Interview mit Guillaume Dubois, Leiter der Business Unit Industry von Schneider Electric

«Industrie 4.0 ist eine Chance für die Schweiz»

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Die vernetzte Welt birgt aber auch Gefahren. Der Stuxnet-Virus hat gezeigt, dass auch immer mehr industrielle Anwendungen Ziel von Angriffen werden. Wie sehen Sie die Situation? Wie schützt man sich dagegen?

G. Dubois: Das ist definitiv noch eine Herausforderung. Ein lokaler Speicher wäre das Sicherste, nur ist die heutige Welt und vor allem die zukünftige Industrie-4.0-Welt vernetzt. Wir brauchen also hochsichere Übertragungen von Daten. Wir arbeiten beispielsweise mit weltweit führenden Cyber-Security-Unternehmen oder Universitäten zusammen, um diese Gefahr auf ein Minimum reduzieren zu können. Cyber Security wird zwar immer ein Thema bleiben, aber es gibt bereits heute viele Projekte und Prozesse, die ohne Probleme funktionieren. Man kann sich auch nicht vor der Digitalisierung verschliessen. Wer das macht, wird über kurz oder lang den Anschluss verlieren.

Der Automationsmarkt in der Schweiz ist stark, es gibt zahlreiche Mitbewerber. Wie hebt sich Schneider Electric von diesen ab?

G. Dubois: Wir sind der Energiemanagement-Spezialist, sowohl in der Automation wie auch im Gebäudesektor. Was wir anbieten können in diesem Bereich, ist wirklich einzigartig. Wir beraten die Kunden bereits beim ersten Projektentwurf und können dank unseren Kompetenzen und Produkten eine individuelle Lösung für die jeweilige Problematik definieren.

Schneider Electric ist zum fünften Mal in Folge als eine der weltweit ethischsten Firmen ausgezeichnet worden. Welche Bedeutung hat diese Auszeichnung für das Unternehmen und für Sie persönlich?

G. Dubois: Das ist mir ein wichtiges Anliegen. Ich habe in den 13 Jahren, die ich nun bei Schneider Electric tätig bin, das Unternehmen als eines kennengelernt, das sich um Menschen und die Umwelt kümmert. Ich bin der Überzeugung, wir können dabei helfen, die Welt zu verbessern. Beispielsweise durch eine effizientere Nutzung der vorhandenen Energie. Die Weltbevölkerung steigt, der Energieverbrauch muss aber gesenkt werden. Und genau in diesem Bereich können wir unseren Teil dazu beitragen. Dazu kommen noch verschiedenste Programme weltweit, um beispielsweise den ärmsten Menschen Zugang zu Strom zu verschaffen.

Nun zu Ihnen: Wie schalten Sie nach einem anstrengenden Arbeitstag ab? Wo finden Sie Erholung vom Arbeitsstress?

Ich bin vor ein paar Monaten Vater geworden. Zu Hause mit Frau und Kind kann ich gut abschalten, das ist Entspannung pur. Und wir leben ja erst seit vergangenem Oktober in der Schweiz, da können wir natürlich noch vieles entdecken. <<

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