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Schweizer Qualitätszulieferer 2019 Dixi Polytool: Präzisionswerkzeuge der Spitzenklasse

Redakteur: Matthias Böhm

Der 250 Mitarbeiter starke Werkzeughersteller Dixi Polytool SA wächst seit Jahren zweistellig. Die Ursache liegt in den hervorragenden Werkzeuglösungen für die Mikrotechnologie, Medizintechnik, Uhrenindustrie und Automotiv sowie Luft- und Raumfahrt. Eine der besonderen Stärken des Unternehmens ist die Herstellung anwendungsspezifischer Vollhartmetall-Werkzeuglösungen. Zudem wird die Internationalisierung stetig vorangetrieben. Erst im Oktober 2019 wurde eine Niederlassung in Österreich eröffnet.

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Modernste digitale 3D-Messtechnologien sind gerade im Bereich von Mikrogeometrien entscheidend, um höchste Bearbeitungsqualität und Prozesssicherheit zu gewährleisten.
Modernste digitale 3D-Messtechnologien sind gerade im Bereich von Mikrogeometrien entscheidend, um höchste Bearbeitungsqualität und Prozesssicherheit zu gewährleisten.
(Bild: Thomas Entzeroth)

Mit 250 Mitarbeitern gehört Dixi Polytool zu einem der grössten Schweizer Werkzeughersteller. Sowohl technologisch als auch organisatorisch spielt das Unternehmen in der Spitzenliga der Werkzeugherstellung. Die besonderen Stärken liegen in der Herstellung von Bohrern und Fräsern aus Vollhartmetall im Durchmesserbereich von D=0,03 bis 20 mm. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen in der Diamantwerkzeugherstellung, im Reibsegment und im Präzisionshartmetallsägen über ein Kompetenzspektrum, das seinesgleichen sucht.

Mitarbeiter denken nur noch in Lean-Strukturen

Marc Schuler (CEO): «Um als Schweizer Werkzeughersteller international konkurrenzfähig zu bleiben, mussten wir unsere gesamten Abläufe und Strukturen neu denken. Deshalb setzen wir seit 2013 voll auf Lean Manufacturing, Lean Office inklusive. Diese Neupositionierung hat uns massiv nach vorne gebracht: organisatorisch, qualitativ und auch technologisch. Heute denken alle unsere Mitarbeiter in Richtung Lean, was enorm wichtig ist für unsere Zukunftsfähigkeit. Darüber hinaus müssen wir uns stetig internationalisieren. Unsere jüngste Niederlassung wurde Oktober 2019 in Österreich gegründet.»

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Auf die Kernkompetenzen angesprochen antwortet M. Schuler: «Unser Kerngeschäft ist die Werkzeugentwicklung sowie die komplette Beherrschung der gesamten Prozesskette inklusive Lieferfähigkeit. Vierzig Prozent unserer Werkzeuge sind kundenspezifische Sonderlösungen. Unsere Spezialisten müssen ständig neue Werkzeuggeometrien und -lösungen für unsere Kunden entwickeln und fertigen. Wir sind in diesem Segment einer der führenden Hersteller weltweit; insbesondere für die Branchen Automotive, Medizin, Luft- und Raumfahrt bis hin zur Uhrenindustrie. Immer dann, wenn die Komponentenhersteller ihren Fertigungsprozess mit Werkzeuglösungen optimieren wollen, stehen wir auf technologisch höchstem Niveau beratend zur Seite und liefern extrem schnell zugeschnittene Werkzeuge.»

Äusserst stark im Bohren und Fräsen

Auf die Frage, wo denn der besondere Fokus liegt, antwortet M. Schuler wie folgt: «Wir fertigen generell Hartmetallbohrer und Fräser bis 20 mm Durchmesser. Unsere besondere Stärke liegt im Durchmesserbereich bis 3 mm. Hier sind wir absolute Spitzenklasse. Wir machen das seit Bestehen unseres Unternehmens. Es ist ein grosser Unterschied, ob man Werkzeuge im kleineren oder grösseren Durchmesserbereich entwickelt. Da ist fast nichts übertragbar. Unsere Kunden im Mikrowerkzeugsegment verlangen höchste Prozesssicherheit mit enormen Präzisionsanforderungen. Unsere Aufgabe als Werkzeughersteller ist es also, Kleinstbohrer in der Art herzustellen, dass sie trotz der schwierigen Randbedingungen hochpräzise und perfekt fluchtende Bohrungen fertigen. Das sind Herausforderungen, mit denen sich unsere F&E-Spezialisten gemeinsam mit den Anwendungstechnikern tagtäglich auseinandersetzen und Antworten finden müssen.»

Entwicklungsabteilung wird kontinuierlich ausgebaut

Von hoher Bedeutung für einen Werkzeughersteller ist die Entwicklungsabteilung, in der neue Substrate, Makro- und Mikrogeometrien, Beschichtungen usw. anwendungsgerecht getestet werden. Eine neue Rollomatic-Schleifmaschine, die zu 100 % für die F&E-Abteilung zur Verfügung steht, bringt entsprechende Flexibilität und Schnelligkeit in die Werkzeugentwicklung der Dixi Polytool SA.

M. Schuler: «Damit sind wir schleiftechnisch auf dem allerneuesten Stand. Im Beschichtungsbereich setzen wir auf vier Beschichtungsspezialisten. Unser derzeitiger Fokus im F&E-Bereich ist die Kantenbearbeitung. Eine auf den Fertigungsprozess und auf das Werkzeug zugeschnittene Kantenverrundung ist eine enorme Herausforderung. Neu haben wir ein Projekt lanciert, um die Schneidkantenverrundung prozesssicherer zu realisieren. Mit unseren neuen Anlagen im Bereich der Finishbearbeitung können wir aber nicht nur die Schneidkanten verrunden, sondern auch die Nuten hochglanzpolieren, was für die Spanabfuhr eine immer grössere Bedeutung hat, wenn es in Richtung Hochleistungsfräsen und -bohren geht.

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