Fertigungstechnik Energieeffizienzund Nachhaltigkeit

Redakteur: Matthias Vogel

>> In der metallverarbeitenden Industrie sind weiterhin Anstrengungen im Gang, der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen. So sind z. B. parallel zu hydraulischen Aggregaten neue Komponenten auf elektromechanischer Basis erhältlich und bereits erste hydraulikfreie Maschinen verfügbar. In Kombination mit rückspeisefähigen Antrieben mit hohem Wirkungsgrad, reibungsreduzierten Lagerungen und adaptiven Steuerungen lässt sich der Energieeinsatz verringern.

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Ein Hersteller für Spannmittel zeigt einen neuen kompakten Elektro-Vollspanner für Drehmaschinen. Das Werkstückspannsystem benötigt nur dann Energie, wenn eine Bewegung tatsächlich erforderlich ist.
Ein Hersteller für Spannmittel zeigt einen neuen kompakten Elektro-Vollspanner für Drehmaschinen. Das Werkstückspannsystem benötigt nur dann Energie, wenn eine Bewegung tatsächlich erforderlich ist.
(Bild: Röhm)

Wurden in den vergangenen Jahren Ansätze zur Einsparung von Energie überwiegend von den Komponentenlieferanten der Werkzeugmaschinenhersteller aufgezeigt, haben letztere die Notwendigkeit zur Steigerung der Energieeffizienz mittlerweile im Ganzen verstanden. Parallel zu hydraulischen Aggregaten, beispielsweise in der Spann- und Antriebstechnik, sind neue Komponenten auf elektromechanischer Basis erhältlich und bereits erste hydraulikfreie Maschinen verfügbar. In Kombination mit rückspeisefähigen Antrieben mit hohem Wirkungsgrad, reibungsreduzierten Lagerungen und adaptiven Steuerungen lässt sich der Energieeinsatz verringern.

Bearbeitungszentrum komplett ohne Hydraulik

Ein Hersteller stellt ein Bearbeitungszentrum vor, das komplett ohne Hydraulik auskommt. Die CNC-Steuerung wird hier neben der Steuerung der Achsen ebenfalls zur Steuerung der Komponenten zur Spannung von Werkzeug und Werkstück verwendet. Letzteres wird mittels elektromechanischer Komponenten realisiert. Neben einer Reduzierung des Energiebedarfes soll durch die Substitution der Hydraulik auch eine höhere Verfügbarkeit und eine Reduktion der Nebenzeiten erreicht werden (Grob-Werke GmbH & Co. KG, Mindelheim).

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Keine Energie währendDreh- oder Fräsoperationen

Zu den verbauten energieeffizienten Komponenten gehört beispielsweise die Weiterentwicklung eines Werkzeugrevolvers für Drehmaschinen. Die Verriegelung des Revolvers während der Bearbeitung wurde komplett elektro-mechanisch realisiert. Der Revolver benötigt während der Dreh- oder Fräsoperationen keine Energie zur Aufrechterhaltung der Klemmung und verfügt über nahezu identische Leistungsdaten wie hydraulikbetriebene Pendants. Ausserdem zeichnet er sich durch hohe Leistungsdaten aus: Für angetriebene Werkzeuge bietet der Revolver eine Leistung von 11 kW, maximale Drehzahlen bis zu 12 000 min–1 und ein Drehmoment von 33 Nm (Sauter Feinmechanik GmbH, Metzingen).

Spannmittel mit geringem Energieverbrauch

Weiterhin zeigte ein Hersteller für Spannmittel einen neuen kompakten Elektro-Vollspanner für Drehmaschinen. Das Werkstückspannsystem benötigt nur dann Energie, wenn eine Bewegung tatsächlich erforderlich ist. Der Energieverbrauch liegt somit deutlich unter denen vergleichbarer hydraulikbetriebener Systeme (Röhm GmbH, Sontheim).

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