Zerspanung

Heller fertigen Heller

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Dr.-Ing. Peter Herrmann sagte gegenüber dem SMM, dass sie pro Jahr über 5000 Stunden Maschinenlaufzeiten generieren wollen mit dem System. Realisiert werden die 5000 Produktionsstunden im Drei-Schicht-System. Wir planen nur für die Woche, der Samstag wird als Puffer genutzt, wenn die Auftragslage extrem anzieht, der Sonntag bleibt unangetastet. Wir wollen uns auf 5400 Stunden pro Jahr steigern, aber wir müssen auch verantwortungsvoll mit der hohen Belastung für unsere Mitarbeiter umgehen. Eine weitere Steigerung würde neue Schichtmodelle erfordern.

So funktioniert’s mit dem Aufspannen

Fastems steht für hauptzeitparalleles Rüsten; möglich macht dies ein intelligentes Automationskonzept, bei dem die Verarbeitung von Rohmaterial und Fertigteilen kombiniert wird.

Während die Maschinen zerspanen, können die Bediener an den Ladestationen am Fastems die verschiedensten Teile aufspannen. Dabei ist es irrelevant, wann die Teile bearbeitet werden, da die Leitsteuerung den internen Materialfluss steuert und der Maschine das Material zum benötigten Zeitpunkt bereitstellt.

Der Speicher des Fastems dient somit als Puffer zwischen dem Ladevorgang und der Bearbeitung, sodass die Bearbeitungszentren im Grunde parallel laufen können. Dennoch kann man auch hier natürlich nicht auf den hohen Qualifikationsstand der Mitarbeiter verzichten, die jederzeit in der Lage sein müssen, bei Systemstörungen eingreifen zu können.

Geisterschichten nicht machbar

Auf die Frage, ob das System mannlos fertigen kann, winkt Dr. Herrmann ab: Geisterschichten sehen wir bei unserer Fertigung bislang nicht vor, dafür sind die Ansprüche an die Werkstücke zu hoch. Vielleicht wird das in Zukunft möglich sein, aber noch ist es so, dass wir das System auch in der dritten Schicht bemannt fahren.

Vom Fastems geht’s dann direkt in die Baugruppenmontage und danach in die Endmontage, wo die Werkzeugmaschinen fertig montiert werden. Doch zuvor werden Spindel-Testläufe gefahren. Wie bereits erwähnt, werden auch die Spindeln bei Heller in-house gefertigt. Das Endergebnis lässt sich sehen: herausragender Werkzeugmaschinenbau, der dank der qualitativ hochwertigen Fertigung weltweit einen Spitzenplatz einnimmt. <<

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