Produktivitätssteigerung Innenkühlung für angetriebene Werkzeuge

Redakteur: Anne Richter

>> Rego-Fix präsentiert auf der EMO 2013 in Hannover Recool – eine Lösung zum kostengünstigen Nachrüsten angetriebener Werkzeuge auf Innenkühlung. Anwender konnten damit schon erhebliche Produktivitätssteigerungen erzielen und eine längere Werkzeugstandzeit erreichen.

Firmen zum Thema

(Bild: Rego-Fix)

ari. Mit der Produktneuheit Recool von Rego-Fix können angetriebene Werkzeuge kostengünstig auf Innenkühlung nachgerüstet werden. An der EMO in Hannover vom 19. bis 21.9.2013 präsentiert der Schweizer Hersteller von hochpräzisen Werkzeugspannsystemen, erstmals diese Lösung zum einfachen Nachrüsten der Innenkühlung für angetriebene Werkzeuge.

Höhere Investitionskosten, aber Einsparpotential

In Drehzentren werden viele angetriebene Werkzeuge eingesetzt, die aus Gründen der Investitionskosten ohne interne Kühlung durch die Spindel ausgerüstet sind. Denn wegen der aufwendigen Konstruktion sind angetriebene Werkzeuge mit interner Kühlmittelzufuhr in der Anschaffung und im Unterhalt kostenintensiver als diejenigen ohne interne Kühlmittelzufuhr. Diese Werkzeuge sind daher nur für äussere Kühlung durch Sprühdüsen geeignet.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern

Nachweislich lassen sich jedoch mit der inneren oder peripheren Kühlung deutliche Vorteile im Betrieb gegenüber der äusseren Kühlmittelzufuhr erzielen. Die Kühlung der Schneide wird optimiert, Späne werden besser abgeleitet. Hierdurch lassen sich Standzeiten und Zerspanungsleistung entscheidend verbessern sowie vorzeitige Werkzeugbrüche vermeiden. Mit innerer oder peripherer Kühlung lassen sich also erhebliche Betriebskosten gegenüber der äusseren Kühlung einsparen.

Einsparungen auch bei äusserer Kühlung möglich

Jetzt lassen sich diese Einsparungen auch bei angetriebenen Werkzeugen realisieren, die für äussere Kühlung ausgelegt waren. Hierzu bietet Rego-Fix jetzt ein neuartiges System zum einfachen und günstigen Nachrüsten an. Das patentierte, wartungsarme System besteht aus zwei Hauptkomponenten: dem Aussenkörper, welcher durch einen Schlauch an die Kühlwasserzufuhr angeschlossen wird, und dem rotierenden Innenkörper. Die rotierende Komponente übernimmt dabei die Funktion der Spannmutter und spannt das Schneidwerkzeug in der ER-Spannzange.

Recool ermöglicht nun einen Umbau in wenigen Handgriffen. Die bestehende Spannmutter wird entfernt und stattdessen wird Recool aufgeschraubt. Jetzt wird nur noch der Verbindungsschlauch mit der Kühlwasserzufuhr des Werkzeugs verbunden und fertig. Das angetriebene Werkzeug ist nun für interne oder periphere Kühlung einsatzbereit.

Flexibel im Einsatz

Mit Recool können alle angetriebenen Werkzeuge mit Aussengewinde nach DIN 6499/ISO 15488 nachgerüstet werden, um die Vorteile der internen bzw. peripheren Kühlung nutzen zu können. Erhältlich ist das System für die ER-Grössen 16 bis 40 für das Einspannen von Werkzeugschäften von Ø 2,5 bis Ø 30,0 mm. Es werden je nach Anwendung Rego-Fix-Dichtscheiben für interne Kühlung bzw. Rego-Fix-Kühlscheiben für periphere Kühlung eingesetzt. Das System lässt sich bei einem Kühlmitteldruck bis zu 20 bar verwenden.

In der Praxis mit Erfolg erprobt

Durch die Nachrüstung von angetriebenen Werkzeugen auf IKZ mit Hilfe von Recool konnten bei einem englischen Hersteller von hochwertigen Komponenten für die Luftfahrt erhebliche Produktivitätssteigerungen erzielt werden. Die Werkzeugstandzeit wurde ebenfalls massiv verlängert. <<

(ID:42279478)