Schunks End-of-Arm Kompetenz

Intelligente und mobile Greifer sind die Zukunft

| Redakteur: Silvano Böni

Schunk-Greifer eignen sich auch für anspruchsvolle Anwendungen wie den Griff in die Kiste.
Schunk-Greifer eignen sich auch für anspruchsvolle Anwendungen wie den Griff in die Kiste. (Bild: Schunk)

1 Million eingesetzte Greifmodule rund um den Globus; 4000 standardisierte Katalogkomponenten; 2000 ausgelieferte Greifsysteme pro Jahr – Schunk bietet das umfassendste Greiftechnik-Programm der Welt und hat doch stets die einzelne Applikation im Blick. Wie gelingt ein solcher Spagat zwischen Individualität und Wirtschaftlichkeit, zwischen bewährtem Megaseller und visionärem Prototyp? Und wie können Anwender von der umfassenden End-of-Arm-Kompetenz profitieren?

Bei Schunk geht es längst nicht mehr nur ums Greifen. Zwar präsentiert die Lauffener Hightech-Schmiede auch heute noch selbstbewusst die Industriegreifhand, mit der das Familienunternehmen einst den Grundstein für den Geschäftsbereich Greifsysteme gelegt hatte. Doch den eigentlichen Blick richtet das Unternehmen nach vorne in Richtung Zukunft. Meilensteine der Greiftechnik, wie der vielzahngeführte Schunk PGN-plus, der seit vielen Jahren als Benchmark gilt, sind für das Team kein Grund sich auszuruhen. Vielmehr sieht man in den Erfolgen einen wichtigen Ansporn, die Zukunft aktiv zu gestalten. Dabei konzentriert man sich konsequent auf Standards: Greifer, Drehmodule, Linearachsen, Roboterzubehör und Komponenten für die modulare Hochleistungsmontage sind der Kern des Geschäftsbereichs. Darüber hinaus werden die einzelnen Module zu wiederum standardisierten oder zu kundenspezifischen Lösungen kombiniert.

Automation ist Pflicht

Anwendern, Anlagenbauern und Systemintegratoren will Schunk helfen, die Produktivitätspotenziale der modernen Robotik und Automation umfassend zu erschliessen. Denn, so betont der geschäftsführende Gesellschafter Henrik A. Schunk, «an einer konsequenten Automatisierung der Produktion führt kein Weg mehr vorbei. Wer nicht automatisiert, wird künftig nicht mehr am Markt bestehen können», unterstreicht er und will Unternehmen damit ganz bewusst wachrütteln. Schon heute klafft die Schere der Automatisierung weit auseinander: Während innovative Automobilisten bereits mobile und kollaborative Roboter in den Fokus nehmen, stehen andere Betriebe erst noch am Anfang der robotergestützten Produktionsautomatisierung. Vor allem im Werkzeugmaschinenbau, in der Automotive-Industrie sowie in der Elektronik- und Konsumgüterproduktion schlummern nach Ansicht des Unternehmens noch enorme Produktivitätsreserven, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Gleiches gelte für viele mittelständische Betriebe.

Schunk deckt mit seinem Greifsystemprogramm das komplette Spektrum ab – vom Kleinbetrieb, der erstmals einen Roboter einsetzt, über den hochautomatisierten Hersteller von Consumer-Elektronik bis hin zur umfassend roboterisierten Produktion der Automobilindustrie. Dabei legt der Greifsystemspezialist grossen Wert auf eine universelle Verwendbarkeit seiner Module. Ob Knickarm-, Scara- oder Deltaroboter: Über 4000 Komponenten zum Greifen, Drehen, Ausgleichen, Durchführen, Wechseln, Überwachen und Messen umfasst das Katalogprogramm. Darüber hinaus baut Schunk Jahr für Jahr über 2000 Standard- oder kundenspezifische Greifsysteme, also komplette Baugruppen, die einbaufertig geliefert werden. Gerade Anlagenbauer und Systemintegratoren schätzen die Freiheit, zwischen dem «Make» und dem «Buy» wählen zu können. Vor allem bei komplexen Handhabungslösungen, beispielsweise für die Automobilindustrie, welche die Prozessstabilität ganzer Anlagen beeinflussen, können einbaufertige Baugruppen erhebliche Vorteile bieten. Fertig montiert erhöhen sie die Flexibilität im Planungsprozess und verkürzen die Montage- und Inbetriebnahmezeiten. Der Anlagenbau erzielt einen doppelten Nutzen: Zum einen akkumuliert Schunk in seinen Baugruppen das Erfahrungswissen aus früheren Projekten. Zugleich profitieren die Auftraggeber von dem hohen Innovationsgrad des Automations-Spezialisten.

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