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In der Deutschschweiz hat sich der Stellenwert des Lernenden mit der Berufsreform nochmals deutlich verändert. So wird jedem längerfristig denkenden Lehrmeister bewusst, dass die Ausbildung von Lernenden eine Investition in die Zukunft auch für seinen Betrieb ist. Zeiten, wo der Lernende für Handlangerarbeiten und das grosse Reinemachen am Freitag eingesetzt wurde, sind vorbei. Hat sich dieser Gesinnungswandel auch in der welschen Schweiz vollzogen?
C. Farner: Ich bin überzeugt, dass diesbezüglich unsere Lehrbetriebe ebenso fortschrittlich denken wie ihre Kollegen in der Deutschschweiz. Die Berufsausbildung in unseren Unternehmen ist attraktiv und befindet sich auf einem sehr hohen Qualitätsniveau.
Dank Ihrer grosszügigen Mithilfe konnte auch im Kanton Wallis der Lehrgang zum Produktionsfachmann mit anschliessender Möglichkeit mit dem HF-Titel «Produktionstechniker» abzuschliessen, realisiert werden. Wie ist dieser Bildungsgang der Terziär-B-Stufe aufgenommen worden?
C. Farner: In Sitten können wir nun jedes dritte Jahr mit einem Klassenzug diesen Lehrgang starten. Er endet bei uns nach 3 Semestern mit dem Erreichen des Titels «Produktionsfachmann mit eidg. Fachausweis». Wir haben aber festgestellt, dass die kritische Grösse zur Durchführung des 4-semestrigen Lehrgangs zum dipl. Techniker HF Maschinenbau nicht erreicht wird. So suchen wir nun eine engere Zusammenarbeit mit den übrigen französischsprachigen Kantonen, um den gesamten Lehrgang inkl. Nachdiplomstudium anbieten zu können. Die ersten diesbezüglich geführten Gespräche stimmen uns zuversichtlich.
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