SMM InnovationsForum Fertigung

Digitalisiert lean und agil produzieren

| Autor / Redakteur: Marcus Niebecker / Konrad Mücke

Ein zeitgemässes MES-System unterstützt Lean Production und Processing Management.
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Ein zeitgemässes MES-System unterstützt Lean Production und Processing Management. (Bild: PROXIA AG)

Viele Produktionsunternehmen orientieren sich vorwiegend an dem Konzept «Lean Production», um ihre internen Abläufe zu optimieren. Allerdings gibt es einige weitere Massnahmen, um zusätzlich vorteilhafte Effekte zu verwirklichen.

Zahlreiche Produktionsunternehmen im Maschinen- und Anlagenbau erkennen alsbald die Grenzen der Produktionsoptimierung. Häufig werden einzig nach dem Motto «Kill the Muda» (Muda bedeutet im Japanischen eine sinnlose Tätigkeit) potenzielle Verschwendungen ermittelt und anschliessend eliminiert. Damit lässt sich sicher einiges optimieren. Dies gilt unter anderem für Lauf- und Transportwege, für Zugriffszeiten auf Werkzeuge sowie für sämtliche Such- und Zugriffszeiten allgemein. Dennoch zeigen sich alsbald die Grenzen dieser Vorgehensweise. Zusätzliche Hilfsmittel können diese überwinden.

Eventtipp: SMM InnovationsFORUM FertigungstechnikDas SMM InnovationsFORUM ist der Treffpunkt der Schweizer Fertigungsindustrie, an dem ausgewiesene Fertigungsexperten über die aktuellsten Trends der Branche informieren. Nutzen Sie die Gelegenheit mit den Referenten zu diskutieren und sich mit den anderen Teilnehmern auszutauschen.
Wann: Mittwoch, 14. November 2018
Wo: Forum der Messe Luzern
Preis: 150.-- CHF (exkl. MwSt.)
Informationen: www.smm-innovationsforum-fertigung.ch

Nicht nur effizienter, sondern auch agiler

Beim Optimieren ihrer Produktionsabläufe mithilfe der Massnahmen zu Lean Production erkennen zahlreiche Unternehmen, dass sie zum einen weniger flexibel arbeiten, zum anderen nicht alle möglichen Optimierungen erschliessen. Flexibilität ist allerdings für Unternehmen unbedingt notwendig. Prozesse zu vereinfachen und Überflüssiges zu eliminieren, beeinträchtigt auch die Resilienz der Produktion. Das zweite Problem sind Verschwendungen, die nicht offensichtlich sind. Es gibt sie zwar, aber nur derart wenig, dass sie auch in mehrfachen Momentaufnahmen nicht erfasst oder nicht zugeordnet werden können.

Dazu benötigen die Unternehmen Werkzeuge, die vor allem die Agilität berücksichtigen und die Produktion ganzheitlich betrachten. Dies gelingt beispielsweise mit der MES-Software von der PROXIA Software AG. Einerseits unterstützt dieses System Strategien zur Lean Production. Es erkennt Potenziale für effizientere Abläufe, indem es Verschwendungen aufzeigt. Auf der anderen Seite erhält und verbessert diese MES-Software deutlich die Agilität in der Produktion.

Digital Information richtig verteilen

Eine Schlüsselkompetenz des MES-Systems ist die intelligente Informationsverteilung. Nach dem Grundsatz «Wer sein Problem kennt, der kann sein Problem lösen» werden Informationen zum richtigen Zeitpunkt dem richtigen Mitarbeiter zur Verfügung gestellt. Diese Fähigkeit zum Zusammenarbeiten sorgt dafür, dass schnellstmöglich auf den Pfad des Standard-Prozesses zurückgekehrt werden kann. Somit verlieren Planabweichungen ihren Schrecken. Diese werden als Teil der Gesamtprozesse betrachtet. Die Fähigkeit von geplanten Abläufen abzuweichen, gilt als Mass für die Agilität. Somit kann man sagen, dass Lean Production und Konzepte zur agilen Produktion gemeinsam in einer Produktion verwirklicht werden können.

Ein MES-System derart einzusetzen, sorgt für eine weitreichende Digitalisierung der Wertschöpfungskette. Die viel höhere Datendichte in der Produktion und die zunehmende digitale Kommunikation in der Fertigung steigern die digitale Reife der Produktionsstätten. Die digitale Reife der Mitarbeiter auf der einen und die digitale Reife der Systeme auf der anderen Seite sind wiederum entscheidende Grundlagen, um das Konzept Industrie 4.0 zu realisieren. Einzig mit ihnen gelingt es, die Herausforderungen beim Vernetzen und Digitalisieren interner und externer Prozesse in der Wertschöpfungskette zu meistern. SMM

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