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Werkzeuge HBS Hartmetall AG: Seit über 60 Jahren Spezialwerkzeuge

| Redakteur: Matthias Vogel

>> 1949 gründete Hans Beer mit 5 Mitarbeitern die heutige Firma HBS. Seine Vision: Herstellung und Markteinführung von Hartmetallwerkzeugen. Damals waren Hartmetallwerkzeuge noch weitgehend unbekannt. In über 60 Jahren entwickelte sich die Firma schrittweise zum führenden Spezialisten für Hartmetallwerkzeuge.

Hanspeter Beer, Geschäftsführer der HBS Hartmetall AG, reagiert permanent auf die immer noch höheren Ansprüche an Hartmetallwerkzeuge.
Hanspeter Beer, Geschäftsführer der HBS Hartmetall AG, reagiert permanent auf die immer noch höheren Ansprüche an Hartmetallwerkzeuge.
(Bild: Dorner)

Die Firmengeschichte der HBS Hartmetall AG in Schönenwerd widerspiegelt den parallel verlaufenden Aufstieg und Erfolg eines Unternehmens und seiner Produkte. Die Herstellung und der Einsatz von Hartmetallwerkzeugen für die Zerspanung war vor 60 Jahren eine revolutionäre Idee. Beers Problemlösung setzte sich im laufe der Jahre schrittweise durch. Neben mittelgrossen Firmen wurden seine Werkzeuge schon früh von Unternehmen wie Von Roll oder BBC eingesetzt.

1953 brachte Beer die ersten Diamantschleifscheiben zum Schleifen bzw. Nachschleifen von Hartmetall auf den Markt. Eine neue Nische entdeckte die HBS ein paar Jahre später. Die im Hause entwickelten Hartmetall-Messer zum Schneiden von Papier mit Rotationsschneidern sowie Wendeplattenfräser, Ritzmesser, Ringfräser usw. erschlossen der Firma den Zugang zur Druckindustrie – heute ein Umsatzrenner der HBS mit renommierten Kunden wie Müller Martini.

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Hochfrequenztechnik und weitere Innovationen

Zum Erzeugen der Wärme für das Auflöten von Hartmetall setzte Beer schon vor über 40 Jahren die im Hartmetallbereich unbekannte Hochfrequenztechnik ein. Eine Entwicklung, an der er lange gearbeitet hatte. Die Technik wird bei HBS noch heute erfolgreich eingesetzt.

1978 trat Sohn Hanspeter Beer, heute Geschäftsführer und Firmeninhaber, ein. Eine neue Produktereihe war angelaufen: Werkzeuge für Erd- und Gesteinsbohrungen. Hanspeter Beer: «Der Aufbau dieses Fabrikationsprogrammes, das heute einen grossen Teil des Umsatzes generiert, war eine grosse technische Herausforderung.»

Die Meilensteine der folgenden Jahre zeigen, dass der Hartmetallspezialist unbeirrt seinen Weg ging. 1981 wurde das erste Bridgeport-CNC-Bearbeitungscenter in der Schweiz eingesetzt – bei HBS. Es wies Paletten-Wechsel und 20 Werkzeuge auf.

1988 übernahm Hanspeter Beer das väterliche Unternehmen. Kurz darauf wurde als zweites Standbein der Geschäftsbereich «HBS Personal Computer» gegründet. Administration und Maschinensteuerung der Firma erfolgten nun IT-unterstützt auf der Basis einer Datenbank. Damals ein hoher Grad an Automatisierung. Diesen Bereich hat HBS ausgebaut. Mittlerweile werden ERP-Systeme für Schulen und Firmen angeboten.

Erstmals in Europa wurde 1995 bei der HBS eine ANCA-CNC-Schleifmaschine zum Bearbeiten von Hartmetall in Betrieb genommen. Die in Australien entwickelte Maschine war seinerzeit in Europa unübertroffen. 2004 verlegt die HBS Produktion und Geschäftssitz nach Schönenwerd in grosse, helle Räume der ehemaligen Bally-Schuhfabrik. 2008 konnte HBS informierten: «Noch schneller und individueller können wir jetzt mit einer flexiblen Fertigungszelle mit 6 Paletten und 80 Werkzeugen auf die Wünsche unserer Kunden eingehen.»

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