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Schweizer Qualitätszulieferer 2017: Polymeca AG In der Präzisions-Mechanik die Nr. 1

Redakteur: Anne Richter

Die 120 Mitarbeiter der Polymeca arbeiten am Limit was Präzision, Komplexität und Produktivität betrifft. Alles befindet sich auf einem Spitzenplatz, nur eines fällt aus der Reihe: der Preis. Polymeca fertigt ungewöhnlich preiswert, die Ursache liegt in der perfektionierten Fertigung und Logistik.

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(Bild: Polymeca)

Der auf anspruchsvollste Kundenanforderungen spezialisierte Präzisionsfertiger Polymeca AG bringt Erstaunliches fertig. Es ist schon schwierig genug, ein in Serie gefertigtes Achssystem für Theodoliten – Hochpräzisions-Vermessungs-Systeme in der Bauindustrie – auf den Mikrometer genau prozesssicher zu fertigen. Ins Staunen kommt der Kunde, wenn er nach dem Preis fragt: Unter 200 Franken kostet ein High-Tech-Achssystem. Die beiden durch Paarung extremst genau geschliffenen Baugruppen haben den gesamten Produktionsprozess in der Polymeca AG durchlaufen. Drehen, Fräsen, Beschichten, Schleifen, Qualitätskontrolle – alles inhouse.

Weltweites Alleinstellungsmerkmal

Geschäftsführer Markus Petschnig: «Das glaubt Ihnen niemand. Wenn Sie ihm diese mikrometer-genaue Achs-Baugruppe auf den Tisch legen, dass wir sie mannlos zu diesem Preis fertigen können. Aber wir können das. Ich kenne weltweit kein Unternehmen, welches an unsere Genauigkeit und Produktivität heranreicht.» Dass so etwas in der Schweiz möglich ist, liegt am Know-how der Polymeca. Es ist alles auf höchste Präzision und Automation getrimmt. Dadurch ist es möglich, dass selbst hochkomplexe Frästeile mit einem Spanvolumen von bis zu 95 % in fünf Tausendstel Millimeter in Serie prozesssicher gefertigt werden können.

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Polymeca beabsichtigt den kontinuierlichen Ausbau neuer Industriekunden mit hohen Ansprüchen, konkret aus den Bereichen Medizintechnik, Halbleiterindustrie, Gerätebau, optische Systeme und Wehrtechnik. Im Folgenden soll ein Ausschnitt aus dem Leistungsspektrum der Polymeca AG aufgezeigt werden:

  • In der Prototypenfertigung werden Kunden-Ideen nach CAD-Modellen, Plänen und Zeichnungen in hochpräzise Vorrichtungen, Prototypen und Kleinserien umgesetzt.
  • Bereitstellen aller Fertigungsprozesse wie Drehen, Hart­drehen, Fräsen, Schleifen, Honen usw.
  • Montieren und Prüfen komplexester und präzisester Baugruppen.
  • Durchgängige Sicherstellung der Qualität mittels modernster Koordinaten- und Formprüfgeräte sowie mit direkt in die
    Fertigung integriertem temperaturkompensiertem Mess­roboter.
  • Die gesamte Palette an Oberflächenveredelungsprozessen, inklusive Galvanik sowie Nass- und Pulverlackieren für höchste Ansprüche.

Alle Fertigungsprozesse automatisiert

Beim Gang durch die Hallen sticht der hohe Automationsgrad aller Fertigungsprozesse ins Auge. Für CEO Markus Petschnig ist dies einer der vielen Erfolgsfaktoren: «Nur dank dem hohen Automationsgrad sind wir in der Lage, die einzelnen Arbeitsschritte derart prozesssicher und präzis auszuführen. Wenn man, wie bei unseren Achssystemen auf einen Mikrometer genau mannlos in Grossserie produziert – muss einiges be­achtet werden, um die gewünschte Prozesssicherheit zu erreichen. Werkzeugverschleiss, Temperaturstabilität, automatische Trend­korrektur der Achsen und das Beherrschen der inneren Werkstückspannungen usw. Als wir in neue vollautomatisierte Schleifanlagen investiert haben, war sogar der Maschinen-­Lieferant von unserer Präzision auf seinen Maschinen, speziell auch während der Wochenend-Geisterschichten, überrascht.»

Präzision mit Geschichte

Doch die Präzision hat Geschichte. Die Polymeca AG gehört mit ihren 120 Mitarbeitern zu den führenden Präzisions­mechanik-Herstellern weltweit. Traditionell ist das Unternehmen eng mit der Messtechnik verknüpft. 1921 gründete Heinrich Wild eine Werkstätte für Feinmechanik und Optik. Mit seinen Präzisionstheodoliten errang er Weltruhm. Das sind die Wurzeln der heutigen Polymeca, die heute zur Hexagon-Gruppe gehört, einem der weltweit grössten Messtechnik-Konzerne. Präzision gehört zum Alltag des Unternehmens und mikrometergenaue Teile werden in Serie produziert. Das ist alles andere als selbstverständlich.

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