Dank Arbeitskabine von Condecta zum geruhsamen Arbeiten

Eine Oase inmitten der Produktion

| Redakteur: Silvano Böni

Die Arbeitskabine im Überblick: vorne der Wareneingang, daneben die Reinigung, gefolgt vom Vorbereitungsraum und dem Prüflabor. Auf dem Dach die Lagerfläche.
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Die Arbeitskabine im Überblick: vorne der Wareneingang, daneben die Reinigung, gefolgt vom Vorbereitungsraum und dem Prüflabor. Auf dem Dach die Lagerfläche. (Bild: Joa Hoffmann, reflectimages.ch)

Aussen die laute Produktion, innen eine ruhige Arbeitsumgebung: Eine Kabine, integriert in die Fertigungshalle, bietet den perfekten Ort für ungestörtes Arbeiten. Dies machte sich auch die Firma Listemann zunutze, welche sich eine solche Kabine von Condecta in die Produktionshalle inte­grieren liess.

Die Firma Listemann Technology wurde 1990 gegründet und ist ein Experte im Bereich der industriellen, thermischen Prozess- und Werkstofftechnik. An den drei Stand­orten in der Schweiz, Polen und Liechtenstein bietet das Unternehmen mittlerweile Werkstoffinnovationen für Produkte und Fertigung in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Energie- und Umwelttechnik, Medizintechnik, Maschinenbau sowie Werkzeug- und Formenbau an. Die Kernfähigkeiten sind Prozesse, die bei hohen Temperaturen im Vakuum oder in einer Schutzgas­atmosphäre durchgeführt werden. Dazu gehören beispielsweise Löten, Wärmebehandlungen, Sintern oder auch Elektronenstrahlschweissen.

Kein «normaler» Betrieb

Dass es sich bei Listemann nicht um einen 08/15-Betrieb handelt, merkt man gleich beim Betreten des Hauptsitzes in Bendern/Liechtenstein. Eine helle, freundliche Produktionshalle erwartet Besucher, Kunden und Lieferanten. Sauber aufgeräumt, alles an seinem Platz – und das hat auch seinen Grund, wie Marko Burtscher vom Qualitätsmanagement erwähnt: «Wir positionieren uns ganz klar im High-End-Bereich und wollen dies auch gegen aussen ausstrahlen», und ergänzt weiter, «durch unseren Firmenumzug vom Nachbarort hierher konnten wir gleich die Gelegenheit nutzen, die ganze Produktion zu optimieren.»

Ins Auge fallen einem sofort zwei Dinge. Zum einen die grossen Vakuum-Öfen in der Mitte des Raumes. Zum anderen eine geräumige, rote Arbeitskabine. «Diese wurde nach unseren Wünschen und Vorstellungen geplant und umgesetzt», erklärt Marko Burtscher. Zuständig für den Bau war die Firma Condecta, Anbieter für Raumsysteme aller Art.

Alles in einem Fluss

Der rote Arbeitsplatzkomplex passt perfekt in das Gesamtbild bei Listemann und hebt sich zusammen mit den Regalen und Maschinen, welche ebenfalls in Rot gehalten sind, schön vom hellen Raum ab. Unterteilt ist die Kabine in vier einzelne Arbeitszonen. «Durch den kompletten Neubau konnten wir die Räume eins zu eins dem Materialfluss anpassen», erläutert Marko Burtscher. Die Lieferanten kommen direkt beim ersten Arbeitsbereich an, dem Wareneingang. Die Ware wird gewogen, geprüft und der Auftrag erfasst. «Ein grosses Schiebefenster war hier ein Muss. So entgeht dem Mitarbeiter kein Lieferant und er kann direkt mit ihm in Kontakt treten», erklärt der Qualitätsmanager. Sind die Teile erfasst, geht es weiter in die nächste Kabine zur Reinigung. «Oftmals kommen die Teile bereits gereinigt bei uns an. Nichtsdestotrotz benötigen wir die Reinigungskabine, vielfach jedoch nur für die Endreinigung», so Marko Burtscher. Speziell an dieser Kabine ist die spritzwassergeschützte Oberfläche. «Bei der Reinigung der Teile kommt es natürlich immer mal wieder vor, dass Wasser an die Wände spritzt. Mit den speziell versiegelten Wandmodulen, welche Condecta uns lieferte, ist gewährleistet, dass die Kabine keinen Schaden nimmt.»

Vorbereitung für Vakuum-Ofen

Nach der Reinigung geht es weiter in den Vorbereitungsraum. «Hier haben wir besonderen Wert auf die Beleuchtung gelegt. Ausserdem sollte der Raum den Lärm der Maschinen dämpfen, damit die Mitarbeiter sich voll auf die Vorbereitung der Teile konzentrieren können», erklärt Burtscher. Condecta lieferte auch hier saubere Arbeit ab. Die bis zu sieben Mitarbeiter, welche im Vorbereitungsraum arbeiten können, bekommen vom Maschinenlärm draussen praktisch nichts mit und haben dank der guten Beleuchtung perfekte Bedingungen, um die Teile vorzubereiten.

Sobald die Werkstücke bereit sind, geht es in den Ofen zum Vakuum-Löten und -Härten. In den meisten Fällen schliesst sich dann der Kreislauf wieder und die Teile gehen zurück zum Wareneingang. Einige Aufträge kommen aber noch in die vierte Station der Arbeitskabine, ein kleines Prüflabor. «Hier führen wir intern einige Tests durch, eine Qualitätskontrolle ‹light› sozusagen. Dabei geht es aber mehr um unsere eigene Prozessverbesserung als um die Qualitätskontrolle der Teile. Letztere führen wir natürlich auch durch, beispielsweise mit einer Dichtigkeitsmessung der verlöteten Teile.»

Um eine optimale Platzausnutzung zu gewährleisten, wurde auch der letzte Wunsch von Listemann an Condecta perfekt umgesetzt. Dazu Marko Burtscher abschliessend: «Auf dem Dach der Kabine befindet sich noch ein Lagerplatz mit einer Belastbarkeit von 200 Kilogramm pro Quadratmeter. So wird keine Produktionsfläche mit Regalen verbaut und die Güter sind sauber versorgt.» SMM

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