Interview mit Frank Schädler, Trumpf

Der Mensch im Fokus – auch bei Industrie 4.0

< zurück

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Setzen Sie und wie setzen Sie Virtual Reality im Service ein?

Im Bereich der Ausbildung und Wissensbasis für Servicetechniker haben wir Virtual-Reality-Lösungen im Einsatz, insbesondere 3D-Simulationen von komplexen Abläufen. Der Einsatz von Datenbrillen für Ausbildung, Ferndiagnose und Unterstützung von Servicearbeiten befindet sich in der Erprobung. Allerdings müssen wir auch beachten, dass viele Menschen empfindlich auf VR-Brillen reagieren und über Übelkeit oder Gleichgewichtsstörungen klagen. Auch diese Dinge müssen wir im Blick haben, um unsere Kunden bestmöglich beraten zu können!

Welchen Herausforderungen im Servicebereich müssen Sie sich stellen?

Was die Spezialisten bei Trumpf betrifft, müssen wir einen Weg finden, mit der Technologiebreite unserer Maschinen umzugehen. Hierzu ein paar Zahlen: 240 Maschinentypen inklusive Optionen und Automatisierung können von unseren Technikern gewartet und repariert werden, 9.000 aktive Maschinen werden allein in Deutschland betreut. Da Trumpf-Maschinen sehr langlebig sind – die älteste hierzulande ist von 1971 – und unsere Entwicklung gleichzeitig sehr aktiv ist, gibt es immer mehr verschiedene Maschinentypen, die wir warten müssen. Hier stets und für alle Varianten und Optionen das passende Wissen parat zu haben, ist eine grosse Herausforderung. Darüber hinaus müssen wir die vielen Möglichkeiten der digitalen Vernetzung sinnvoll einsetzen, um noch schneller die Ursachen für eventuelle Maschinenstörungen zu finden. Am besten schon vorab, bevor die Störung überhaupt eintritt. Und hierbei die Erfahrung der Menschen nicht aussen vor lassen. Das beste System wird eine Kombination aus Computer und Mensch sein.

Wie schnell kann ein Servicetechniker von Trumpf weltweit vor Ort sein?

Den Fall, dass ein Techniker um die halbe Welt fliegen muss, um eine stehende Maschine zu reparieren, gibt es nicht. In jedem Land gibt es lokale Serviceorganisationen. In Deutschland nehmen wir innerhalb kurzer Zeit nach der Störungsmeldung Kontakt zum Kunde auf und können die meisten Probleme am Telefon oder per Telediagnose lösen. Zumindest die Maschine wieder in Gang bringen. Braucht es dann noch einen Techniker, ist der in 24 Stunden vor Ort.

(ID:44735814)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung