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WMTF Erstes World Medtech Forum auf Kurs

| Redakteur: Anne Richter

>> Vom 25. bis 27. September 2012 wird sich in Luzern zum ersten Mal die schweizerische Zulieferindustrie in der Medizintechnik den internationalen Herstellern präsentieren. Das World Medtech Forum (WMTF) verbindet Fachmesse, Kongress und diverse Meetings. Damit schaffen der Medical Cluster und die Messe Luzern eine umfassende Plattform für die in der Schweiz bedeutende und zukunftsträchtige Branche.

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Das AMTS verfügt über eine einzigartige Infrastruktur für Training und Simulation neuer Operationstechniken.
Das AMTS verfügt über eine einzigartige Infrastruktur für Training und Simulation neuer Operationstechniken.
(Bild: AMTS)

ari. Fachmesse, Kongress sowie diverse Meetings und Veranstaltungen – mit dem World Medtech Forum (WMTF) haben Medical Cluster und die Messe Luzern ein ganz neues Format für die schweizerische Medizintechnikindustrie geschaffen.

Fachmesse, Kongress und spezielle Formate

An der dreitägigen Fachmesse, die vom 25. bis 27. September 2012 in Luzern stattfinden wird, stellen die mehrheitlich schweizerischen Zulieferunternehmen, die Institute der Forschung, Entwicklung und Bildung sowie institutionelle Partner und Förderorganisationen ihre Produkte und Dienstleistungen den internationalen Herstellern von medizintechnischen Produkten vor. Der zeitgleich stattfindende Kongress thematisiert die Entwicklungen in den relevanten globalen Medizintechnikmärkten und bietet Entscheidungshilfen für Exportvorhaben. Spezielle Formate wie der exklusive Eröffnungsanlass, die Medtech Night, das Center of Attention, One-to-one Partnering oder der Start-up-Park dienen dazu, das Networking unter den Teilnehmern zusätzlich zu fördern. Mit diesen Inhalten bekommt die Schweiz erstmals eine umfassende, internationale Plattform, auf der sich alle Marktplayer treffen und sich sowohl disziplinär wie auch interdisziplinär austauschen können.

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Gesamte Schweizer Medizintechnik dank Medisiams

Mit dem Medical Cluster als Organisationspartner und unterstützt durch die Exportplattform «Medtech Switzerland» kann das WMTF auf starke Partner zählen. Weitere Partner wie Verbände, Förderorganisationen und Hochschulen verstärken die Ausstrahlung der Veranstaltung. Das Interesse der Branche ist gross: Bereits haben sich 140 Schweizer Zulieferfirmen für das World Medtech Forum Lucerne (WMTF) angemeldet. Wichtige Partner wie die ETH Zürich, die Empa, die Uni Bern, CSEM, EUResearch und die Fachhochschule Nordwestschweiz sorgen für eine starke Beteiligung von Wissenschaft und Forschung. Auch die Kommission für Technologie und Innovation KTI des Bundes nutzt das WMTF als Plattform und der Präzisionscluster ist als Supporting Partner mit an Bord. Schweizer Kantone wie Luzern, Aargau oder Solothurn organisieren für ihre Medizintechnikfirmen Gemeinschaftsstände. Gleich tun es ihnen Länder wie Deutschland, Österreich oder Kanada. Die Westschweizer Mikrotechnik-Zuliefermesse Medisiams findet ab 2012 unter dem Dach des WMTF statt – damit ist gewährleistet, dass am WMTF die gesamte Schweizer Medizintechnikkompetenz dargestellt wird.

Medizinisches Training und Simulation

Ein Aussteller auf der Fachmesse wird die Akademie für Medizinisches Training und Simulation (AMTS) in Luzern sein. Die AMTS gründeten initiative Ärzte und industrielle Partner, um auf 2000 m2 mit Hightech-Trainings- und Simulationseinrichtungen europaweit medizinische Fortbildung zu bieten. 20 Prozent der Teilnehmer kommen aus der Schweiz, der grosse Rest aus aller Welt. «Die Komplexität in der Medizin nimmt rasant zu. Beispiele dafür sind die minimal-invasive Chirurgie, die Muskulatur und das Skelett betreffende Chirurgie sowie die Notfallmedizin», erklärt Dr. Roger Zobrist, Facharzt FMH für Chirurgie und Leiter der AMTS. «Medizinisches Personal soll in kreativer Atmosphäre aktuelle Chirurgiemethoden mit hoher Präzision zu handhaben lernen und damit die Sicherheit der Patienten optimieren.» Dazu verfügt die AMTS über eine einzigartige Infrastruktur für Training und Simulation neuer Operationstechniken, ein Kongresszentrum sowie den Swiss eHealth Campus, die Plattform für innovative Kooperationen von Industrie und Anwendern für die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien.

Kongress: Herausforderungen des Medtech-Marktes

Parallel zur Fachmesse wird ein dreitägiger Kongress stattfinden, der Entwicklungen in den relevanten globalen Medizintechnikmärkten thematisiert und Entscheidungshilfen für Exportvorhaben bieten soll, wobei jeder Tag einer bestimmten geografischen Region zugeordnet ist. «Während der erste Kongresstag vor allem einen globalen Fokus hat und globale Herausforderungen betrachtet, wird am zweiten Tag als etablierter Markt Europa im Mittelpunkt stehen und am dritten Tag Asien als aufstrebender Markt. Zusätzlich sind die einzelnen Kongresstage in eine Plenumsveranstaltung am Vormittag und einen Workshop am Nachmittag unterteilt», erklärt Patrick Dümmler von der Schweizer Exportplattform Medtech Switzerland und ergänzt: «Der Kongress ist auf den Markt ausgerichtet und es werden strategische Entscheidungen thematisiert, beispielsweise, was Unternehmen für die nächsten fünf Jahre planen und wie sich Unternehmen ausrichten, um den Herausforderungen des Marktes zu begegnen.»

Modernste Produktion im Biosphärenreservat

Die B. Braun Melsungen AG beispielsweise ist ein weltweit agierender Pharma- und Medizintechnikkonzern mit weit über 40 000 Mitarbeitern. Das Unternehmen ist in über 50 Ländern rund um den Erdball aktiv und beliefert den Gesundheitsmarkt mit Produkten für Anästhesie, Intensivmedizin, Kardiologie, extrakorporale Blutbehandlung und Chirurgie und es bietet Arztpraxen, Spitälern und im Homecare-Sektor Dienstleistungen an. Eine moderne Fertigungsstätte der B. Braun Medical AG befindet sich in der Schweiz mitten im Unesco-Biosphärenreservat Entlebuch in Escholzmatt. Über 200 hoch qualifizierte Mitarbeiter fertigen hier Spritzen, Dreiwegehähne und weitere Einmalartikel für die Infusionstherapie, einen Schwerpunkt von B. Braun. Der top ausgestattete Werkzeugbau, modernste Spritzgiessmaschinen, leistungsstarke Montage- und Verpackungslinien und eine dem neuesten Stand der Technik entsprechende EO-Sterilisationsanlage sind eine weitere Basis für die hochproduktive und effiziente Fertigung. Vorstandsmitglied von B. Braun Dr. Meinrad Lugan wird am ersten Kongresstag zu den Herausforderungen in der Medizintechnik-Industrie aus der Sicht eines internationalen Players referieren. Das Thema des Referates wird «Challenges of the medtech industry – Lessons learned» sein. <<

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