Fachmesse für Schleiftechnik Grinding Hub interessant für Schweizer Hersteller

Von Anne Richter

Die erste Grinding Hub, neue Fachmesse für Schleiftechnik, startet mit wirtschaftlichem Rückenwind. Die Schweiz ist mit einer beachtlichen Anzahl an Ausstellern vertreten. Auch wird die Messe von Swissmem in ideeller Trägerschaft unterstützt.

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Am 17. Mai 2022 startet mit der Grinding Hub die neue Fachmesse für Schleiftechnik. Sie präsentiert Neuheiten und Lösungen entlang der Wertschöpfungskette für Schleiftechnik. Im Bild: Auf Kosteneffizienz getrimmt ist der Werkzeugwechsler von Blohm Jung.
Am 17. Mai 2022 startet mit der Grinding Hub die neue Fachmesse für Schleiftechnik. Sie präsentiert Neuheiten und Lösungen entlang der Wertschöpfungskette für Schleiftechnik. Im Bild: Auf Kosteneffizienz getrimmt ist der Werkzeugwechsler von Blohm Jung.
(Bild: Blohm Jung)

Vom 17. bis 20. Mai feiert die Grinding Hub, die neue Fachmesse für Schleiftechnik, in Stuttgart ihre Premiere. Über 320 namhafte Aussteller aus 23 Ländern haben der Erstveranstaltung aus dem Stand heraus ihr Vertrauen ausgesprochen. Sie untermauern damit den Anspruch der Grinding Hub, sich als internationales Drehkreuz der Branche zu etablieren. Aus der Schweiz sind insgesamt 52 Firmen vertreten; unter anderen sind mit dabei United Grinding aus Bern, Rollomatic aus Le Landeron, Kellenberger aus St. Gallen und Agathon aus Bellach.

Insgesamt kommt der Löwenanteil der Aussteller, rund 180 Firmen, aus Deutschland, gefolgt von der Schweiz und Italien mit 34 Herstellern. 31 Aussteller kommen aus Übersee. Belegt sind circa 16 900 m² Nettoausstellungsfläche, die sich auf die Hallen 7, 9 und 10 des Stuttgarter Messegeländes verteilen. Organisiert wird die Grinding Hub vom VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), Frankfurt am Main, in Kooperation mit der Landesmesse Stuttgart und in ideeller Trägerschaft mit Swissmem (Schweizer Verband der Maschinen-, Metall- und Elektroindustrie) mit Sitz in Zürich.

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Zeitgemässes Konzept mit aktuellen Inhalten

Unter dem Motto «Brings solutions to the surface» zeigt die Grinding Hub Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Von insgesamt 33 Branchensektoren sind Rund- und Unrundschleifmaschinen, Schleif-, Polier- und Honmittel, Werkzeugschleifmaschinen für Schneid- und Zerspanwerkzeuge, Entsorgung und Aufbereitung von Kühlschmierstoff sowie Flachschleifmaschinen am stärksten vertreten.

«Ergänzt wird das Portfolio der einzelnen Aussteller durch attraktive Sonderschauen», berichtet Martin Göbel, Leiter Messen im VDW, anlässlich der Pressekonferenz zur Grinding Hub für die Schweiz. Dafür stehen die beiden Sonderausstellungsbereiche Grinding Solution Park Industrie und Grinding Solution Park Wissenschaft: «Wir schaffen den Spagat zwischen Wirtschaft und Forschung und tragen zu einer noch engeren Verzahnung beider Bereiche bei», so Göbel weiter. Für die Forschung sind verschiedene Mitglieder der WGP (Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik) als Kooperationspartner eingebunden.

Auch für Start-ups ist die Grinding Hub eine geeignete Plattform. Mit der Start-up-Area bietet sie eine erstklassige Betreuung zu einem angemessenen Preis und erleichtert so auch innovativen Firmen mit geringerem Budget ihren Einstieg in den Markt. Ein weiterer Fokus liegt auf der Digitalisierung der Produktion. Dazu zählt die Interoperabilitätsinitiative Umati von VDW und VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau), die auf einem Gemeinschaftsstand mit einer Live-Demonstration weltweite Datenkonnektivität zeigen. Verschiedene Fachforen und Fachseminare runden das Angebot ab.

