Grindtec 2016 Hochsichere Fernwartungslösung via Cloud

Redakteur: Susanne Reinshagen

Die Hardinge Grinding Group hat auf der Grindtec 2016 in Augsburg eine Vielzahl an Maschinenkonzepten vorgestellt und die gesamte Technologie-Bandbreite der Gruppe gezeigt. Herausragend unter den Neuheiten ist das Modul Kel-Remote, das im Rahmen der Smart Factory und Industrie 4.0 für die notwendige Netzwerksicherheit sorgt.

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Das Remote-Service-Portal Big-Linx von Ads-Tec für die Fernwartung von Maschinen und Anlagen.
Das Remote-Service-Portal Big-Linx von Ads-Tec für die Fernwartung von Maschinen und Anlagen.
(Bild: Ads-Tec)

ari. Über das Potential und die Möglichkeiten von Industrie 4.0 ist in den letzten Monaten und Jahren sehr viel veröffentlicht worden. Ein entscheidender Punkt dabei ist die Datensicherheit beim Datenaustausch vor allem über die Cloud. Mit Kel-Remote hat der St. Galler Schleifmaschinenhersteller Kellenberger auf der Grindtec sein Monitoring-Modul zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt, das die Anlagenverfügbarkeit deutlich steigert und zugleich hohe Sicherheitsstandards gewährleistet. Für Kellenberger-Kunden ist Kel-Remote bereits in einigen Maschinenbaureihen verfügbar. Die Entwicklung dieses Moduls basiert auf der Notwendigkeit, im Rahmen der Smart Factory ein hohes Mass an Netzwerksicherheit zu gewährleisten. Kellenberger beschäftigt sich seit Jahren mit der Frage der Sicherheit in der Maschinenüberwachung und Ferndiagnose. Ausgehend von den Bedürfnissen der Kunden – namentlich Konzerne und Firmen mit Spezial-Knowhow – nach einem sicheren Kommunikationsweg zum Maschinenhersteller zur Sicherung einer funktionierenden Produktion, entwickelten die Software-Spezialisten bei Kellenberger das Monitoring-Modul Kel-Remote – eine effiziente und sichere Informations-Technologie.

Smart Card mit Crypto-Technik sorgt für Sicherheit

Das in die Schleifmaschine eingebaute Kel-Remote-Modul mit Software wird im Falle einer Maschinenstörung vom Kunden über die Steuerung einfach per Knopfdruck aktiviert. Dabei gibt es keine Fehlerquellen – der Bediener muss auf das System nicht geschult werden. Über einen IRF2210 Router mit integrierter Firewall geht die Fehlermeldung über die Big-Linx Cloud direkt zum Kellenberger Diagnostik-Service. Einzigartig ist der Einsatz einer speziell für Kellenberger entwickelten Smart Card mit Crypto-Technik, die sowohl auf Kundenseite als auch auf Seite des Maschinenherstellers für Sicherheit gegen Fremdzugriff sorgt. Die Datenverbindung findet ausschliesslich über einen VPN Tunnel statt. Die von Kellenberger eingesetzte OpenVPN-Technologie ist durchgängig sicher und schnell und trotzdem leicht zu bedienen. Mit der Teleservicemeldung des Kunden erhält der Kellenberger-Serviceexperte direkt auf seinem Bildschirm alle aktuellen und servicerelevanten Maschinendaten. Diese werden vom Kunden vorab genau definiert; es ist also kein Zugriff auf andere Firmendaten möglich. Zur Behebung der Störung kann der Serviceexperte dann über die Maschinensteuerung direkt eine Ferndiagnose durchführen, die nötigen Ersatzteile identifizieren und online deren Verfügbarkeit klären. Ein Technikereinsatz und erforderliche Teilelieferungen werden dann bei Bedarf direkt vereinbart.

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Die Verfügbarkeit der Maschine kann damit effektiv sichergestellt werden. Mit Kel-Remote sind in Zukunft auch präventive Massnahmen möglich. Ein Condition Monitoring, also eine vorausschauende Wartung, kann z. B. erkennen, ob Wegmesssysteme verschmutzt sind oder welche Maschinenteile in Kürze ausgetauscht werden müssen. Der planbare Austausch von Maschinenteilen minimiert die Stillstandszeiten einer Maschine und verhindert Störfälle.

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