>> DMG Mori Seiki bringt 160 Arbeitsplätze

Redakteur: Thomas Koch

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«Umso entscheidender ist ein hochproduktiver Maschinenpark, um kosteneffizient produzieren zu können. » Patrick Tresch, Geschäftsführer, DMG Mori Seiki Schweiz AG
«Umso entscheidender ist ein hochproduktiver Maschinenpark, um kosteneffizient produzieren zu können. » Patrick Tresch, Geschäftsführer, DMG Mori Seiki Schweiz AG
(Bild: DMG)

SMM: Die Integration von DMG und Mori Seiki ist seit Mai 2012 in der Schweiz Realität. Welches Entwicklungspotential sehen Sie am Schweizer Markt?

Patrick Tresch: DMG Mori Seiki ist heute die grösste Vertriebs- und Serviceorganisation für Werkzeugmaschinen weltweit. Wir können ein noch grösseres Maschinenspektrum seitens DMG Mori Seiki anbieten. Das wirkt sich entsprechend positiv auf unsere Schweizer Kunden aus, die ab sofort aus unserem enorm breiten und qualitativ hochwertigen Sortiment genau die Bearbeitungslösungen wählen können, die auf sie zugeschnitten sind. Wir bieten Fertigungslösungen aus einer Hand, was sich letztlich auch im After-Sales-Bereich positiv auswirkt. Die Mill-Tap ist beispielsweise die erste Gemeinschaftsentwicklung, die weltweit von DMG Mori Seiki vertrieben wird. Die Maschine ist hervorragend für die Medizinaltechnik und Uhrenindustrie geeignet.

Wie entwickelt sich die Zusammenarbeit mit der Josef Binkert AG?

P. Tresch: Mit der Firma Josef Binkert AG haben wir einen sehr kompetenten Partner, der zusammen mit uns Mori-Seiki-Produkte in der Schweiz vertreibt. Wir stehen wie gewohnt jederzeit für unsere Kunden zur Verfügung. An der Prodex stellen beide Firmen Mori-Seiki-Maschinen aus.

Dixi Machines in Le Locle soll zukünftig als Technologiezentrum fungieren. Welchen Nutzen bringt das konkret Ihren zukünftigen Anwendern?

P. Tresch: Bei Dixi Machines in Le Locle – einer Unternehmung von Mori Seiki – wird die DMG Mori Seiki Schweiz AG im Februar 2013 ein Technologiezentrum für unsere Kunden / Interessenten der Westschweiz einrichten und steht ab diesem Zeitpunkt für die Realisierung von Kundenspezifikationen, Schulungen für unsere Maschinen und Steuerungen zur Verfügung.

Die Verkettung von Maschinen nimmt eine immer wichtigere Rolle ein. Inwieweit können heute bereits Mori-Seiki- und DMG-Maschinen miteinander verkettet werden und was können Anwender in Zukunft erwarten?

P. Tresch: Wir können heute bereits verschiedene Maschinentypen mit einem Automationssystem verketten. Solche Lösungen haben wir erst kürzlich auf der AMB in Stuttgart vorgestellt. Mit DMG Automation verfügen wir über ein Lösungsportfolio, um das gesamte DMG-Mori-Seiki-Maschinenspektrum miteinander zu verketten. Sowohl die mechanischen als auch steuerungstechnischen Schnittstellen sind komplett abgedeckt.

Wie sehen Sie der zukünftigen Entwicklung des Standortes Dübendorf entgegen, was erwarten Sie konkret in den nächsten Jahren?

P. Tresch: Bei der DMG Mori Seiki Schweiz werden wir die Mitarbeiterzahl im Servicebereich um 5 Techniker erhöhen und werden somit ca. 56 Mitarbeiter beschäftigen. Zusätzlich sind in Dübendorf auch die Europazentrale DMG Mori Seiki Europe AG sowie die Firma Mori Seiki Europe AG angesiedelt. Somit werden wir mit dem Aufbau in 2013 ca. 160 Arbeitsplätze realisieren. Die zukünftigen Mitarbeiter der Unternehmensbereiche werden wir direkt aus der Schweiz heraus rekrutieren. Das ist mit Sicherheit eine Investition in die Zukunft.

Wie schätzen Sie die Stimmungslage Ihrer Kunden ein, wenn es um Investitionen in Werkzeugmaschinen geht?

P. Tresch: Unsere Kunden sind derzeit sehr gut ausgelastet und sie investieren nach wie vor in Produktionsmittel, insbesondere im Bereich der Ersatzinvestitionen. Das ist aus meiner Perspektive entscheidend, gerade in Anbetracht des starken Schweizer Frankens. Denn unsere Kunden stehen vor der Herausforderung, marktgerechte Preise anzubieten, trotz der schwierigen Währungssituation. Das sind enorme Herausforderungen. Umso entscheidender ist ein hochproduktiver Maschinenpark, um kosteneffizient produzieren zu können. Aber das wissen unsere Kunden und entsprechend gut ist die Nachfrage nach hochproduktiven Lösungen inklusive integrierten Automationssystemen.

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