Ergänzung durch digitale Angebote

«In unseren Augen führt – das hat spätestens die Pandemie gezeigt – kein Weg an digitalen Angeboten vorbei. Wir planen die Grinding Hub proaktiv mit einem hybriden Konzept», bestätigt Göbel. Sogenannte Web-Sessions bieten den Ausstellern ab dem 29. März im Vorfeld der Grinding Hub eine Bühne, auf der sie einen Vorgeschmack auf ihre Messe-Highlights geben, die rund sechs Wochen später live und vor Ort in Stuttgart zu sehen sind. Während der Messe ermöglicht ein digitales Forum professionelle Aufnahmen von 20-minütigen Präsentationen, die gestreamt werden. Zum ersten Mal wird eine Video-Produktion für Aussteller angeboten. In Clips von 60 bis 90 Sekunden Länge haben die Unternehmen Gelegenheit, sich optisch in Szene zu setzen.

Positiver Wirtschaftstrend bietet beste Voraussetzungen

Die Erstausgabe der Grinding Hub geht im Mai unter besten konjunkturellen Voraussetzungen an den Start. «Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind so gut wie lange nicht mehr», konstatiert Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW. Nach dem Pandemie-bedingten Einbruch 2020 verzeichnete die internationale Werkzeugmaschinenindustrie im vergangenen Jahr ein Wachstum von etwa 18 Prozent. Das entspricht nach Schätzungen des VDW einer Weltproduktion von 69 Mrd. Euro. Die Schleiftechnik gehört dabei zu den Top-Fertigungsverfahren. Mit einem Anteil von sieben Prozent an der weltweiten Werkzeugmaschinenproduktion setzte die Branche 2020 Waren im Wert von 4,3 Mrd. Euro um. Die Rangliste der grössten Märkte weltweit führen China, die USA und Deutschland mit einem Anteil von 33, 15 und 9 Prozent an. Die Schweiz liegt hier mit rund drei Prozent auf Platz 6.

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Grösster Lieferant für die Schweizer Industrie ist Deutschland mit einem Anteil von über 40 Prozent. Die deutschen Lieferungen haben sich seit den Rekordjahren 2018/2019 mehr als halbiert und liegen für das vergangene Jahr bei etwa 18 Mio. Euro. Die Lieferungen Schweizer Unternehmen nach Deutschland lagen im vergangenen Jahr bei 91 Mio. Euro und sind damit nur geringfügig höher als 2020. Dennoch zeigt sich Schäfer optimistisch: «Die Grinding Hub wird nach dem Einbruch 2020 dazu beitragen, wieder Schwung in das internationale Geschäft zu bringen und den Austausch zwischen alten und neuen Partnern zu stärken.»

Ein starker Standort mitten im Markt

Der Standort Stuttgart macht die guten Rahmenbedingungen komplett. Er kann vor allem mit der zentralen Lage des Messegeländes mitten im deutschen Markt und jahrelanger Erfahrung der Messegesellschaft mit Investitionsgüterveranstaltungen punkten. Zudem besteht bereits eine gute Zusammenarbeit zwischen VDW und Messe Stuttgart in etlichen anderen Projekten. Gunnar Mey, Direktor Messen & Events, Messe Stuttgart, betont: «Wir Stuttgarter sind Gastgeber aus Leidenschaft, so auch in dieser Konstellation als Kooperationspartner des VDW bei der Grinding Hub. Unser Ziel: Wir möchten unseren Teil zum Erfolg aller Beteiligten beitragen. Sei es mit Europas modernstem Messegelände, unseren Serviceleistungen und -partnern oder unserem Messe- und Branchen-Know-how». -ari- SMM

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