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Optimaler Schutz für Mensch und Maschine Graphitelektroden staubfrei schleifen

Redakteur: Anne Richter

Beim Trockenschleifen von Graphitelektroden entsteht Schleifstaub. Für zwei Schleifmaschinen zum Planen von Graphitelektroden passte Büchel, Experte für lufttechnische Lösungen, ein Absaugsystem perfekt an die Maschinen an, so dass alle Partikel zielsicher entfernt werden.

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Um Graphitelektroden staubfrei zu schleifen, passte Büchel eine Absaugung perfekt an zwei Schwenkarmschleifmaschinen an.
Um Graphitelektroden staubfrei zu schleifen, passte Büchel eine Absaugung perfekt an zwei Schwenkarmschleifmaschinen an.
(Bild: Büchel)

Um schwer zerspanbare Werkstoffe zu bearbeiten, werden nicht zuletzt auch Erodierverfahren, wie das Senkerodieren, eingesetzt. In einem konkreten Beispiel bringt etwa ein Hersteller von medizintechnischen Produkten wegen der hohen Festigkeit der verarbeiteten Materialien Bohrungen mittels Graphitelektroden in verschiedene Werkstücke ein. Damit die gerade in der Medizintechnik so wichtige Präzision und Wiederholgenauigkeit gewährleistet ist, müssen die eingesetzten Graphitelektroden immer plan sein. Deswegen werden die entstandenen Abrundungen nach zwei bis drei Einsätzen auf einer Schwenkarmmaschine abgeschliffen. Als das Unternehmen nun seine Kapazitäten ausbaute und eine zweite Schwenkarmschleifmaschine anschaffte, sollte auch die Staubabsaugung der beiden Maschinen verbunden und optimiert werden.

Abgestimmt statt Standard

«Bis dahin sorgte beim Schleifen der Elektroden eine Schweisstischabsaugung für staubfreies Arbeiten. Da diese zwar zuverlässig mit Rauch arbeitet, es jedoch für die relativ grossen Graphit-Partikel in der staubbelasteten Luft bessere lufttechnische Lösungen gibt, kam eine einfache Erweiterung der vorhandenen Absaugung nicht in Frage. Daneben sollten zwei unterschiedlich grosse Maschinentische – der Tisch der älteren Schleifmaschine ist etwas grösser – in eine gemeinsame Absaugung integriert werden. Ein weiterer Faktor war die verhältnismässig grosse Fläche, die abgesaugt werden muss. Mit einer normalen Staubabsaugung ist das nicht gut machbar. So war schnell klar, dass eine Standardlösung an dieser Stelle wenig geeignet gewesen wäre», so Klaus Schmidt, Geschäftsführer der Büchel GmbH.

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Deswegen konstruierte Büchel eine gemeinsame Staubabsaugung für beide Maschinen, die millimetergenau an die Abmasse der Tische angepasst ist, so dass der gesamte Staub erfasst werden kann. Basis der Konstruktion ist die eigens entworfene Absaughaube: Mittels Unterdruck werden beim Schleifen über einen langen Absaugschlitz in dem speziellen Unterbau bereits 95 Prozent der Partikel erfasst. Um auch den restlichen Staub zuverlässig zu entsorgen, hat Büchel zusätzlich mehrere Schlitze im Tisch eingebaut. Dadurch wird die verunreinigte Luft zusätzlich abgesaugt. Über ein eigens von Büchel gebautes, angepasstes Rohrsystem gelangt dann die staubbelastete Luft in einen Patronenfilter.

Klaus Schmidt: «Diese Patronenfilter bestehen aus mehreren sternförmig gefalteten Filtervliesen. Dies ermöglicht die Konzentration grosser Filterflächen auf kleinen Raum. So reinigt der Filter nicht nur zuverlässig den Staub aus der Luft, dank der kompakten Bauweise der Einheiten nimmt er auch wenig Platz in Anspruch.» Beim Durchströmen des Filtergewebes bleiben die Staubpartikel an der Anströmseite haften. Um den verschmutzten Filter nun wieder zu reinigen, werden Druckluftstösse in den Filter gegeben. Dadurch fallen die Staubpartikel heraus und sammeln sich in einem passenden Behälter, der einfach und schnell geleert werden kann.

Hoher Schutz und geringere Kosten

Gerade in der Medizintechnik kommt es auf Sauberkeit in der Fertigung an. Mit der angepassten Absaugung von Büchel werden nahezu 100 Prozent der Partikel an dieser Stelle abgeschieden. So sind nicht nur die gesetzlichen Grenzwerte und berufsgenossenschaftlichen Regeln für Sicherheit und Gesundheit eingehalten und damit Mensch und Maschine optimal geschützt, auch spart die Lösung in mehrfacher Hinsicht Kosten ein: Es fallen geringere Reinigungskosten an. Das erhöht die Lebenszeit der Maschinen. Die Arbeit wird wesentlich erleichtert und damit die Produktivität gesteigert. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Es fallen auch weniger Wartungskosten an. -ari- SMM

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