Hohe Fertigungstiefe

Erfolgsrezept bei Walser + Co. AG: Produktvielfalt und Investitionen

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Entwicklungsprozess als Basis

Grundlage sowohl für die Heiztechnik als auch die Metalltechnik ist die Planung und Entwicklung. Grundsätzlich gilt hier: je früher im Entwicklungsprozess eines Produktes die Konstrukteure mit hinzugezogen werden, desto vorteilhafter und unkomplizierter ist es letztendlich für den Kunden. «Bei einigen Kunden sind wir schon ganz früh in der Entwicklungsphase mit dabei», erklärt S. Galliker und ergänzt: «Da kann schon während der Konstruktionsphase das Produkt massgeschneidert für die spätere Produktion entworfen werden. Und das führt schlussendlich zu preisgünstigeren Produkten.» Im technischen Büro werden mit Hilfe von 2D- und 3D-Konstruktionssoftware CAD-Datenmodelle erstellt, inklusive Baugruppenpläne, Detailzeichnungen, Stücklisten oder Blechabwicklungen. Sowohl im Bereich Blechbearbeitung als auch im Bereich Zerspanung findet dann direkt an der Maschine auf Basis der CAD-Datenmodelle die Programmierung statt. Die Durchgängigkeit der Daten ermöglicht schnelle, kurze Wege und eine Weiterverarbeitung der Daten ohne Zeitverlust.

Arbeitsplätze für Wald

Gegründet wurde die Walser + Co. AG im Jahr 1945 – in einer Zeit, welche vom Niedergang der Landwirtschaft gezeichnet war. Ein Ziel der Firmengründung war es, der damit verbundenen Landflucht entgegenzuwirken und auch der Bevölkerung im ländlichen Raum Einkommensmöglichkeiten zu bieten. Mit der Fertigung handgeflochtener Drahtkörbe startete der Gründer Robert Walser seine Unternehmung. Die Drahtkörbe wurden zusammen mit weiteren Handelsartikeln direkt bei den Landwirten verkauft.

Schon 1955 erfolgte der Einstieg in die Heiztechnik mit der Produktion elektrischer Heizstäbe. Nach und nach entwickelte sich aus dem Kleinbetrieb ein modernes Industrieunternehmen mit rund 100 Mitarbeitern. Inzwischen wird das Unternehmen in zweiter Generation von Fredy Walser geführt.

Auch die Ausbildung junger Berufsleute ist im Unternehmen ein wichtiges Anliegen. Im Jahr 2011 waren zehn Mitarbeiter bei Walser in Ausbildung. Ausgebildet werden Polymechaniker, Konstrukteure oder kaufmännische Angestellte. Denn was schon bei Gründung vor 60 Jahren eine grosse Rolle gespielt hat, ist auch heute immer noch ein wichtiges Leitbild bei Walser: die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen. Deshalb wird es auch keine Produktionsniederlassungen in Billiglohnländern geben und die Investitionen bleiben in der Region. S. Galliker bekräftigt die Verbundenheit der Walser + Co. AG zum Standort: «Wir sind in Wald, wir stehen zu Wald und wir bleiben in Wald.» <<

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