Internationale Zerspanungs- und Technologietagung

Die Zukunft der Titanzerspanung

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Gewichtsreduktion bringt neue Herausforderungen

Durch die Anstrengungen der Luftfahrtindustrie, über Gewichtsreduktionen Treibstoffeinsparungen zu erreichen, haben sich die zu bearbeitenden Materialien über die letzten Jahre stark verändert. Von ursprünglich über 70 % Aluminium gab es einen Wechsel zu Verbundwerkstoffen, welche von 10 % auf über 50 % gewachsen sind – Titanbauteile haben sich von 6 % auf 14 % mehr als verdoppelt, während der Aluminiumanteil auf unter 20 % gefallen ist. Prognostiziert wird eine Volumenzunahme von knapp 10 000 Tonnen Titan für die Verarbeitung in den nächsten vier Jahren sowie eine starke Zunahme anderer schwer zerspanbarer Materialien.

Traditionell werden bei der Optimierung der Zerspanungsoperation Maschine, Bearbeitungsstrategie, Material und Werkzeug analysiert und optimiert. Mit einem Kühlschmierstoff der neuesten Generation können diese Parameter derart beeinflusst werden, dass in Zukunft auch dieses Element stärker berücksichtigt werden muss, da der gewählte Kühlschmierstoff ein messbarer Produktivitätsfaktor darstellt. «Ein optimal angepasster Kühlschmierstoff hat einen grossen Einfluss auf die Werkzeugstandmenge, die Kosten pro Stück, die Energieeffizienz und die Recyclingkosten», so Max Zuber von Blaser Swisslube.

Hauseigenes Technologie Center

Blaser Swisslube ist Technologieführer in der Forschung und Entwicklung und darauf spezialisiert, Optimierungsmöglichkeiten zwischen Kühlschmierstoff, Material, Werkzeug und Bearbeitungsstrategie bei der Zerspanung zu erzielen. Die Teilnehmer der Tagung konnten sich ein eigenes Bild bei der Besichtigung des 3500 m2 grossen Labors sowie des hauseigenen Technologie Centers machen.

Damit der Kühlschmierstoff praxisnah und unter zukunftsträchtigen Zerspanungsparametern getestet werden kann, waren sehr hohe Investitionen in neueste Analysegeräte und Bearbeitungszentren nötig. Das ist Einzigartigkeit in der Branche.

Nahezu alle Teilnehmer und Referenten haben die Professionalität und das hohe Niveau des Expertentreffens geschätzt und zugleich grosses Interesse an einer Weiterführung dieser Veranstaltung geäussert. «Dies ist sicherlich vorstellbar, bedarf jedoch vorerst einer gründlichen Analyse der vorhandenen Substanz», sagte Marc Blaser, CEO von Blaser Swisslube. <<

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