Erfahrungsbericht aus der Praxis

HSC-Fräsen von Hartmetall

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Das Verfahren hat echtes Potential

«Fast gespenstisch, dass da alles so reibungslos ablief. Eines stellen wir immer wieder fest, egal mit welchem Fertigungsverfahren wir Bearbeitungstests fahren: Wenn die ersten Versuche so problemlos ablaufen, dann hat das getestete Verfahren echtes Potential», meint Martin Bräm weiter.

Das Werkzeug arbeitete ohne Druck aufzubauen, war permanent am Span und die Maschine bewegte sich harmonisch und absolut vibrationsfrei mit dem Werkzeug. Dass dies alles so einfach passiert, ist kein Zufall, sondern auch perfekte Programmierung über das CAM-System. Bekanntlich führen ja viele Wege zum Ziel, doch entscheidend ist immer, mit welchem Aufwand und mit welchem Resultat.

Messresultate untermauerten den erfolgreichen Test

Optisch waren die Fertigungsprofis schon mal echt begeistert. Aber zeigten die Messresultate dies auch? Ja, sie zeigten ganz klar, dass Hartmetall mit dem richtigen Vorgehen qualitativ sehr gut fräsbar ist. Zudem können die Fertigungskosten jedem Vergleich mit anderen Verfahren standhalten.

Die gewonnenen Resultate sind nach dem Fräsen gemessen. Mittels geeigneter Poliermethoden können Oberflächengüten von Ra 0,05 µm erreicht werden. Die gefrästen Oberflächen verhalten sich beim Polieren aber komplett anders als die erodierten Oberflächen. Die Vermutung liegt nahe, dass die gefräste Oberfläche die identische Härte aufweist wie das Grundmaterial.

Bei erodierten Oberflächen kann durch den Erosionsprozess eine Randschicht entstehen, die mittels Polieren entfernt werden sollte, um auf das Grundmaterial mit der entsprechenden Härte zu gelangen. Dies kann ein weiterer Vorteil des HSC-Fräsen von Hartmetall sein gegenüber dem funkenerosiven Bearbeiten: weniger Polieraufwand und damit auch eine höhere Konturtreue. Dies kann für die geeigneten Geometrien zu einer deutlich reduzierten Gesamtbearbeitungszeit führen.

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