Die Komax-Gruppe, Hauptsitz im schweizerischen Dierikon LU, entwickelt und produziert Produkte zur automatisierten Kabelverarbeitung sowie zum Prüfen von Kabelsätzen. Die Fertigung ist mit Geräten von Erowa weitgehend automatisiert und läuft höchst prozesssicher.
Rundum zugänglich und stabil gespannt: Paletten MTS 400 und ITS 148 von Erowa eignen sich hervorragend zum Aufspannen kleiner Bauteile zur 5-Achs-Bearbeitung.
(Bild: Erowa)
Bei den Maschinen der Komax-Gruppe stehen Prozesse wie das Messen, Schneiden, Abisolieren, Kontaktieren und Bandagieren von Kabeln sowie das Bestücken von Steckergehäusen im Vordergrund.
Standardmodelle und kundenspezifische Anlagen wie Abisoliermaschinen und Crimpvollautomaten werden ergänzt mit einem umfangreichen Angebot an Qualitätssicherungsmodulen und Vernetzungslösungen für die sichere und effiziente Produktion von Kabelsätzen. Zudem produziert die Komax-Gruppe Systeme für die Prüfung von Kabelsätzen.
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Anspruchsvolle Automobilindustrie
Rund drei Viertel des Umsatzes erzielt die Komax-Gruppe mit Unternehmen der Automobilindustrie. In dieser Branche findet gegenwärtig ein gewaltiger Umbruch statt. Elektromobilität, Digitalisierung und autonomes Fahren sind Megatrends und verlangen nach immer komplexeren Lösungen der Verkabelungen und somit nach Produkten der Komax-Gruppe. Durch kontinuierliche Weiterentwicklung und enge Zusammenarbeit mit ihren Kunden und Partnern strebt die Komax-Gruppe danach, die automatisierte Kabelverarbeitung zu optimieren und zu verbessern. Das spiegelt sich auch in der Zusammenarbeit mit Erowa wider. «Die Überzeugung, dass stetige Innovation die beste Lösung für zukünftige Anforderungen ist, verbindet die beiden innovativen Schweizer Unternehmen», erläutert Alois Bättig, Verkaufsleiter Erowa Schweiz.
Absolute Prozesssicherheit
Als Markt- und Technologieführerin hat die Komax-Gruppe hohe Ansprüche an die eigenen Produkte – und verfügt deshalb über eine interne Fertigung. «Das ermöglicht uns, schnell auf stetig ändernde Herausforderungen zu reagieren. Denn durch die Erweiterung des Produktsortiments produzieren wir immer wieder neue Teile. Aber auch die Digitalisierung rund um die Fertigung stellt uns vor neue Aufgaben. Wir sind überzeugt, dass hier die automatisierte Fertigung grosse Vorteile bietet: Was wir heute produzieren, verarbeiten wir nächste Woche, ohne grosse Lagerkosten», erklärt Christian Schärer, Director Mechanical Manufacturing bei Komax in der Schweiz. Diese Flexibilität bedeutet auch, dass die Produktion zu einhundert Prozent laufen muss. «Die Prozesssicherheit hat bei uns oberstes Gebot. Fehler können wir uns nicht leisten. Und da verlassen wir uns schon seit Jahrzehnten auf Erowa – dies partnerschaftlich und mit grossem Erfolg», führt Christian Schärer weiter aus. Im Jahr 1998 wurden bei Komax die ersten Fräsmaschinen mit den Werkstückspannsystemen UPC- und ITS 148 von Erowa ausgestattet, der erste Roboter von Erowa wurde im Jahr 2000 in Betrieb genommen. Seither kamen weitere Handling-Geräte, wie der Robot Multi an einem BAZ Mikron HSM 600 U, ein Robot Compact an einer Schleifmaschine Geibel und Hotz FS 640 sowie das Prozessleitsystem JMS 4.0 ProductionLine von Erowa, hinzu.
