Prodex 2014 Flexibel zu höherer Wettbewerbsfähigkeit

Redakteur: Benza Banjac

Obwohl man sich bei den Toleranzen im Bereich weniger Hundertstelmillimeter bewegt, entsprechende Zerspanleistung hat, begeistert das Spinner-5-Achs-Bearbeitungszentrum beim Unternehmen Giessmann in Remscheid vor allem durch den flexiblen Einsatz. Wie sich zeigt, führen der universelle Einsatz sowie die Komplettbearbeitung in einer Aufspannung zu enormer Zeit- und Kosteneinsparung, die gleichzeitig zu mehr Wettbewerbsfähigkeit führt.

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Durch die mögliche Komplettbearbeitung in einer Aufspannung zu enormer Zeit- und Kosteneinsparung, die gleichzeitig zu mehr Wettbewerbsfähigkeit führt.
Durch die mögliche Komplettbearbeitung in einer Aufspannung zu enormer Zeit- und Kosteneinsparung, die gleichzeitig zu mehr Wettbewerbsfähigkeit führt.
(Bild: Spinner)

In Remscheid investiert man kontinuierlich. Meist in Bohrwerke und Karusselldrehbänke. Die Werkstückgrössen von Durchmesser 25 cm bis 2,30 m, Werkstückgewichte bis 18 Tonnen machen deutlich, dass es den Verantwortlichen, Stefan und Andreas Giessmann, den Geschäftsführern und Inhabern dabei vorrangig um Flexibilität geht.

Vorteil Dreh-Schwenk-Tisch und langer Arbeitsraum

Das war bei der Investition in ein neues Bearbeitungszentrum nicht anders. Man war auf der Suche nach neuer Technologie, die Maschine sollte schnell sein, fünf Achsen haben, Innenkühlung mit Hochdruck und das Ganze, wenn möglich, in einem vertretbaren Preis-Leistungs-Verhältnis sein. Mit dem neuen 5-Achs-Bearbeitungszentrum U5-2520 von Spinner wurde man da schnell fündig. Der teilbare Arbeitsraum sowie das Drehmoment im mittleren Drehzahlbereich hatten es Andreas Giessmann angetan: «Der Dreh-Schwenk-Tisch auf der einen Seite, auf der anderen Seite der lange Arbeitsraum kam uns sehr entgegen, weil wir vor allem beim Rüsten schneller werden wollten. Das heisst, während wir nun auf einer Seite bearbeiten, können wir parallel dazu auf der anderen Seite rüsten. Bei Bedarf lässt sich der Arbeitsraum aber zudem komplett auf 2560 mm öffnen. Es ist so, als hätten wir zwei Maschinen.»

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Hauptzeitparalleles Rüsten und Komplettbearbeitung

Für das hauptzeitparallele Rüsten muss natürlich das Teilespektrum passen, in Remscheid rechnet es sich allerdings längst. Mehr noch. In Verbindung mit der möglichen Komplettbearbeitung in einer Aufspannung, so Stefan Giessmann, kann man preislich am Markt anders agieren, ist wettbewerbsfähiger geworden. Ein konkretes Bearbeitungsbeispiel sind hier Hydraulikleisten, die bislang in mehrfachen Aufspannungen bearbeitet werden mussten. Die lassen sich jetzt nicht nur komplett in einer Aufspannung bearbeiten, sondern selbst die Tieflochbohrungen von zwei Seiten mit je 50 x D werden innerhalb weniger Hundertstelmillimeter äusserst präzise eingebracht.

Unterschiedliche Maschinenkonzepte auf dem Prüfstand

Das 5-Achs-Bearbeitungszentrum U5-2520 war bei Giessmann bereits die vierte Spinner-Maschine. Ein Selbstläufer war es deshalb aber nicht, denn es wurden unterschiedliche Maschinenkonzepte auf den Prüfstand gestellt. Gescheitert sind die unter anderem wegen Einschränkungen der tatsächlichen Verfahrwege durch einen Schwenkkopf oder auch an Stabilitätsproblemen. Die U5-2520 dagegen konnte neben dem möglichen Pendelbetrieb beim Arbeitsraum auch mit dem Direktantrieb in der X-Achse bei einem Verfahrweg von 2560 mm, einem Werkzeugmagazin von 2 x 32 Plätzen oder auch durch die hohe Bahngenauigkeit punkten. Hinzu kommt, dass sich damit Positionierfehler im Schwenkzyklus auf Grund der geringeren Verlagerung der Drehachsen reduzieren lassen und sich ein optimiertes Schwingungsverhalten äusserst positiv auf Oberflächen auswirkt.

Für Andreas und Stefan Giessmann war aber auch wichtig, dass man damit über eine hohe Drehzahl, aber dennoch ein entsprechendes Drehmoment im mittleren Drehzahlbereich verfügt und man bislang mit Maschinen von Spinner ausschliesslich gute Erfahrungen hatte: «Die Investition in das U5-2520 wurde sicher von den technischen Daten und der möglichen Flexibilität beeinflusst. Für uns war aber auch entscheidend, dass wir bereits drei Maschinen von Spinner hatten, wir mit dem Service sehr zufrieden sind und die Maschinen nach zehn Jahren noch präzise und zuverlässig arbeiten.»

Keine Berührungsängste bei der ersten 5-Achs-Maschine

Diese Zufriedenheit in Verbindung mit Vertrauen war es wohl auch, dass man mit der ersten vollwertigen 5-Achs-Maschine keine Berührungsängste hatte. Dazu Stefan Giessmann: «Man muss bei einem solchen Bearbeitungszentrum sicher einige Dinge wie beispielsweise die Kollisionskontrolle beachten. Im Moment ist es auch so, dass nur ich an der Maschine arbeite. Ich möchte die Fehler in der Maschine, in der Steuerung erkennen, wissen, wie sie reagiert und was möglich ist. Bin ich mir darüber bewusst, werde ich das an unsere Mitarbeiter weitergeben.»

Das Bearbeitungszentrum U5-2520 ist bei Giessmann seit drei Monaten im Einsatz und wie es scheint, sind die Verantwortlichen mehr als zufrieden. Obwohl die Maschine erst 2013 auf den Markt kam, hatte man in Remscheid aber auch zu keinem Zeitpunkt Bedenken, dass man als einer der ersten Anwender mit Kinderkrankheiten zu kämpfen hat. Im Gegenteil, die Verantwortlichen sind sich in dem Punkt einig: «Bei Spinner muss man sich da keine Sorgen machen.» <<

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