SMM-Exklusivinterview mit Bruno Malinek, Feintool

Königsklasse Feinschneiden

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Sie verfügen damit über die gesamte Kompetenz im Bereich Feinschneiden.

B. Malinek: Ja, das ist ein Alleinstellungsmerkmal unseres Unternehmens. Wir bieten die komplette Prozesskette im Bereich des Feinschneidens an. Wir bieten die Feinschneidpressen an, wir machen den Werkzeug- und Formenbau und schliesslich produzieren wir auch noch Feinschneidteile. Das ist einzigartig weltweit. Und wir bieten letztendlich an, dass wir unseren Kunden unsere Feinschneidpressen und Werkzeuge verkaufen, sie können ihre Werkstücke selbst produzieren oder wir machen das als verlängerte Werkbank für unsere Kunden.

Sie sind sozusagen Mitbewerber Ihrer Kunden, wenn sie selbst die Teile herstellen.

B. Malinek: Absolut, das ist korrekt. Aber der grösste Vorteil, dass wir selbst produzieren ist, dass wir direkt in der Produktion mögliche Schwachstellen an den Feinschneidpressen oder unseren Werkzeugen inhouse erkennen. Diese Erkenntnisse fliessen sofort als Information in die Entwicklung der Feinschneidpressen und des Werkzeugbaus zurück. Wir sind unser grösster Kritiker.

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Wie verteilen sich die Umsätze auf Ihre verschiedenen Bereiche?

B. Malinek: Anlagen- und Werkzeugbau machen etwa 13 Prozent unseres Gesamtumsatzes aus. 87 % Umsatz machen wir im Bereich der Zuliefertechnik, also Feinschneid- und Umformteileherstellung. Der Automobilsektor ist unser Hauptabsatzmarkt. Zudem liefern wir in die Bereiche Textilmaschinen, Uhrenindustrie und Medizintechnik.

Thema Werkzeugbau, wo sind Sie hier positioniert?

B. Malinek: Die Feinschneidwerkzeuge werden in die Kategorien 1 bis 4+ unterteilt. Kategorie 1 sind einfache Werkzeuge. Unsere Werkzeuge bewegen sich im Bereich von 3 bis 4+. Darunter rentiert sich für den Standort Schweiz nicht.

Wo spielen die Märkte?

B. Malinek: Europa wächst kontinuierlich im zweistelligen Bereich, Japan stagniert (wir haben zwei Werke in Japan), China wächst zweistellig, in den USA ist eine Sättigung auf hohem Niveau zu verzeichnen. Die Automobil-Trends aus Europa werden in China langsam aufgenommen. Aber China ist im klassischen Motorenbau kein Vorreiter, das muss man klar sagen. In den USA ist Zurückhaltung zu spüren, hier entwickelt sich die Motorenentwicklung langsamer. Das liegt auch am niedrigen Ölpreis in den USA.

Aber China hat doch sicher Entwicklungspotenzial. Welche Rolle spielen die anderen Regionen?

B. Malinek: Absolut, in China haben wir im April 2017 aus diesem Grund ein Umformwerk und Entwicklungszentrum von Schuler gekauft. Wir sehen in China positive Anzeichen. In Russland sind wir nicht aktiv, hier werden unsere Technologien aktuell nicht benötigt. In Brasilien, Südafrika, Indien und Vietnam haben wir nur Anlagengeschäft. Der grösste Anteil unseres Umsatzes kommt aus Europa. Auch die Trends in der Automobilindustrie werden nach wie vor in Europa gesetzt. Themen sind darüber hinaus drehzahladaptive Tilger in Getrieben oder drehzahlabhängige Nockenwellenversteller. Das sind Massnahmen, die den konventionellen Antrieb sauberer und effizienter machen. Hier haben wir enorme Zuwachsraten im zweistelligen Bereich.

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