Gerd Messmer im SMM-Interview zur Innoteq 2025 Hermle: mannlose Produktion auf kleinstem Raum

Von Matthias Böhm 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Laut Gerd Messmer, CEO der Hermle (Schweiz) AG, werden neue Kommunikationstechnologien den persönlichen Kontakt nie ersetzen können. Deshalb seien Messen nach wie vor eines der wichtigsten Marketing­instrumente der Fertigungsbranche. Was er sich von der Innoteq 2025 erhofft und welche Technologien Hermle präsentieren wird, verrät er im SMM-Interview.

Gerd Messmer, CEO der Hermle (Schweiz) AG: «Besonders wichtig ist uns auch der direkte Dialog mit Anwendern, um deren Bedürfnisse gezielt in zukünftige Entwicklungen einfliessen zu lassen.»(Bild:  Maik Goering)
Gerd Messmer, CEO der Hermle (Schweiz) AG: «Besonders wichtig ist uns auch der direkte Dialog mit Anwendern, um deren Bedürfnisse gezielt in zukünftige Entwicklungen einfliessen zu lassen.»
(Bild: Maik Goering)

SMM: Wie ist die aktuelle wirtschaftliche Situation im Bereich Werkzeugmaschinen am Standort Schweiz?

Gerd Messmer: Die Schweizer Werkzeugmaschinenbranche steht trotz globaler Herausforderungen insgesamt gut da. Die hohe Innovationskraft, Qualität und Präzision der Produkte sind zentrale Wettbewerbsvorteile. Allerdings spüren auch wir in der Schweiz den Druck durch steigende Kosten, geopolitische Unsicherheiten und den Fachkräftemangel. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, investieren Unternehmen verstärkt in Automatisierung und Digitalisierung.

Welche Innovationen gibt es seitens Hermle im Bereich der Werkzeugmaschinen?

G. Messmer: Wir setzen konsequent auf technologische Weiterentwicklung. Besonders hervorzuheben ist unsere neue Maschinengeneration «GEN2» von hochpräzisen 5-Achs-Bearbeitungszentren, die mit intelligenten Assistenzsystemen und neuen Technologien ausgestattet sind. Zudem entwickeln wir verstärkt energieeffiziente Maschinenkonzepte, um den steigenden Anforderungen an Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Natürlich waren wir auch im Bereich der Automatisierung tätig und können dort nun auf völlig neue Möglichkeiten in der Effizienz der Speichermöglichkeiten und Teilebevorratung mithilfe von intelligenten Systemen zurückgreifen.

Im Fertigungsbereich steht vermehrt die Automation im Fokus. Welche Automationslösungen präsentieren Sie auf der Innoteq?

G. Messmer: Besonders im Fokus steht unser neues Robotersystem «RS1», das sich nahtlos in bestehende Fertigungsprozesse integrieren lässt und sowohl für kleine als auch grosse Serien geeignet ist. Auf der Innoteq präsentieren wir zudem mit unserem Verkaufsschlager, dem «RS05-2», ein weiteres Highlight aus dem Haus Hermle, das eine mannlose Produktion auf kleinstem Raum ermöglicht. Alle unsere Systeme können mit unzähligen Konfigurationsmöglichkeiten ausgestattet werden, so dass wirklich für jeden Bedarf das richtige Equipment zusammengestellt werden kann. Dies reicht von einfachem Palettenhandling bis hin zu hochkomplexen Anlagen, auf denen Vorrichtungen, Greiferfinger, Spannbacken und Paletten problemlos und vor allem vollautomatisiert gewechselt werden können.

Welche Impulse erhoffen Sie sich von der Innoteq?

G. Messmer: Die Innoteq ist eine ideale Plattform für den Austausch mit Kunden und Partnern. Auch die neuen Technologien im Bereich der Kommunikation werden einen persönlichen Kontakt niemals ersetzen können. Messeteilnahmen sind für uns daher wichtiger denn je. Wir möchten die Gelegenheit nutzen, um neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschliessen, aktuelle Anforderungen der Industrie besser zu verstehen und innovative Lösungen vorzustellen. Besonders wichtig ist uns aber auch der direkte Dialog mit Anwendern, um deren Bedürfnisse gezielt in zukünftige Entwicklungen einfliessen zu lassen.

(ID:50330136)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung