Daniel Stier im SMM-Interview zur Innoteq 2025 «Die Schweizer Industrie ist stark fragmentiert»

Von Matthias Böhm 2 min Lesedauer

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Daniel Stier, Geschäftsleiter der Index Werkzeugmaschinen (Schweiz) AG, hebt die positiven Entwicklungen des Werkplatzes Schweiz hervor. Dieser stehe allerdings vor grossen Herausforderungen und müsse durch den Einsatz von Highend-Fertigungstechnologie zukunftsfähig bleiben. Traub/Index integriert auf seinen Drehzentren eine Vielzahl an Fertigungstechnologien inklusive Messtechnik, um Fertigungsoperationen produktiver und prozesssicherer zu gestalten.

Daniel Stier, Geschäftsleiter der Index Werkzeugmaschinen (Schweiz) AG: «Die Herausforderungen, mit denen unsere Kunden konfrontiert sind, steigen stetig und werden von ihnen – trotz der teilweise widrigen Rahmenbedingungen – hervorragend gemeistert.»(Archiv: Vogel Business Media)
Daniel Stier, Geschäftsleiter der Index Werkzeugmaschinen (Schweiz) AG: «Die Herausforderungen, mit denen unsere Kunden konfrontiert sind, steigen stetig und werden von ihnen – trotz der teilweise widrigen Rahmenbedingungen – hervorragend gemeistert.»
(Archiv: Vogel Business Media)

SMM: Wie ist die aktuelle wirtschaftliche Situation im Bereich Werkzeugmaschinen am Standort Schweiz?

Daniel Stier: Noch leiden immer etliche Firmen der MEM-Branche unter einer eher tiefen Auslastung oder Kurzarbeit. Vor allem diejenigen Firmen, die im Automobilsektor oder anverwandt tätig sind und deren Produkte nach Deutschland exportiert werden, spüren die schwache Nachfrage. Der deutsche Industriemotor stottert und die Auswirkungen sind in der Schweiz gut spürbar.

Erfreulicherweise gibt es aber auch Tätigkeitsfelder, die normal, gut oder sogar sehr gut ausgelastet sind.

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Dank unserer breiten Palette im Bereich der Mehrspindeldrehautomaten, Dreh- und Fräszentren sowie der Produktions- und Langdrehmaschinen decken wir nahezu alle Kundenanforderungen ab und können optimale Lösungen bieten. Die Herausforderungen, mit denen unsere Kunden konfrontiert sind, steigen stetig und werden von ihnen – trotz der teilweise widrigen Rahmenbedingungen – hervorragend gemeistert.

Wir unterstützen sie, indem wir optimal auf ihre Anforderungen abgestimmte Produktionsanlagen bauen, die ihnen die Einhaltung der geforderten Prozess-Sicherheit, Teilequalität, Liefertreue, Zuverlässigkeit und Wettbewerbsfähigkeit gewährleisten. Die Schweizer Industrie ist stark fragmentiert und Index kann sie dank unserer hohen Kundenorientierung bestens unterstützen.

Welche Innovationen zeigt Index/Traub im Bereich der Werkzeugmaschinen und Werkzeuge zur Innoteq?

D. Stier: Index und Traub stehen für hohe Produktivität sowie für kurze Takt- und Rüstzeiten.

Mit seinen sechs Spindeln verspricht der kompakt gebaute CNC-Mehrspindeldrehautomat «Index MS24-6» neue Effizienzrekorde. Dank zahlreicher Features und Softwaretools lässt sich dieser Mehrspindler schnell umrüsten und eignet sich unter anderem auch für die Zerspanung neuer Materialstandards wie zum Beispiel von bleifreiem Messing. Die Maschine ist flexibel einsetzbar, auch für Kleinserien in den Bereichen Mikromechanik, Medizintechnik sowie der Uhren- und Schmuckindustrie.

Als zweite Maschine präsentieren wir den Langdrehautomaten «Traub TNL20». Traub steht für hochproduktives Langdrehen und Kurzdrehen von Werkstücken mittlerer und hoher Komplexität ab Stange oder mit integrierter Roboterzelle. Den entscheidenden Produktivitätsvorteil erzielt die Maschine mit ihrer ausserordentlich hohen Dynamik.

Im Drehbereich steht vermehrt die Fertigung von langspanenden Werkstoffen (bleifreien Legierungen) im Fokus. Welche Lösungen bieten Sie hier konkret an?

D. Stier: Index bietet eine Vielzahl von Technologien, eine davon ist der Spanbruchzyklus «Chipmaster», der speziell für die Bearbeitung von langspanenden Materialien bei Dreh- und Bohroperationen entwickelt wurde und lange Späne minimiert.

Wir befassen uns seit Jahrzehnten mit der Verfahrensintegration von Technologien wie Schleifen, Mehrkantdrehen, High-Speed-Wirbeln, Tieflochbohren, Polygondrehen, Verzahnen, Entgraten, Beschriften oder Messen. Gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln wir unsere Produkte und Technologien systematisch weiter.

Welche Impulse erhoffen Sie sich von der Innoteq?

D. Stier: Wir erhoffen uns neue Impulse und Kontakte, gute Gespräche und Anregungen aus dem Markt. Wir sind hier für alle interessierten Besucher und für unsere Kunden, für sie nehmen wir an dieser Messe teil.

Wir möchten ihnen mit unserer Fachkompetenz, unseren Produkten und Dienstleistungen ein wertvoller Partner sein, der auf ihre Bedürfnisse eingeht und mit Ideen und Lösungen zur Seite steht.

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