Neuer Hub für KI und Digitalisierung ETH Zürich eröffnet Campus in Deutschland

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Rund zwei Jahre nach Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung mit der Dieter Schwarz Stiftung eröffnet die ETH Zürich in Heilbronn einen neuen Standort – in Anwesenheit von vielen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Joël Mesot und Reinhold R. Geilsdörfer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Dieter Schwarz Stiftung, drücken gemeinsam den Startknopf zur Eröffnung.(Bild:  imagis / ETH Zürich)
Joël Mesot und Reinhold R. Geilsdörfer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Dieter Schwarz Stiftung, drücken gemeinsam den Startknopf zur Eröffnung.
(Bild: imagis / ETH Zürich)

Mit dem ETH Zürich Campus Heilbronn schlägt die ETH Zürich langfristig eine strategische Brücke nach Deutschland und in den europäischen Forschungs- und Innovationsraum. In Zusammenarbeit mit der Dieter Schwarz Stiftung entsteht in Heilbronn ein neues Zentrum für Lehre und Forschung mit Schwerpunkt auf Künstlicher Intelligenz, Datenwissenschaften und verantwortungsvoller Digitalisierung. Ziel ist der Aufbau eines europäischen Kompetenzstandorts, der Forschung, Innovation und Wissenstransfer eng miteinander verbindet und die internationale Vernetzung der ETH Zürich im Bereich der Digitaltechnologien ergänzt und stärkt.

Kurz & knapp

  • Die ETH Zürich baut in Deutschland einen neuen Forschungs- und Lehrstandort mit Schwerpunkt KI und Cybersecurity auf.
  • Ziel ist es, die digitale Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft voranzubringen.
  • Die ETH Zürich engagiert sich langfristig in Heilbronn und stärkt damit ihre Vernetzung im europäischen Forschungsraum

Vier Männer, die sich freuen: Bundesrat Albert Rösti mit Joël Mesot, Michele De Lorenzi (Geschäftsführer ETH Zürich Campus Heilbronn GmbH, links) und Boris Zürcher, Delegierter für den ETH Zürich Campus Heilbronn.(Bild:  imagis / ETH Zürich)
Vier Männer, die sich freuen: Bundesrat Albert Rösti mit Joël Mesot, Michele De Lorenzi (Geschäftsführer ETH Zürich Campus Heilbronn GmbH, links) und Boris Zürcher, Delegierter für den ETH Zürich Campus Heilbronn.
(Bild: imagis / ETH Zürich)

Im Beisein von Bundesrat Albert Rösti, der Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation, Martina Hirayama, der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche, sowie der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Petra Olschowski, durften ETH-Präsident Joël Mesot und Reinhold R. Geilsdörfer, Vorsitzender Geschäftsführer der Dieter Schwarz Stiftung, nach rund zwei Jahren Vorbereitungszeit heute feierlich den ETH Zürich Campus Heilbronn eröffnen.

Rund 250 geladene Gäste verfolgten die Eröffnung vor Ort.(Bild:  imagis / ETH Zürich)
Rund 250 geladene Gäste verfolgten die Eröffnung vor Ort.
(Bild: imagis / ETH Zürich)

«Wir möchten hier einen Hub für die verantwortungsvolle digitale Transformation aufbauen – die ETH ist definitiv gekommen, um zu bleiben», sagt der ETH-Präsident und Reinhold R. Geilsdörfer ergänzt: «Mit der ETH Zürich gewinnt unser lokales Innovationsökosystem einen weiteren Partner von internationalem Format, mit dem wir Heilbronn als Forschungsstandort im Bereich der Künstlichen Intelligenz und Digitalisierung noch stärker global positionieren. Die heutige Eröffnung markiert daher einen sehr bedeutenden Meilenstein für den Bildungscampus und die Region.»

Technologiestandort von internationaler Bedeutung

Bundesrat Albert Rösti würdigt in seiner Ansprache die Arbeiten der ETH Zürich und der Dieter Schwarz Stiftung: «Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass es die Forschungsgebiete des neuen Campus sind, welche die nächsten Jahre prägen und auch revolutionieren werden.» Damit entstehe in Heilbronn ein Wissenschafts- und Technologiestandort von internationaler Bedeutung. Der neue ETH Campus stehe für Zuversicht und für den Glauben daran, dass Wissen und Innovation die besten Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit seien, so der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) weiter.

Staatssekretärin Martina Hirayama, die selbst in München geboren ist und den süddeutschen Raum bestens kennt, betont in ihrem Grusswort: «Der ETH Campus Heilbronn steht für ein wichtiges Merkmal der Bildungs-, Forschungs- und Innovationspolitik der Schweiz: Wir vertrauen auf Akteure wie die ETH Zürich, die im Rahmen der ihnen zugestandenen grossen Autonomie nach Höchstleistungen streben und solche nachweislich auch erreichen.»

«Hier wächst zusammen, was richtig gut zusammenpasst»

Die deutsche Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Staatssekretärin Martina Hirayama treffen ein.(Bild:  imagis / ETH Zürich)
Die deutsche Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Staatssekretärin Martina Hirayama treffen ein.
(Bild: imagis / ETH Zürich)

Nebst den Forschungsschwerpunkten wird der Technologietransfer in Heilbronn eine grosse Rolle spielen. Davon soll nicht nur der lokale Wirtschaftsraum profitieren, sondern ganz Deutschland und Europa, wie die deutsche Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche betonte: «Es gibt Böden, auf denen einzelne Samen aufgehen. Und es gibt Böden, auf denen plötzlich ein ganzer Garten wächst. Heilbronn entwickelt sich gerade zu einem solchen Ort. Mit der ETH Zürich, der TU München, der Dieter Schwarz Stiftung und den starken Unternehmen der Region entsteht ein Umfeld, in dem wissenschaftliche Exzellenz, Unternehmergeist und Talente einander stärker machen. Daraus wächst eine Dynamik, die weitere Ideen, neue Investitionen und kluge Köpfe anzieht – weit über Heilbronn hinaus.»

Die baden-württembergische Ministerin Petra Olschowski (Mitte) im Gespräch mit Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und Bundesrat Albert Rösti.(Bild:  imagis / ETH Zürich)
Die baden-württembergische Ministerin Petra Olschowski (Mitte) im Gespräch mit Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und Bundesrat Albert Rösti.
(Bild: imagis / ETH Zürich)

Heilbronn entwickelt sich zu einem international vernetzten Wissenschafts- und Innovationsstandort mit Partnern wie der TU München sowie Max-Planck- und Fraunhofer-Instituten. Darüber freut sich die baden-württembergische Ministerin Petra Olschowski ganz besonders: «Hier wächst zusammen, was richtig gut zusammenpasst. Erfolgreiche Wissenschaft überwindet Grenzen: national, institutionell und zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Und das ist umso wichtiger, da sie nur so Zukunft gestalten kann. Dass wir mit Zürich und Heilbronn heute zwei der wichtigsten und lebendigsten Innovationsökosysteme Europas an einem Standort zusammenbinden, markiert das nächste Kapitel einer lange währenden Erfolgsgeschichte der Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Baden-Württemberg – gerade was die Hochschulen und Forschungseinrichtungen angeht. Noch bessere Synergien erwarten wir auch durch die Zusammenarbeit mit unserem Landesforschungszentrum «connAIx» hier am Standort. Herzlich willkommen.»

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