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Transportschäden – genau untersucht dank MSR-Technik Dem Schaden auf der Spur

| Redakteur: Silvano Böni

Während Transporten, gleich welcher Art, kann es immer wieder vorkommen, dass das Transportgut Schaden nimmt. Entweder durch Stoss und Schock oder durch Temperatur-, Druck- oder Feuchtigkeitsschwankungen. Kleine elektronische Datenlogger können dabei helfen, durch Präventionswirkung Schäden zu vermeiden oder den Schadensverursacher genau zu ermitteln.

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Die beiden in einem MSR175-Datenlogger integrierten 3-Achsen-Beschleunigungssensoren (±15 g und ±100 g) zeichnen kritische Ereignisse wie Stösse und Schläge mit einer Messrate von bis zu 6400 Messungen/s auf.
Die beiden in einem MSR175-Datenlogger integrierten 3-Achsen-Beschleunigungssensoren (±15 g und ±100 g) zeichnen kritische Ereignisse wie Stösse und Schläge mit einer Messrate von bis zu 6400 Messungen/s auf.
(Bild: MSR)

Schadensprävention ist natürlich die beste Methode, um Schäden − und die damit verbundenen teuren Haftungsauseinandersetzungen – gar nicht erst entstehen zu lassen. Doch nicht nur Prävention ist wichtig, sondern auch, dass in einem eventuellen Schadensfall eine genaue Beweisführung erfolgen kann, wann der Schaden entstanden ist, und dass damit auch klar ist, wer einen Schaden zu verantworten hat. Streit bezüglich Haftungsfragen kann in diesem Fall dann gar nicht erst aufkommen.

Schadensfolgekosten oft immens

Die Schweizer Exportindustrie erleidet jährlich unnötige Schäden in Milliardenhöhe. Schuld sind überwiegend Mängel bei den Transporten. Die Hälfte der Schäden wäre präventiv beeinflussbar, wie fachliche Untersuchungen zeigen. Es ist im Interesse der Beteiligten, einerseits eine Transportversicherung abzuschliessen, andererseits Schäden von vorneherein vermeiden zu helfen. Denn die versicherten Schäden sind nur ein kleiner Teil eines eventuell viel grösseren Gesamtschadens. Hinzuzurechnen sind nämlich auch Folgeschäden von fehlerhaften Transporten wie Einbussen wegen fehlender Waren, ungeplante Nachproduktionen, Verzögerungen oder Betriebsunterbrechungen.

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Besonders in der Hightech-Industrie mit kurzen Produkt-Lebenszyklen wie etwa in der Elektronik- oder Pharmazie-Branche sind Verzögerungen und Transportschäden an wertvollen Maschinen oder Produkten ein schlimmes Szenario, denn Folgeschäden durch verzögerte Fertigung beziehungsweise Lieferunfähigkeit übersteigen in solchen Fällen einen Transportschaden um ein Vielfaches.

Ein weiterer und oft finanziell stark belastender Gesichtspunkt ist der Nachweis eines Schadensverursachers. Hier könnte man durch entsprechende technische Überwachung und Aufzeichnung wichtiger äusserer Umgebungsparameter während eines Transportes im Nachhinein immerhin feststellen, ob der Gütertransport von den Umgebungsbedingungen her einwandfrei und ohne Beschädigung und sonstige Beeinträchtigung verlaufen ist oder ob bestimmte Umgebungsbedingungen nicht regelgerecht waren und so die Transportspezifikationen nicht eingehalten wurden. Gelingen solche Nachweise auf fundierte Art, erleichtert dies in allen Fällen die Beantwortung von Haftungsfragen oder gibt wenigstens Aufschlüsse darüber, auf welche Weise man bestimmte Beeinträchtigungen in Zukunft verringern oder gar vermeiden kann.

Schadensnachweis mit Mini-Datenloggern

Bekannt ist, dass zwei Drittel aller Schäden beim Transport von industriellen Gütern aufgrund von Erschütterungen entstehen. Insofern sind die wichtigsten physikalischen Parameter, die man in einer Transport- und Logistikkette überwachen sollte, zuallererst Beschleunigungen, Schockereignisse, Stösse und Vibrationen. Um sie zu dokumentieren, kann man beispielsweise die nur etwa daumen­grossen Datenlogger MSR175 der MSR Electronics GmbH einem Transportgut mit auf den Weg geben. Sie enthalten in ihrem Inneren leistungsfähige Senso­ren zusammen mit einer ausgefeilten Speicher- und Auswerte-Elektronik. Die beiden in einem MSR175-Datenlogger integrierten 3-Achsen-Beschleunigungssensoren (±15 g und ±100 g) zeichnen kritische Ereignisse wie Stösse und Schläge mit einer Messrate von bis zu 6400 Messungen/s auf. Die Speicherkapazität des Transport-Datenloggers von über 2 Millionen Messwerten reicht zur Aufzeichnung von mindestens 1000 Schocks aus – letztlich über mehrere Wochen hinweg. Zusätzlich misst und speichert der MSR175 Temperaturverläufe von −20 bis 65 °C. In einer zweiten Typ-Variante ist der Datenlogger zusätzlich mit je einem internen Feuchte-, Druck- und Lichtsensor ausgestattet – was weitere nützliche Transportdaten liefert.

Nach einem Transport lassen sich die von dem Logger erfassten Messdaten schnell auf einen Rechner übertragen. Für die Analyse und grafische Darstellung sowie zur automatischen Report-­Erstellung steht die «MSR ShockViewer»-Auswerte­software zur Verfügung. Zum Starten eines Aufzeichnungszyklus dient ein Software-«Dashboard», das die Konfigurierung des Loggers per PC mit wenigen Mausklicks gestattet.

Wenn man also in Betracht zieht, dass Transportschäden nicht nur ärgerlich sind, sondern auch noch erhebliche Folgekosten haben können und auch langwierige − oft gerichtliche − Auseinandersetzungen verursachen, dann sind derartige Datenlogger eine optimale technische Unterstützung, letztlich auch zur Schadensvermeidung. SMM

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