Produktivität und Prozesssicherheit in der 3-Achs-Bearbeitung

Langlaufbearbeitung – präzise von der Basis

| Autor / Redakteur: Manfred Lerch / Anne Richter

Die VC 750 kam bereits 2013, wird noch heute genutzt und war gleichzeitig auf Grund der positiven Erfahrungen der Grundstein für weitere Maschinen von Spinner.
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Die VC 750 kam bereits 2013, wird noch heute genutzt und war gleichzeitig auf Grund der positiven Erfahrungen der Grundstein für weitere Maschinen von Spinner. (Bild: Spinner)

In der 3-Achs-Bearbeitung setzt HFH Präzisionsmechanik auf Bearbeitungszentren von Spinner. Das High-Performance-Bearbeitungszentrum VC 1150 überzeugt den Lohnfertiger für Präzisionsbauteile mit langen Verfahrwegen und kleiner Aufstellfläche sowie mit 60 Stunden Laufzeit.

Mit Präzisionsbauteilen für namhafte nationale und internationale Kunden hat sich das Unternehmen HFH Präzisionsmechanik aus Wurmannsquick in Bayern mittlerweile einen Namen gemacht. Spezialisiert auf die Bearbeitung hochwertiger Kunststoffe, wie z. B. Peek, Torlon, POM, Peek GF 30 % sowie Aluminium und Stahl, werden mit Losgrössen zwischen 30 und 500 Stück Fräs- und Drehteile gefertigt. Spricht man mit Geschäftsführer Christian Huber, hat der Erfolg des erst 2004 gegründeten Unternehmens unterschiedliche Gründe. Zunächst ist man schon sehr früh in die Automation eingestiegen. Zum anderen ist es der kontinuierlich moderne Maschinenpark, der mittlerweile 16 Bearbeitungszentren und 4 CNC-Drehmaschinen umfasst. Im 3-Achs-Bereich setzt man dabei ausschliesslich auf Maschinen von Spinner. Aus gutem Grund, so Christian Huber: «Wir haben mit Spinner und unserer ersten Maschine, der VC 750, durchweg positive Erfahrungen gemacht. Und warum sollte man etwas ändern, wenn es gut funktioniert? Die logische Konsequenz daraus war deshalb auch die Investition in das 3-Achs-Bearbeitungszentrum VC 1150. Zu dem Zeitpunkt zwar noch eine relativ neue Maschine, aber unser erster Eindruck war, dass sie entsprechend konstruiert und sehr stabil ist. Einen grossen Vorteil des kompakten Maschinenkonzepts sehen wir in den grossen Verfahrwegen bei der geringen Aufstellfläche. Wichtig für uns ist aber, dass wir damit viel rüsten können, die Maschine unsere Toleranzen hält. Deshalb ist die VC 1150 für unser Produktspektrum ideal. Unabhängig davon, macht es keinen Sinn, in eine Vielzahl von Herstellern zu investieren, zumal wir ausschliesslich auf die Steuerung von Heidenhain setzen.» Die zitierte Stabilität erreicht Spinner bei der VC 1150 durch den Vollgussaufbau in Kreuztischbauweise, die Dynamik und die hohen Eilgänge durch masseoptimierte Schlitten und modernste digitale Antriebstechnik.

Ideal auch deshalb, weil in Wurmannsquick im 3-Achs-Bereich überwiegend Rückenseitenbearbeitung und Serien laufen. Speziell bei der VC 1150 kommen den Verantwortlichen hier der grosse Tisch mit 1400 x 620 mm bzw. die Verfahrwege in X/Y/Z mit 1150 x 620 x 600 mm sehr entgegen, denn damit lassen sich über Nullpunktspannsysteme oder auch Schraubstöcke zahlreiche Werkstücke spannen. In Verbindung mit dem Werkzeugmagazin mit 60 Plätzen wird so aus der VC 1150 ein Langläufer. Konkret sind das bei HFH bis zu 60 Stunden Laufzeit.

Einfacher lässt sich Zeit nicht gewinnen

Nun ist man für gewöhnlich bei diesen kleinen Losgrössen nicht auf der Suche nach Sekunden. Christian Huber sieht das allerdings völlig anders: «Heute wird ständig von einer Reduzierung der Nebenzeiten gesprochen. Dabei lässt sich doch mit einer schnellen Maschine viel einfacher Zeit gewinnen. Beim Abzeilen inklusive Werkzeugwechsel sind das mit der Dynamik und den Eilgängen der VC 1150 schnell mal 1000 Minuten. Mit dieser Zeiteinsparung kann ich doch mit dem nächsten Auftrag früher beginnen. Das ist für mich Argument genug.» Entschieden hat man sich bei VC 1150 für die Spindel SK 40 mit 14 000 min-1. Neben Produktivität und Prozesssicherheit nimmt in Wurmannsquick aber auch die Präzision einen hohen Stellenwert ein. Präzision, die sich bei den Maschinen von Spinner im Hundertstelbereich bewegt. Toleranzen, die man über eine zentrale Absaugung aber demnach mühelos hält. In Sachen Präzision gilt Gleiches für den Drehbereich.

Ultra-Präzisionsdrehmaschine für Glanz- und Hartdrehen

Deshalb hat man auch kürzlich in die Ultra-Präzisionsdrehmaschine Spinner PD bis Durchmesser 32 mm mit Gegenspindel investiert. Hier spielt der Wärmegang keine Rolle, denn die Spindel ist pneumatisch gespannt und ermöglicht so Glanz- oder Hartdrehen (bis HRC 60) im µm-Bereich. Überzeugt hat die Maschine aber auch mit einer Positionierwiederholgenauigkeit der Schlitten von kleiner 0,4 µm und Prozesssicherheit selbst bei kleinsten Toleranzen. Für Maik Fritsche, Vertrieb Böhm Werkzeugmaschinen, ist diese Präzision nichts Besonderes: «Das Unternehmen Spinner kommt im Drehbereich aus der Präzisionsecke. Speziell die PD-Baureihe wird deshalb auch bei zahlreichen grossen Automobilzulieferern eingesetzt. Aufgrund des Erfolges wird diese Baureihe 2018 auch noch gebaut. Das Nachfolgemodell, die Microturn, die Ausbaustufen mit hochpräziser Linearwerkzeuganordnung, optionalem Revolver mit Y-Achse, B-Achse mit Frässpindel und auch Gegenspindel bietet, wird aber schon dieses Jahr erstmals auf der AMB in Stuttgart vorgestellt.

In der Summe waren es bei HFH so das Preis-Leistungs-Verhältnis, die Details, die Zuverlässigkeit und auch der Service, die dazu geführt haben, dass man in Maschinen von Spinner investiert hat. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass Christian Huber bei Bedarf sofort wieder auf eine VC 1150 setzen würde. SMM

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