3D-Druckservice von Igus In 48 Stunden zur individuellen Zahnriemenscheibe

Von Silvano Böni

Zahnriemenscheiben finden sich überall dort, wo eine spielfreie und stabile Kraftübertragung rotierender Teile gefragt ist, etwa in Linearantrieben von Druckern, Robotern und Verpackungsmaschinen. Und das häufig als Standardkomponente.

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(Bild: Igus)

Wird allerdings eine individuelle Variante benötigt, müssen diese Sonderteile durch Fräsen und Drehmaschinen zum Beispiel aus Aluminium oder Stahl gefertigt oder erst Werkzeuge für die Spritzgussmaschine hergestellt werden. Die Lieferzeiten für solche Einzelteile liegen dann oft bei mehreren Wochen. Eine Wartezeit, die vielen Konstrukteuren ein Dorn im Auge ist, weil sie Zeitpläne häufig durcheinanderwirft. Um die Lieferzeiten für Zahnriemenscheiben im Sonderformat zu verkürzen, bietet Igus jetzt die Fertigung im 3D-Drucke an, sodass sich die Lieferzeit von mehreren Wochen auf nur 48 Stunden verkürzt.

Tribo-Kunststoffe sorgen für eine höhere Lebensdauer

Dabei muss der Anwender nicht auf Robustheit verzichten. Das beweisen unter anderem ausgiebige Testreihen von Stirnrädern, die Igus im Selektiven Lasersintern (SLS) herstellt. Im hauseigenen 3800 Quadratmeter grossen Testlabor trat das Hochleistungspolymer Iglidur i3 im Schwenktest gegen ein gespritztes und ein gefrästes Stirnrad aus Polyoxymethylene (POM) an, bei einer Geschwindigkeit von 0,1 m/s, einem Drehmoment von 2,2 Nm und einer Extremtemperatur von 1440 °C. Alle Stirnräder hatten eine Breite von 16 mm und 30 Zähne. Das Ergebnis: Das gefräste Stirnrad fiel nach 12 500 Zyklen aus, die gespritzte Variante nach 4000 Zyklen. Das Zahnrad aus Iglidur i3 hielt hingegen fast 20 000 Zyklen stand.

Besonders aufwendig ist die Fertigung von Zahnriemenscheiben mit Bordscheiben. Das sind Zusatzbauteile, ringförmige Aussenwände, die am Riemenrad montiert sind, um ein seitliches Verrutschen des Riemens zu verhindern. Fräsen sind oft nicht flexibel genug, um Zahnriemenscheiben mit Bordscheiben aus einem Stück Metall zu fertigen. Der 3D-Druck von Igus beschleunigt hingegen die Herstellung, denn Modelle mit Bordscheiben werden werkzeuglos in einem Stück gedruckt. Doch nicht nur die Herstellung, auch die Bestellung von individuellen Zahnriemenscheiben ist besonders schnell: Konstrukteure laden auf der Website des 3D-Druckservice ein CAD-Modell der Zahnriemenscheibe per Drag-and-Drop hoch, ermitteln sofort einen Preis und geben die Bestellung auf.

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