Forderungen an neue Fertigungsanlage
Im Jahr 2022 folgte schliesslich der erste Schritt, um die in die Jahre gekommene Anlage von Mikron zu ersetzen. «Wir definierten klare Forderungen an die neue Fertigungszelle und unser Ziel war es, die gemachten Erfahrungen und Vorteile aus den laufenden Prozessen auf bestehenden Anlagen zu übernehmen, um diese in die neue Zelle zu integrieren und weiter zu optimieren», sagt Christian Schärer. Im Einzelnen war gefordert:
Die Produktionskosten sollten um über 10 % gesenkt werden.
Die Maschinenkapazität sollte um 20 % gesteigert werden.
Schlussendlich soll eine Spindelzeit pro Maschine von über 6000 Stunden pro Jahr erreicht werden.
Höchste Prozesssicherheit muss durch Maschine und Handling gewährleistet sein.
Einzeln aufgespannte Werkstücke in 5-Achsen-Bearbeitung – wie auch grosse Paletten mit Mehrfach-Aufspannungen – müssen gemischt und flexibel zu bearbeiten sein.
die Flexibilität bei der Auftragsplanung zwischen Prototypen, Einzelteilen, Kleinserien, grossen Serien erhöhen
hohe Grundlast durch fix eingerichtete Artikel
Nutzung bestehender Betriebsmittel wie Aufspanntürme und Schraubstöcke
Automation und Werkstückspannsysteme, die diese Kriterien erfüllen
Automatisierte Fertigungszelle
Investiert wurde in ein 5-Achs-Bearbeitungszentrum Heller HF 3500 sowie in einen Robot Dynamic 500 Linear von Erowa, der sich auf 9 m Schiene bewegt und 91 Magazinplätze anfährt. Gewechselt werden mit dem Roboter Maschinenpaletten oder über Adapter Paletten MTS 400 und ITS 148.
Für die Steuerung und den Datentransfer wird die neue Fertigungszelle mit dem Prozessleitsystem JMS 4.0 unterstützt. Dadurch, dass die Software JMS 4.0 bereits bei der vorherigen Fräsmaschine und an einer Schleifmaschine seit vielen Jahren im Einsatz war, finden sich die Mitarbeitenden problemlos mit dem Bedienen des Prozessleitsystems zurecht. Christian Schärer ergänzt: «Die Software hilft uns sehr, alle Fertigungsdaten zu organisieren und unter Kontrolle zu halten. Die Bedienung ist sehr intuitiv.» Verarbeitet werden hauptsächlich Stahl und Aluminium, bestehende Fertigungsaufträge werden laufend neu programmiert und optimiert. Die Losgrössen rangieren zwischen 5 und 100 Stück, die Bauteile messen zwischen 50 x 50 x 50 mm bis zu 300 x 250 x 110 mm. «Grosse Werkstücke und Spannvorrichtungen befestigen wir auf MTS-Paletten. Kleinere Werkstücke palettisieren wir auf dem System ITS 148. Mit der Verwendung von Adapterpaletten werden diese Werkstückträger durchgängig in das System integriert. So halten wir die Umrüstzeiten auf einem Minimum», erläutert Christian Schärer.
Bei hoher Qualität Produktivität steigern
Nach der Detailplanung und einigen Anpassungen, gegeben durch die herrschenden Platzverhältnisse, wurde die neue Fertigungsanlage Ende Oktober 2022 in Betrieb genommen. Und man ist auf bestem Weg, die geforderten Ziele zu erreichen oder sogar zu übertreffen. Die Automation ist bereit für einen 24/7-Betrieb. «Die Spannsysteme von Erowa und das Palettisieren der Werkstücke sind ausschlaggebend, um die Flexibilität in der Automation zu gewährleisten und sogar zu optimieren – um so die Produktivität zu steigern und die sehr hohen Qualitätsansprüche von Komax beizubehalten», führt Christian Schärer aus.
Stand vom 30.10.2020
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Herausforderungen gemeinsam meistern
Die digitale Vernetzung der gesamten Fertigung und des gesamten Unternehmens stellt eine sehr grosse Herausforderung dar. «Wir sind überzeugt, dass es nur digital und automatisiert geht – aber natürlich ist das nicht immer einfach», führt Christian Schärer aus und ergänzt: «Innovative und langjährige Partner helfen uns dabei, die richtigen Lösungen für die entsprechenden Herausforderungen zu finden.» Da profitiert Komax von Erowa – und umgekehrt. (kmu) SMM