Gerster: Zukunft gestalten Härterei Gerster AG setzt auf interne Weiterbildung

Redakteur: Konrad Mücke

Das bei der Härterei Gerster AG seit zwei Jahren bestehende interne Aus- und Weiterbildungsprogramm, in dem Mitarbeitende ihr Wärmebehandlungswissen vermitteln, wird von Mitarbeitenden und Vorgesetzten geschätzt.

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Die Härterei Gerster AG setzt auf interne Weiterbildung, was von den Mitarbeitenden und Vorgesetzten sehr geschätzt wird.
Die Härterei Gerster AG setzt auf interne Weiterbildung, was von den Mitarbeitenden und Vorgesetzten sehr geschätzt wird.
(Bild: Härterei Gerster)

Der Motorradmechaniker Samuel Bussmann, seit knapp zwei Jahren bei der Härterei Gerster AG, hat mit einem Einführungsprogramm in allen Abteilungen als Quereinsteiger mit internen Weiterbildungsmodulen sein Wissen in der Wärmebehandlung aufgebaut. Er kann als Sachbearbeiter Auftragserfassung Kunden kompetent über die optimalen Wärmebehandlungsverfahren beraten.

Auch Thanushan Theivendran, Produktionsmechaniker Fachrichtung Wärmebehandlung, der seit drei Jahren verschiedene Ofenanlagen in der Produktion betreut, ist von der internen Weiterbildung begeistert: «Ich besuche möglichst alle Weiterbildungen. Das bringt mich fachlich weiter und zeigt mir, in welche Richtung ich mich beruflich weiterentwickeln kann.»

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Internes Wissen verfügbar machen

Die Spezialistinnen und Spezialisten der Härterei Gerster AG bringen langjährige Erfahrung und ein grosses Fachwissen in der Wärmebehandlung mit, das sie in ihrer Arbeit und im Ausbildungsprogramm des Schweizer Verbands für Wärmebehandlung (SVW) einbringen. Daraus entstand die Idee, dieses Wissen auch Mitarbeitenden zur Verfügung zu stellen: 2018 klärte man die Bedürfnisse von Vorgesetzten und Mitarbeitenden und erstellte daraus ein praxisbezogenes Weiterbildungsprogramm. Kurse von jeweils 45 Minuten behandeln Wärmebehandlungsverfahren, Kunden-Bauteile sowie Normen und Vorschriften für einzelne Branchen. Otmar Bauer, seit 2001 bei Härterei Gerster, stellt beispielsweise die Behandlung von Bauteilen der Medizintechnik vor und kann auf Fragen der Teilnehmenden eingehen.Er arbeitet heute als Qualitätsbeauftragter und Verfahrensspezialist. Er sieht den Vorteil der Weiterbildung vor allem in der betrieblichen Flexibilität: «Dank unserem Weiterbildungsprogramm sind für unsere über 100 verschiedenen Anlagen immer genügend Mitarbeitende verfügbar, die die Anlagen kompetent betreuen können.»

Verfahrensspezialist Falco Hanspach erklärt in seinen Kursen den Mitarbeitenden verschiedene Verfahren, zeigt die Unterschiede auf oder erläutert, wie das Material das Ergebnis der Wärmebehandlung beeinflusst. Er sieht darin Vorteile für beide Seiten: «Die Kursteilnehmenden vertiefen ihre Kenntnisse. Als Referent frische ich durch die Vorbereitung mein Wissen auf.»

Weiterbildungskurse gefragt

Abgestimmt mit Vorgesetzten können sich Mitarbeitende für betriebsinterne Weiterbildungskurse während der Arbeitszeit einschreiben. Mitarbeitende und Vorgesetzte schätzen das Programm: Jeder Kurs hat zwischen 10 und 15 Teilnehmer. Die Werkstoffwissenschaftlerin Susanne Günnel ist als Leiterin Qualitätssicherung und Berufsbildnerin Physiklaborant/-in vom internen Weiterbildungsprogramm überzeugt: «Die Weiterbildung schafft eine Plattform für den gezielten Austausch zwischen den verschiedenen Abteilungen und fördert so das interdisziplinäre Denken. Davon profitiert am Ende auch der Kunde.» Für die Härterei Gerster AG hat sich das interne Weiterbildungsprogramm bewährt und ist ein wichtiges Instrument, die Kompetenzen der Mitarbeitenden zu fördern und weiterzuentwickeln. SMM

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