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Heller ist kein Serienhersteller, die Maschinen werden auftragsnah und kundenorientiert gefertigt. Bereits in den Jahren 2006 und 2007 zeichnete sich bei Heller eine deutliche Tendenz zur Einzelfertigung bzw. auftragsbezogenen Fertigung ab. Als Konsequenz hieraus mussten in 2009 die Losgrössen halbiert werden. Momentan bewegt sich Heller bei den wichtigsten Teilen, die vormals bei einer durchschnittlichen Losgrösse von sechs bis zehn lagen, nun bei Losgrössen zwischen zwei und drei.
Kernkompetenz wurde bewahrt
Zu diesen «wichtigen Teilen» zählen die sogenannten Kern-Kompetenzteile, beispielsweise Spindelsysteme, Maschinenpaletten, Drehtische und Teile des Werkzeugwechslers. Die Fertigung solcher Komponenten muss mit einer sehr hohen Genauigkeit erfolgen und stellt daher hohe technologische Anforderungen an die Produktion. Insbesondere muss Heller in diesem Bereich leistungsfähig bleiben, damit die erforderlichen Teile rechtzeitig zur Verfügung gestellt werden können.
Damit sich eine hohe Fertigungstiefe auszahlt, muss automatisiert werden. Doch das ist alles andere als einfach, denn Heller ist kein Serienfertiger. Die Losgrössen bewegen sich zwischen eins und ca. zwanzig. Das heisst, es muss auf eine flexible Fertigungsautomation gesetzt werden. Seit langem schon setzt Heller auf Palettisierung, doch den richtigen Durchbruch in flexible hochproduktive Fertigung gelang erst mit einem Multi-Level-System von Fastems (MLS) in 2008 und der damit verbundenen Betriebsmittelphilosophie.
Über 5000 Stunden Maschinenlaufzeiten
Das Fastems sorgt bei Heller für den Nachschub. Die 256 Maschinenpaletten und 134 Materialpaletten werden auf eine Länge von 46 m und 11 m Höhe verteilt und dürfen mit bis zu maximal 2500 kg belastet werden. Das MLS-Fastems versorgt insgesamt vier Heller-BAZ, zwei MCH280 und zwei MCH350. Für die zukünftige Produktivitätserweiterung ist bereits gesorgt, das Fastems kann durch zwei weitere BAZ erweitert werden.
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