Der Werkzeugspezialist Iscar stellt im Rahmen seiner «Logiquick-Kampagne» neue und weiterentwickelte Werkzeuge vor – etwa zum Bohren, Fräsen und Gewindeschneiden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf digitalen Entwicklungen, die zu einem integralen Bestandteil für die moderne, intelligente Fertigung geworden sind. «Logiquick» gibt damit die Richtung für Iscars Strategie in den kommenden Jahren vor.
Die neuen Multi-Master-Köpfe können zum Rampen und Nutfräsen eingesetzt werden und eignen sich für die Bearbeitung von hartem Stahl und Gusseisen bis zu HRC 65.
(Bild: Iscar)
Um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden, hat Iscar im Rahmen von «Logiquick» auch bewährte Produktfamilien erweitert, etwa die Sumocham-Serie mit selbstzentrierenden Bohrköpfen. Diese sind in Durchmessern von 4 bis 32,9 Millimetern erhältlich. Bislang stieg der Durchmesser in 0,5-Millimeter-Schritten, jetzt hat Iscar 0,1-Millimeter-Abstufungen eingeführt. Die Schneidengeometrie der Bohrköpfe ist sowohl für das Bohren von Stahl als auch von Gusseisen optimiert. Damit kann der Anwender einen Bohrkopf für beide Werkstoffgruppen einsetzen.
Zuwachs bei den «Chatterfree-Vollhartmetall-Fräsern»
Iscar hat zudem die «Chatterfree-Vollhartmetall-Fräser» um einige neue Eckradien erweitert. Diese vielseitigen Werkzeuge sind für die Bearbeitung von Stahl, rostfreiem Stahl und gehärtetem Stahl konzipiert.
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Auch die «T-Slot-Familie», eine Reihe von Nutenfräsern mit austauschbaren VHM-Köpfen, hat Zuwachs bekommen. Der neue Fräserkopf mit einem Durchmesser von 25 Millimetern rundet die Serie nach unten ab. Damit können Anwender auch schmale Schlitze und Nuten effizient in unterschiedliche Werkstückmaterialien einbringen.
Neuentwicklungen für das Gewindefräsen
Bei den VHM-Gewindefräsern hat Iscar jetzt Werkzeuge mit bis zu acht Spannuten im Programm, die die Bearbeitungszeit erheblich reduzieren.
Auch bei den Werkzeugen mit auswechselbaren Schneiden gibt es Neuerungen, etwa den «Quickmthread» mit dreieckigen Wendeschneidplatten (WSP). Sein abgestuftes Design reduziert die Schnittkräfte, minimiert die Biegebelastung, verbessert die dynamische Stabilität und steigert die Produktivität.
Sowohl die VHM- als auch die Wendeplattenwerkzeuge sind mit einer inneren Kühlmittelzufuhr ausgestattet, die nicht nur die Kühlwirkung und Schmierfähigkeit beim Gewindefräsen erhöht, sondern auch zu einem besseren Spanfluss und einer höheren Oberflächengüte beiträgt.
Modularität mit der «Multi-Master-Familie»
Die «Multi-Master-Familie» besteht aus Werkzeugen mit auswechselbaren Schneidsätzen und ist seit fast einem Vierteljahrhundert ein Vorzeigeprodukt des Werkzeugherstellers. Trotz ihres beachtlichen Alters steht die Innovation auch innerhalb dieser vielseitigen Produktlinie nie still. In der «Logiquick-Kampagne» stellt Iscar neue Entwicklungen vor, die den Anwendungsbereich der bewährten Werkzeugserie weiter ausbauen. Etwa eine Serie von VHM-Aufsätzen mit sechs Spannuten für hohe Zerspanraten beim Schruppen und Hochvorschubfräsen.
