Glatte und feste Ober- flächen in Sekundenschnelle
>> Glatte Oberflächen sind in der industriellen Fertigung mittlerweile eine der wichtigsten Qualitätseigenschaften eines Bauteils. Dabei hat sich Rollieren als spanloses Verfahren gegenüber Schleifen oder Honen mehr und mehr durchgesetzt, solche Ebenheiten herzustellen. Neben verschiedenen Rollierwerkzeugen bietet die Baublies AG aus Renningen bei Stuttgart zur Feinstbearbeitung von Aussendurchmessern zylindrischer Werkstücke die Rolliermaschine RM 2/35 an. Mit ihr lassen sich Rautiefen von unter Rz = 1 µm erreichen.
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ari. Rollieren ist ein Verfahren zum spanlosen Glätten und Verfestigen von metallischen Oberflächen durch eine oder mehrere Rollen mit einer senkrecht zur Lauffläche gerichteten Kraft. Dabei werden Hartmetall- oder Stahlrollen mit Druck über das Werkstück geführt und verdrängen die Oberflächenspitzen in die Randschicht. Auf diese Weise verformen sich die Randschichten des Bauteils plastisch und werden eingeebnet. Ziel ist eine hohe Oberflächengüte für optimale Lauf-, Dicht- und Fügeeigenschaften.
Erhöhte Verschleissfestigkeit und geringere Rissbildung
Rollierte Oberflächen zeichnen sich aus durch die geringe Rautiefe bis Rz <1µm und einen hohen Traganteil durch die günstige Plateaubildung. Da Materialspitzen fehlen, sind rollierte Flächen kaum abrasiv. Auch ergibt die sehr geringe Glättungstiefe Rz einen hohen Traganteil. Die deutliche Werkstoffverfestigung und Erhöhung der Oberflächenhärte bringt erhöhte Verschleissfestigkeit, weniger Neigung zu Rissbildung und geringe Korrosionsanfälligkeit.
Andreas Hadler, Vorstand der Baublies AG: «Das Rollierverfahren zeichnet sich durch hohe Wirtschaftlichkeit aus, da eine preiswerte Fertigung und sehr kurze Bearbeitungszeiten bei gleichbleibend hoher Qualität möglich sind. Durch die Fertigbearbeitung in einer Aufspannung sind keine Sondermaschinen notwendig, die Handhabung der Fertigung ist sehr einfach, und es werden Transport-, Lager- sowie Rüstkosten eingespart. Im Vergleich zu spanenden Verfahren erfolgt eine deutliche Verbesserung der Werkstoffkennwerte, wie Rauigkeit, Festigkeit, Härte und Verschleissfestigkeit.»
Rolliermaschine für den flexiblen Einsatz
Die Baublies-Rolliermaschine RM 2/35 ermöglicht die Feinstbearbeitung von Aussendurchmessern zylindrischer Werkstücke von unbegrenzter Länge in Durchmessern von 2 bis 35 mm. Andreas Hadler: «Mit ihrer Hilfe kommen gleichzeitig alle Vorteile zum Tragen, die die Rolliertechnik so wertvoll machen.»
Die Maschine verfügt über einen Eigenvorschub sowie drei Drehzahlstufen. Das ermöglicht stets die optimale Anpassung an die zu bearbeitenden Werkstücke. Wird etwa eine Welle in die RM 2/35 eingebracht, durchläuft sie in Sekundenschnelle die Rollierwalzen in ihrem Inneren. Aufgrund ihres ergonomischen Aufbaus und ihrer kompakten Abmessungen ist die RM 2/35 für den flexiblen Einsatz innerhalb der Fertigung konzipiert – beispielsweise im Verbund mit CNC-Maschinen.
Die Rolliermaschine ist einfach und komfortabel zu bedienen: Der Solldurchmesser ist schnell eingestellt und die Neigung in 30°-Schritten blitzschnell justiert. Andreas Hadler: «Unsere RM 2/35 kombiniert Bearbeitungsgeschwindigkeit mit optimaler Bearbeitungsqualität von hochwertigen Bauteilen. Besonders in der Grossserienproduktion spielt sie ihre Vorteile aus.» <<
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