Fertigungstechnik

KWC-Fehlmann: Schweiz-Schweizer Perfektion

| Redakteur: Matthias Böhm

Hervorragender Schweizer Werkzeugmaschinenbau: Auf dem 5-Achs-Simultan-BAZ Versa wird eine Gussform für die KWC-Armarturen gefertigt.
Hervorragender Schweizer Werkzeugmaschinenbau: Auf dem 5-Achs-Simultan-BAZ Versa wird eine Gussform für die KWC-Armarturen gefertigt. (Bild: Thomas Entzeroth)

Die Armaturen für Küchen und Bäder von KWC gehören zur Spitzenklasse. Das in Unterkulm produzierende Unternehmen KWC setzt auf eine hohe Fertigungstiefe am Standort Schweiz. Kürzlich investierte das Unternehmen in eine Fehlmann Versa 825. Ein Schweizer 5-Achs-Simultan-Bearbeitungszentrum, das den KWC-Werkzeug- und Formenbau in die technologische Oberliga hebt und die Ansprüche der KWC perfekt erfüllt.

Die zur Franke-Gruppe gehörende KWC stellt Armaturen für Bäder und Küchen her. Die aus massivem Messing-Guss bestehenden Armaturen gehören zum Feinsten, was es in diesem Sektor am Markt gibt: Peter Hochuli (Leiter Sales und Marketing Services): «Unsere Armaturen gehören zur Spitzenklasse und werden weltweit exportiert. Es sind Swiss-made-Armaturen, wo 100 Prozent Schweizer Know-how-Qualität drinsteckt. Unsere Produktion ist vom Wareneingang bis zum Warenausgang wie ein «U» konzipiert. Die Messingblöcke werden zugeliefert, mit unseren Niederdruck-Giessanlagen zu Armaturen-Körpern gegossen und anschliessend zerspanend bearbeitet. Danach erfolgt das Oberflächen-Finishing, das wir seit kurzem voll automatisiert haben.

Nach dem Finishing kommt die Oberflächenbehandlung, Vernickeln und Verchromen. Die anschliessende Montage läuft bei uns im One-Piece-Flow-System und am Ende des «U» geht’s fertig abgepackt zur Spedition. Das ist ein sehr ausgeklügelter Prozess mit höchsten Qualitätsanforderungen. Wenn ich das so sagen darf, sind wir ein wenig stolz auf diesen Standort und unsere Produkte, die weltweit ein hohes Ansehen geniessen.»

Werkzeug- und Formenbau: das Aushängeschild

Im ersten Stock des Firmengebäudes, sozusagen oberhalb der KWC-Produktion, ist der Werkzeug- und Formenbau «beheimatet». Er ist sozusagen die fertigungstechnische Perle des Unternehmens. Hier galt es, das in die Jahre gekommene BAZ durch eine Lösung zu ersetzen, die die Ansprüche von KWC erfüllt. WZM-Hersteller für diesen Bereich gibt es einige. KWC erarbeitete aus diesem Grund ein Pflichtenheft, um die am besten geeignete Maschine auszuwählen.

Breites Werkstück- und Werkstoffspektrum

Dabei muss man sich zuerst ein Bild über das zu bearbeitende Werkstückspektrum machen. Bei den Werkstücken, die der KWC-Werkzeugbau bearbeitet, handelt es sich um Kokillen, Kernbüchsen, Spannbacken, Modelle, Sonderfräser und Vorrichtungsteile.

Das Materialspektrum ist entsprechend vielseitig: von Kupfer-Beryllium über niedrig- und hochlegierten Stahl, Inox, Aluminium, Messing sowie Kunststoffe muss auf der Maschine praktisch das gesamte Spektrum der Werkstofftechnik spanend im Hochpräzisionsbereich und noch dazu prozesssicher, mit gutem Spänefluss, bearbeitet werden.

Die Losgrössen liegen dabei im einstelligen bis im unteren zweistelligen Bereich. Entscheidend war, dass die Maschine trotz dieser kleinen Stückzahlen und wechselnder Lose automatisiert fertigen kann.

Nutzwertanalyse unter drei Werkzeugmaschinen

Hanspeter Fehlmann (Leiter Betriebsmittel, Anm. d. Red.: Herr Hanspeter Fehlmann steht nicht in Verwandtschaft mit den Inhabern der Fehlmann AG ): «Wir haben aufgrund dieses Anforderungsprofils elf WZM-Hersteller angefragt. Nach einer ersten Grobselektion der Offerten sind drei in die engere Wahl gekommen, die unsere Grundanforderungen am besten erfüllt haben. Über diese drei Maschinen haben wir eine Nutzwertanalyse gemacht. Die Versa von Fehlmann ist als klarer Sieger hervorgegangen.»

Auf die Frage des SMM, ob denn auch der Preis eine Rolle gespielt hätte, antwortete Hanspeter Fehlmann: «An oberster Stelle steht die Technologie, aber: eine der Stärken von Fehlmann war das Preis-Leistungs-Verhältnis. Das hat uns überrascht, gelten doch Schweizer Werkzeugmaschinen als hochpreisig. Heute weiss ich, das ist nicht der Fall.»

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