich?

Jean-Paul Schnegg: Die technisch anspruchsvollen Produkte in unserem Portfolio lassen sich nicht ohne Kompetenz vertreiben. Persönlich betrachte ich aber auch das Wort Werkzeughändler nicht als Schimpfwort. Schnegg ist bekannt für seine qualitativ hochwertigen Vertretungen an Werkzeugherstellern.

Warum ist Ihnen Qualität bei der Auswahl Ihrer Technologie-Vertretungen derart wichtig?

J.-P. Schnegg: Es gibt grosse Handelshäuser auf dem Schweizer Markt, die ein riesiges Sortiment, tolle Lieferbereitschaft und Online-Shops haben. Das sind praktische Möglichkeiten für den Anwender, der genau weiss, was er braucht. Unsere Chance sehe ich mehr bei sehr hochwertigen und beratungsintensiven Produkten; da kommt dann die Fachkompetenz zum Tragen.

Die Entwicklungen der Werkzeuge werden immer spezifischer. Wie können die Anwender heute noch den Überblick über die richtigen Werkzeuge behalten?

J.-P. Schnegg: Das Zauberwort heisst wie «eh und je» Kommunikation. Einerseits muss der Anwender fragen, wenn er Schwierigkeiten hat, andererseits sind wir Botschafter und müssen neue Produkte und Verfahren zu den Kunden bringen. Wir sind sowas wie ein Navigationssystem, jeder weiss wo Zürich ist, aber derjenige, der das Navi eingeschaltet hat, kann eventuell den Stau umfahren.

Können Sie ein, zwei Produkte hervorheben, die man sich unbedingt an Ihrem Stand anschauen sollte?

J.-P. Schnegg: Ingersoll hat Neuheiten im Wendeplatten-Bereich, erwähnen möchte ich hier das Hartfräsen bis 63HRC mit Standardfräskörpern und die T-Tank-Reihe im Drehen. M.T. bringt bei den angetriebenen Werkzeugen für Drehmaschinen eine Lösung zum Wälzschälen von Innenverzahnungen, neben anderen Neuheiten. Wir lancieren eigene neue Aufnahmen im Bereich HSK25 für den Hochgeschwindigkeitsbereich.

Wo hat sich im Werkzeugbereich aus Ihrer Sicht in den letzten Jahren technologisch am meisten getan?

J.-P. Schnegg: Einerseits in der Miniaturisierung der Werkzeuge und andererseits bei den Schneidstoffen und den diversen Schichten. Denken Sie nur an die PKD-Schneiden, bei denen man heute auch Spanleitstufen einbringen kann. Immer wieder glaubt man: «Wow, das ist es jetzt», um kurze Zeit später festzustellen, dass wieder die nächste Verbesserung an die Türe klopft. Diese gilt es dann wieder zu unseren Kunden zu tragen. <<

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