Frauen gesucht in der MEM-Branche

Von Anne Richter

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Mehr Frauen in leitenden Positionen sind gewünscht. Dafür gibt es in der Schweiz eine Quote für grosse, börsenkotierte Unternehmen. Doch die MEM-Branche hat ein anderes Problem, und das fängt schon in der Schule und bei der Ausbildung an.

Anne Richter, Stv. Chefredaktorin SMM
Anne Richter, Stv. Chefredaktorin SMM
(Bild: Thomas Entzeroth )

Seit 2021 müssen in der Schweiz in grossen, börsenkotierten Unternehmen eine bestimmte Anzahl an Frauen in Geschäftsführung und Verwaltungsrat vertreten sein. Ein wohl wichtiger Schritt in Richtung Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern. Und sicherlich gibt es viele Szenarien, für die eine Frauenquote sinnvoll ist. Wer kennt sie nicht, Abteilungen, die aus 100 Prozent Frauen bestehen und der Chef ist keine Chefin, sondern ein Mann. Dass in solch einer Konstellation mehr weibliche Führungskräfte nicht nur wünschenswert, sondern auch absolut notwendig sind, wird kaum jemand in Abrede stellen. Doch wenn wir auf die MEM-Branche blicken, ergibt sich ein vollkommen anderes Bild. Abgesehen von der Buchhaltung, dem Marketing oder der Personal­abteilung, sind Frauen eine Seltenheit. Und das fängt schon bei der Ausbildung an. Polymechanikerinnen oder Automatikerinnen haben schon fast einen Exotenstatus. Auch an der ETH sind bei den klassischen Ingenieurwissenschaften Maschinenbau, Informatik, Elektrotechnik Studentinnen mit 12 bis 20 Prozent aller Studenten in der Minderzahl. Um das zu ändern, muss schon in der Schule und in der Ausbildung angefangen werden. Das Wissen über technische Berufe ist bei den meisten Schülern und auch bei Lehrern ziemlich gering bzw. sehr klischeebehaftet. Entsprechend wird die Berufswahl getroffen. Das muss geändert werden. Denn schlussendlich geht es nicht nur darum, mehr Mädchen für technische Berufe zu begeistern, sondern überhaupt viele junge Leute. Denn damit kann auch dem Fachkräftemangel der Branche begegnet werden.

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