Konjunktur >> Kantone profitieren von Industrie

Redakteur: Susanne Reinshagen

Im Jahr 2011 verzeichnete das Bruttoinlandprodukt (BIP) in verschiedenen Kantonen einen stärksten Anstieg. Am stärksten war das Wachstum des BIP in Neuenburg, Schaffhausen, Jura, Thurgau und Uri. Dies geht aus den Schätzungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor. Dieses Wachstum ist in erster Linie auf die ausgezeichneten Ergebnisse einiger Wirtschaftszweige des Industriesektors zurückzuführen. In den Kantonen Wallis und Zug ging das BIP hingegen zurück.

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Verschiedene Kantone profitieren vom Industriesektor.
Verschiedene Kantone profitieren vom Industriesektor.
(Bild: ALEXANDRA WEY)

Im Jahr 2011 verzeichnete die Schweizer Wirtschaft ein Wachstum um 1,8 Prozent, was verglichen mit 2010 (+3,0%) einer leichten Abschwächung entspricht. Einige Exportbranchen, insbesondere in der Industrie, konnten von der nach wie vor günstigen internationalen Wirtschaftslage profitieren und registrierten markante Wertschöpfungssteigerungen.

Kanton Neuenburg an der Spitze

Das aussergewöhnliche Wachstum des BIP des Kantons Neuenburg (+8,2%) ist auf die guten Ergebnisse der Uhrenbranche, der Branche für Datenverarbeitungsgeräten sowie auf die robuste Verfassung der Finanzinstitute zurückzuführen. Aufgrund des starken Wachstums in einigen industriellen Branchen nahm das BIP auch in den Kantonen Schaffhausen (+4,0%), Jura und Thurgau (je +3,7%) zu. Im Kanton Uri (+3,7%) liegt der Anstieg des BIP in den guten Ergebnissen im tertiären Sektor begründet.

BIP im Wallis und Zug rückläufig

In den Kantonen Wallis und Zug entwickelte sich das BIP entgegen der nationalen Tendenz und ging um 0,7 Prozent bzw. 0,3 Prozent zurück. Der Rückgang im Kanton Wallis lässt sich durch ein rückläufiges Wachstum in der Energieproduktion – die im Wallis einen bedeutenden Teil des kantonalen BIP ausmacht – sowie bei den industriellen Branchen erklären. Des Weiteren war das Rückversicherungsgeschäft mit grossen Naturkatastrophen auf der ganzen Welt konfrontiert, was die Ergebnisse dieses Sektors belastete. Im Kanton Zug drückten nicht nur die Ergebnisse der Finanzinstitute auf das kantonale BIP, sondern auch die Bereiche Handel, Verkehr sowie nicht finanzielle Dienstleistungen.

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