Handelskammer D-CH: Handelsvolumen gestiegen
>> Das Jahr 2011 war für den Aussenhandel Deutschland-Schweiz eine Berg- und Talfahrt, ausgelöst durch die Lager der globalen Konjunktur und verstärkt durch den harten Schweizer Franken. Trotzdem hat sich das Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern 2011 erhöht.
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Der gegenseitig Handel zwischen der Schweiz und Deutschland hat sich im Berichtsjahr 2011 um 3,7 % auf 98,6 Mrd. CHF erhöht. Das Handelsvolumen Deutschland-Schweiz 2011 erreichte damit aber immer noch nicht den Höchststand aus dem Jahr 2008 mit 106,6 Mrd. CHF.
Der Wert des schweizerischen Exports nach Deutschland nahm 2011 um 5,7 % zu und endete beim Stand von 39,9. Mrd. CHF. Im Vergleich dazu sank der Schweizer Export in die europäischen Industrieländer insgesamt um 0,47%. Der deutsche Anteil am Gesamtexport der Schweiz liegt bei 20,2% (2010: 19,5%).
Die Einfuhren aus Deutschland wuchsen 2011 um 2,4 % auf 58,6 Mrd. CHF. Damit verbesserte sich der Importanteil von Deutschland auf 33,7 % (2010: 32,9 %), was die Position als wichtigster Beschaffungsmarkt für die Schweizer Wirtschaft unterstreicht.
Deutschland wichtigster Exportmarkt
Im internationalen Vergleich ist Deutschland für die Schweiz mit Abstand der wichtigste Import- und Exportmarkt. Aus Deutschland (33,7%) wurden mehr Waren bezogen als aus den rang-nachfolgenden Ländern Italien (10,9%), Frankreich (8,9%), den Niederlanden (4,6%) und den USA (4,5%) zusammen. Auf Seiten der schweizerischen Exporte liegt Deutschland mit 20,2% auf Rang 1 der Abnehmerländer. Zudem konnte Deutschland als nahezu einziges Land der EU sogar ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr verbuchen. Auf den nachfolgenden Rängen finden sich die USA (10,1%), Italien (8%), Frankreich (7,3%) sowie China (4,3%).
Das trotz konjunkturbedingter Einbrüche gute Aussenhandelsergebnis beider Länder untereinander beruht auf einem ausgezeichneten und engen Beziehungsnetz zwischen Herstellern, Händlern und Käufern. Marktnähe, eine leichte Verständigung, vergleichbare Geschäftsgewohnheiten, ähnliche Rechtsauffassungen werden dies- und jenseits des Rheins ebenso geschätzt wie Kontraktsicherheit, Zuverlässigkeit, Qualität oder Liefertreue.
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