SMTE Erste Swiss Medtech Expo mit frischen Impulsen

Autor / Redakteur: Kathrin Cuomo-Sachsse, Kommunikation Fasmed, Verband Schweizer Medizintechnik / Anne Richter

An der ersten Schweizer Zuliefermesse im Bereich Medizintechnik, der Swiss Medtech Expo (SMTE), wurden die neusten additiven Fertigungs-Methoden und Behandlungen am Bewegungsapparat vorgestellt. 160 Lieferanten präsentierten ihre Produkte und Experten aus der Branche, Forschung, Entwicklung und Bildung gaben sich ein Stelldichein. Die Veranstaltung vom 15. und 16. September bewies auch mit ihren zahlreichen Referaten, dass die Schweiz viel Innovation zu Materialien und Technologien zu bieten hat.

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Die Messe Luzern ist Gastgeber der Swiss Medtech Expo.
Die Messe Luzern ist Gastgeber der Swiss Medtech Expo.
(Bild: Messe Luzern)

Währungsturbulenzen, Endlos-Regulierungen und Markteintrittshürden, Preiskampf und die anhaltenden Übernahmen – der Druck auf die Branche ist in den letzten Jahren weltweit massiv gestiegen und trübt die Marktaussichten. Laut des Mitte September veröffentlichten (vierteljährlich erscheinenden) Konjunktur-Barometers Limedex von Concep+ erwarten über 80 Prozent der rund 70 befragten internationalen Medtech-Manager zwar ein positives, aber geschwächtes Ertragswachstum, vor allem bei der Gewinnmarge. Obwohl die Umsatzwachstums-Prognosen von 9,7 im Vorjahr auf 4,7 Prozent gesunken sind und damit klar verfehlt werden, scheint sich die Medtech-Industrie immerhin gut vom Starken-Franken-Schock als Folge der Aufhebung des Euromindestkurses durch die Schweizer Nationalbank im Januar erholt zu haben.

Effizienzsteigerungen oder disruptive Innovationen notwendig

Patrick Dümmler, Partner bei Concep+ und Manager bei «Health Tech Cluster Switzerland», dem Hauptpartner der Messe, rät der Medtech-Industrie, weitere Effizienzsteigerungen anzustreben und dringend ihr Geschäftsmodell, v. a. die Marktbearbeitungs-Strategie und die Vertriebsstrukturen zu überdenken, um wettbewerbsfähig zu bleiben: «Dabei sind die wachsenden Möglichkeiten der IKT (Informations- und Kommunikations-Technologie) vermehrt mit einzubeziehen, da sie auch die Medizintechnik nachhaltig verändern werden.» Nichtsdestotrotz befassen sich viele Schweizer Unternehmen laut Dümmler nicht aktiv mit den Folgen der Digitalisierung. Er empfiehlt ihnen, Exzellenz im Operativen zu verfolgen und auf Nischen-Produkte oder umwälzende (disruptive) Innovationen zu setzen.

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Das Internet der Dinge nutzbar machen

Laut Jürg Zürcher, Partner bei Ernst & Young, ist die Innovationskraft der Medtech-Branche nach wie vor hoch. Den Zulieferern empfiehlt er, mit ihren Neuerungen zu grossen Firmen zu gehen. Die Schweizer seien gut vernetzt und die Jungen weniger scheu: «Machen Sie auch mal Fehler», appellierte er ans Publikum. Weiter sprach er von der «Nutzbarmachung des Internets der Dinge». Dabei kann E-Health für Firmen durchaus eine Option zur Erweiterung des Leistungsumfangs sein. Gebündelte Lösungen und Zusatzangebote zu verkaufen, sei für Medtech-Firmen erfolgsentscheidend, betonte er.

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