>> «Die Messzeit und die Investitionen reduzieren»

Redakteur: Anne Richter

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«Gerade in schwierigen Zeiten stehen viele Kunden unter grossem Kosten- und Qualitätsdruck. Ein Trend ist es daher direkt in der Produktion zu messen und dies mit möglichst flexiblen und benutzerfreundlichen Messmitteln», Thomas Müller, Leiter Vertrieb Jenoptik Hommel Movomatik Suisse SA.
«Gerade in schwierigen Zeiten stehen viele Kunden unter grossem Kosten- und Qualitätsdruck. Ein Trend ist es daher direkt in der Produktion zu messen und dies mit möglichst flexiblen und benutzerfreundlichen Messmitteln», Thomas Müller, Leiter Vertrieb Jenoptik Hommel Movomatik Suisse SA.
(Bild: Jenoptik)

SMM: Bisher wurden Jenoptik-Messgeräte auf dem Gebiet industrielle Messtechnik in der Schweiz über Handelspartner vertreten. Warum haben Sie jetzt eine eigene Vertretung?

Thomas Müller: Seit die Hommel-Werke im Jahr 2006 die Gruppe Etamic-Movomatic übernommen haben, gehört das Movomatic-Werk in Peseux zur Sparte industrielle Messtechnik von Jenoptik. Nachdem nun unterschiedliche Produktlinien durch unterschiedliche Kanäle in der Schweiz betreut wurden, lag die Entscheidung nahe, allen Kunden Applikations-, Vertriebs- und Servicesupport direkt vom Hersteller zu bieten. Nachdem die partnerschaftliche Trennung von unserem zuverlässigen Partner eingeleitet war, konnten wir parallel die Voraussetzungen schaffen, um unsere Kunden professionell zu betreuen.

Was bedeutet der Schweizer Markt auf dem Gebiet industrielle Messtechnik für Jenoptik?

T. Müller: Der Schweizer Markt ist sehr interessant für uns, auch gerade deshalb haben wir uns dazu entschieden, diesen direkt zu betreuen. Unser Ursprung in der Schweiz liegt in der Partnerschaft mit dem Maschinenbau, speziell mit Schleifmaschinenherstellern, bei denen wir für das Rundschleifen In-Prozess-Steuerungen liefern, die während des Schleifprozesses die Durchmesser überprüfen und so den Prozess steuern. Es gibt viele interessante Bereiche für uns in der Schweiz, beispielsweise die Uhrenindustrie und die Medizintechnik, die jeweils hohe Präzision fordern.

Was werden Sie auf der Prodex in den Vordergrund stellen?

T. Müller: Es ist wichtig für uns, dass wir uns gegenüber unseren Kunden als neuer, zuverlässiger Partner präsentieren können. Ein Wechsel in Vertrieb und Service ist nie einfach und kann zu Irritationen führen. Umso wichtiger ist es, Vertrauen zu schaffen und zeigen zu können, dass wir ein starkes Team aufgebaut haben und über den entsprechenden Support aus dem Mutterwerk verfügen.

Welche Neuheiten oder Spezialitäten zeigen Sie?

T. Müller: Wir freuen uns, fast das gesamte Produktprogramm zeigen zu können. Dies beginnt mit portablen Rauheitsmessgeräten und geht bei der Oberflächenmesstechnik weiter zu hochpräzisen Laborgeräten, die Rauheit und Kontur mit einer Auflösung von 0,6 nm messen. Weiter zeigen wir eine Auswahl unserer Formtester. Das Highlight hierbei ist unser Roundscan, ein kombinierter Form- und Rauheitsmessplatz, mittels dessen wir bspw. die Messzeit bei einem grossen Automobilhersteller um 60 Prozent reduzieren konnten. Für die dimensionelle Messung stellen wir ein optisches Wellenmessgerät aus, welches die Messungen rotationssymmetrischer Teile direkt in der Produktion schon bei vielen Kunden erheblich erleichtert und verbessert hat. Ausserdem zeigen wir auch unsere Spezialität, die In-Prozess-Messung mittels digitaler Messköpfe und deren zugehöriger Auswerteeinheiten. In-Prozess-Komponenten werden bereits seit knapp 60 Jahren in der Schweiz hergestellt und sind als Standard oder für kundenspezifische Lösungen international eingesetzt.

In welche Richtung gehen die Entwicklungen auf dem Gebiet der Messtechnik?

T. Müller: Gerade in schwierigen Zeiten stehen viele Kunden unter grossem Kosten- und Qualitätsdruck. Ein Trend ist es daher, direkt in der Produktion zu messen, und dies mit möglichst flexiblen und benutzerfreundlichen Messmitteln wie beispielsweise unseren optischen Wellenmessgeräten Opticline. Automatisierung der Messung ist ein ebenso wichtiges Thema, um den Werker weitgehend von der Messung zu entbinden. Ebenso ist ein Trend, verschiedene Messungen mit einem Gerät zu kombinieren, um dadurch die Messzeit und die Investitionen reduzieren zu können. Für all diese Anforderungen haben wir Lösungen in unserem Produktprogramm. <<

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