Stimmen der Industrie Fachmesse für Drehtechnik im Dreiländereck

Redakteur: Anne Richter

Die Turning Days Süd werden in 2017 zum ersten Mal in Friedrichshafen stattfinden. SMM sprach mit Projektleiter Martin Hämmerle über die Auswirkungen und Erwartungen des Umzugs an den Bodensee.

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Martin Hämmerle, Projektleiter der Fachmesse Turning Days Süd, Friedrichshafen.
Martin Hämmerle, Projektleiter der Fachmesse Turning Days Süd, Friedrichshafen.
(Bild: Messeladen GmbH)

SMM: Wie haben die Aussteller auf den Umzug reagiert? Welche Rückmeldungen haben Sie erhalten?

Martin Hämmerle: Jede Veränderung sorgt zuerst für Unruhe. So war es auch, als wir den Umzug nach Friedrichshafen angekündigt haben. Unsere Argumente, vor allem die Nähe zu neuen Märkten in der Bereichen Schweiz, Österreich oder Oberschwaben/Allgäu/Bodensee, sowie die Qualität des Messegeländes haben schliesslich überzeugt. Inzwischen steht die überwiegende Mehrheit der Anbieter dem Umzug sehr positiv gegenüber.

Hat der Umzug Einfluss auf Ausstellerzahlen und Standflächen?

M. Hämmerle: Sowohl bei der Zahl der Aussteller als auch bei der belegten Fläche ist ein Rückgang gegenüber den Turning Days 2015 von ca. 10 % zu verzeichnen. Damit fiel der Rückgang deutlich geringer aus als erwartet. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Einige Anbieter wollen sich die Messe am neuen Standort zuerst einmal «anschauen», um dann ihre Entscheidung für die Turning Days 2019 zu treffen, andere sind dabei, jedoch mit verkleinerter Ausstellungsfläche. Dafür sind neue, attraktive Aussteller dazugekommen. Insgesamt erwartet den Besucher das gewohnte, umfassende Abbild der Branche.

Was erwarten Sie sich mit dem Umzug in Bezug auf Aussteller und Besucher aus der Schweiz?

M. Hämmerle: Viele Schweizer Unternehmen sind über ihre deutschen Handels­partner auf den Turning Days vertreten. Zusammen mit den ca. 5 % Schweizer Firmen, welche direkt gebucht haben, stellen sie damit die stärkste Gruppe an Ausstellern von ausserhalb Deutschlands. Bei den Besucherzahlen erwarten wir ein deutliches Plus gegenüber den vergangenen Jahren. Dazu wird die geografische Lage im Dreiländereck Deutschland/Schweiz/Österreich beitragen, aber auch die Attraktivität der Messe. Mit der Sonderschau «Zukunftsfabrik Industrie 4.0» ist es uns gelungen, ein absolutes Highlight in die Messe zu integrieren. Die Möglichkeiten und Herausforderungen, welche sich hinter dem Begriff Industrie 4.0 verbergen und deren Umsetzung im mittelständischen Betrieb der Teilefertigung werden hier auf einer real aufgebauten Fertigungsstrasse erlebbar gemacht. Das sollte sich kein Werker oder Entscheider aus der Teileproduktion entgehen lassen!

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