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Das weitere Vorgehen nach den erfolgreichen Tests
Nach den extrem guten Resultaten werden nun insgesamt sechs verschiedene, einsatztypische Hartmetallsorten einer umfassenden Testreihe unterzogen. Die Gebr. Bräm AG will als Hartmetallspezialist jedem Kunden individuell nach seinen Bedürfnissen die ideale Hartmetallsorte empfehlen können, mit der am besten geeigneten Bearbeitung. Dies setzt nicht nur voraus, dass die Anforderungen aus dem Einsatz verstanden werden, sondern auch die Bearbeitbarkeit eines jeden Materials. «So können wir schnell und prozesssicher dem enormen Interesse an diesem Thema begegnen. Viele Kunden fragen uns schon an, ob ihre Hartmetallteile nun auch gefräst werden können. Da wir aber auch über die modernste Drahtschneidmaschine im Ölbad verfügen sowie Senkerosion, Schleifen und Polieren für Hartmetallbearbeitung ausführen, bedeutet dies nicht automatisch, dass wir alle Hartmetallanwendungen in Zukunft fräsen. Viel wichtiger ist für unsere Kunden, dass wir den besten Bearbeitungsmix anbieten können», so das Fazit von Martin Bräm aus den ersten Versuchsreihen.
Einen Trumpf hält die Gebr. Bräm AG auch noch in der Hand: Sie hat erste Versuche mit einer Hochleistungskeramik gemacht; wir dürfen gespannt sein, ob diese, von vielen Experten als unlösbar bezeichnete Aufgabe, auch gemeistert werden kann.
Ein fertigungstechnischer Grenzbereich
Abschliessend spricht Martin Bräm noch eine Warnung aus, wohlwissend, dass er und seine Mitarbeiter sich in einem fertigungstechnischen Grenzbereich bewegen:
«Wir wissen nicht, ob das HSC-Fräsen von Hartmetall auf allen HSC-Maschinen funktioniert, denn HSC ist nicht gleich HSC. Da extrem hohe Werte an spezifischer Schnittkraft für den Prozess benötigt werden, haben wir die Versuche auf einer der stabilsten Fertigungsmaschinen auf dem Markt gemacht. Einmal eine Fräserbewegung von 0,02 mm in die falsche Richtung und die Folgen sind fatal: ein möglicher Spindelschaden und das Werkzeug ist auf jeden Fall kaputt, wenn nicht sogar noch grössere Schäden entstehen.
Die Hydrostatik unserer Kern-Maschine, das neuartige Fräs-Werkzeug und eine absolut perfekte Programmierung sind das Mindeste, was wir in den aktuellen Test einbringen konnten: Die jahrelange Erfahrung unserer Fertigungsprofis bei solch höchst anspruchsvollen Anwendungen war sicher zentral. Ohne diese Erfahrung geht gar nichts.» <<
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