Swiss Production Forum 2023: Schrumpfen oder Hydrodehnspannfutter Warum Hydrodehnspann- futter nachhaltiger sind

Von Matthias Böhm 2 min Lesedauer

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Wenn Werkzeuge sicher gespannt werden müssen und ein guter Rundlauf gewährleistet sein soll, führt bei den Spannmitteln kein Weg am Schrumpfen oder an einem Hydrodehnspannfutter vorbei. Bei der Auswahl spielen meist technische Gegebenheiten oder persönliche Vorlieben eine Rolle. Doch sollte man in diese Entscheidung auch Nachhaltigkeitsgesichtspunkte einbeziehen, von denen nachstehend einige beleuchtet werden.

Ein Pluspunkt für das Hydrodehnspannfutter ist dessen bis zu zehnmal längere Lebensdauer im Vergleich zum Schrumpffutter.(Bild:  Mapal)
Ein Pluspunkt für das Hydrodehnspannfutter ist dessen bis zu zehnmal längere Lebensdauer im Vergleich zum Schrumpffutter.
(Bild: Mapal)

Ein grosser Pluspunkt für das Hydrodehnspannfutter ist dessen bis zu zehnmal längere Lebensdauer im Vergleich zum Schrumpffutter. Dazu kommt eine zweite Lebenszeit durch Wiederaufbereitung. Während ein Schrumpffutter etwa 500 Zyklen spannt, bringt es ein aktuelles Uniq-Hydrodehnspannfutter von Mapal auf 10 000 bis 15 000 Zyklen.

Bei einem Schrumpffutter verändert jeder Spannvorgang die Struktur des Materials, was Ermüdung und Qualitätseinbussen zur Folge hat. Im Gegensatz dazu reduziert die Spannung mit Öl Mikroschwingungen in der Bearbeitung – Werkzeugstandzeit und Oberflächenqualität werden somit sogar verbessert: Hydrodehnspannfutter erzeugen über ihre gesamte Lebensdauer prozesssicher eine sehr gute Oberflächengüte.

Auch der hohe Energieaufwand beim Schrumpfen ist ein starkes Argument für hydraulisches Spannen. Mapal hat in der eigenen Fertigung für ein Schrumpfgerät einen jährlichen Stromverbrauch von 10 000 bis 12 000 Kilowattstunden ermittelt. Mit den hohen Stromkosten geht auch eine grosse Menge an erzeugtem CO2 einher. Das hat inzwischen Auswirkungen auf die ganze Supply Chain, denn viele Tier1- und Tier2-Kunden setzen einen reduzierten CO2-Fussabdruck voraus.

Der Faktor Zeit spricht ebenfalls für die Hydrodehnspanntechnik. Der Wechsel eines Hydrodehnspannfutters dauert maximal zwei Minuten. Für ein Schrumpffutter werden je nach Grösse sechs bis acht Minuten benötigt. Aus Sicht des Benutzers ist das Hydrodehnspannfutter einfach, sehr schnell und unproblematisch in der Handhabung, es besteht keine Verbrennungsgefahr wie beim Schrumpfgerät.

Das Fazit des Vergleichs fällt eindeutig aus: Wer verantwortungsbewusst in der Fertigung unterwegs sein will, sollte einen Umstieg auf die Hydrodehnspanntechnologie in Betracht ziehen. Bei Neuanschaffungen sind Hydrodehnspannfutter aus Nachhaltigkeitsgesichtspunkten erste Wahl.
(böh) SMM

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