«Multi-Master-Köpfe» für Rampen, Nutfräsen und …
Diese «Multi-Master-Köpfe» können zum Rampen und Nutfräsen eingesetzt werden und eignen sich für die Bearbeitung von gehärtetem Stahl und Gusseisen bis zu HRC 65. Sie sind in Durchmessern von 8 bis 25 Millimetern verfügbar.
Ebenfalls neu: die dreischneidige «Multi-Master-Bohraufsätze» für flache Bohrungen bis 1xD. Diese Bohrköpfe kombinieren die hocheffiziente Schneidengeometrie des «Logiq3Cham-Bohrsystems» mit der Robustheit des «Multi-Master-Konzepts». Das Ergebnis dieser Kombination ist ein hochproduktiver Bohrer, der seine Vorzüge besonders in kurzspanenden Materialien ausspielt.
Ein doppelseitiger Schaft mit «Multi-Master-Schnittstellen an beiden Enden rundet das Neuheitentrio in diesem Bereich ab. Der komplett aus Stahl bestehende Schaft mit interner Kühlmittelleitung ist wirtschaftlich und erlaubt dem Anwender, das Schaftmaterial nachhaltig zu nutzen.
Bekanntes Konzept in neuem Design
Das Konzept eines kompakten 90-Grad-Wendeplattenfräsers, der für verschiedene Fräsbearbeitungen geeignet ist – zum Beispiel zum Fräsen von 90-Grad-Schultern, Nuten und komplexen Konturen sowie zum Bohren –, ist nicht neu. So ein Fräser eignet sich hervorragend für viele Anwendungen und macht den Einsatz von Spezialwerkzeugen überflüssig.
Der «Quickdmill» zeichnet sich jedoch durch ein innovatives Design aus, das dem Anwender zusätzliche Vorteile bietet. Der Clou am «Quickdmill» sind seine speziellen vierschneidigen Wendeschneidplatten (WSP).
Sie besitzen zwei Zentrumsschneiden zum Bohren und zwei äussere Schneiden zum Fräsen. Ihre positive Spanformer-Geometrie ist speziell für die Bearbeitung von ISO-P- und -K-Werkstoffen konzipiert. Damit kann der Anwender einfach ins Werkstück bohren und von der Bohrung aus die Nut ziehen, ohne das Werkzeug zu wechseln. Nebenzeiten entfallen und der Prozess läuft effizienter.
Die Fräser verfügen über zwei Spannuten mit einem Plattensitz für die stabile Schwalbenschwanz-Klemmung der WSP. Das sorgt für einen festen Sitz, reduziert Vibrationen und ermöglicht den prozesssicheren Einsatz und gleichbleibend hohe Oberflächengüten. Iscar bietet die neuen Fräser als Schaftfräser mit Durchmessern von 16, 20 und 25 Millimetern und mit Multi-Master-Schnittstelle an.
Stand vom 30.10.2020
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KI-Power für den «Neoita»
Iscar hat auch seinem «Neoita», dem Iscar Tool Advisor, einem Online-Tool, das optimale Werkzeuglösungen für spezifische Bearbeitungsanwendungen vorschlägt, weitere Funktionen spendiert. Die neuen Bearbeitungs- und Vergleichsfunktionen für Bohrprozesse verbessern die Anwenderfreundlichkeit des «Neoita» weiter. Der User kann jetzt die vorgeschlagenen Schnittdaten unter Berücksichtigung von Faktoren wie Maschinencharakteristiken, Losgrössen und Schnittstellenlimitationen an seine Anwendung anpassen und Bohrzyklen simulieren.
Zudem hat Iscar den «Neoita» um eine smarte KI-Funktion erweitert. Diese ermöglicht es dem Benutzer, nach detaillierten Materialspezifikationen zu suchen und darauf zuzugreifen – einschliesslich der metallurgischen Zusammensetzung und der üblichen Verwendungen. Die Suchergebnisse kann der User in die «Neoita»-Materialbibliotheksdatenbank oder in seine persönliche Bibliothek aufnehmen.