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Erste Swiss Medtech Expo mit frischen Impulsen

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Top-Hub für R&D

Remo Daguati, Leiter Auslandpromotion, Switzerland Global Enterprise, bewirbt weltweit u. a. die Schweizer Medizintechnik. Dabei setzt er v. a. auf den hohen Lebensstandard und die Innovationskraft der Branche in der Schweiz. Als Hub für R&D sei das Land toppositioniert. Multis siedeln sich hier laut Daguati an, weil sie ihre Forschungsergebnisse und Erfindungen durch Property-Prozesse und Patentierung gut schützen können: «Die Schweiz ist nach wie vor ein Produktionsstandort mit hoch qualifizierten und gut ausgebildeten Arbeits- und Fachkräften. Nur noch Irland, UK und die Benelux-Staaten können mithalten», betonte er. Ein weiteres Plus für die Generierung neuer Produkte und Anwendungen seien die Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung – von der klassischen Bankfinanzierung über Venture Capital bis hin zum Börsengang.

Mehr in disruptive Innovationen investieren

Bruno Imhof, Geschäftsführer ITZ Innovationstransfer Zentralschweiz, stimmen hingegen die neuesten Innovations-Indikatoren gemäss Konjunkturforschungs-(KOF-)Umfrage des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) nicht zuversichtlich. Die Schweizer Firmen aller Branchen bekennen sich demnach eher weniger zu diesem Thema. So sei der Umsatzanteil für Investitionen in neue Produkte und Anwendungen insgesamt gesunken, bei der Medizintechnik lag er noch 2013 bei immerhin rund 17 Prozent. Fehlende Ressourcen, hohe Kosten und lange Amortisationszeiten, leichte Kopierbarkeit und Marktrisiken seien die hauptsächlichen Gründe für diese Entwicklung. «Mehr disruptive Innovationen statt Me-too-Produkte müssen her», fordert Imhof daher. Dazu sollten vermehrt selbst «verrückte» Ideen der Mitarbeiter und Lieferanten verfolgt werden. Zur Unterstützung von KMU hat das ITZ zusammen mit sechs Schweizer Kantonen einen einfachen Innovationsprozess entworfen.

Grenzüberschreitende F&E-Projekte

Neben den regionalen sind auch grenzüberschreitende F&E-Kooperationen für die Schweizer Medizintechnik von grosser Bedeutung. Andreas Gut, Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation, SBFI, und Eureka-Projektkoordinator Schweiz, schilderte verschiedene Förderprogramme auf europäischer Ebene. Im Rahmen von Horizon 2020 ist das Land beispielsweise an der Herstellung intelligenter Prothesen mit drei von insgesamt zwölf Partnern (Firmen und Hochschulen) beteiligt. Innerhalb von «Eureka-Eurostars» ist die Schweiz – unterstützt durch SBFI – prominent bei marktorientierten KMU-Projekten wie z. B. AAL (Active and Assisted Living) vertreten. National fliessen zudem Förderbeiträge von der Kommission für Technologie und Innovation, KTI, und aus der Ressortforschung des Bundesamts für Gesundheit, BAG, in die Medizintechnik ein.

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