Digitalisierte Logistik Wirtschaftlicher durch automatisiertes Palettenmanagement

Quelle: Pressemitteilung 5 min Lesedauer

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Mit der Software «Load Carrier Management» (LCMS) der Dortmunder Logistikbude GmbH bewältigt der Kunstsoffverarbeiter Georg Utz GmbH, Schüttorf, deutlich effizienter und wirtschaftlicher die Organisation und Verwaltung seiner Transportpaletten.

Transportpaletten einfach, effizient und transparent verwalten und organisieren gelingt mit der Software «LCMS». (Bild:  Utz)
Transportpaletten einfach, effizient und transparent verwalten und organisieren gelingt mit der Software «LCMS».
(Bild: Utz)

In Schüttorf produziert der Kunststoffverarbeiter Georg Utz GmbH überwiegend individuell konzipierte Verpackungen zum Transport empfindlicher Produkte. Die Kunststoffteile verlassen den Produktionsstandort auf üblichen, standardisierten Paletten per Lkw. Bis Ende des Jahres 2025 verursachte die Verwaltung der kostenintensiven Paletten jedoch einen enormen administrativen Aufwand. Palettenkonten wurden per E-Mail, Telefon und Papier abgeglichen. Zudem mussten nahezu etwa monatlich eine Vielzahl an Paletten als Ersatz für verloren gegangene Paletten zusätzlich beschafft werden.

Manuell erheblicher Aufwand

Bisher arbeitete das Unternehmen überwiegend manuell mit Hilfe schriftlicher Dokumente und einzelner Buchungen im Logistik- und Versandsystem. Das erläutert Pascal Deters, Leiter der Versandlogistik bei Utz: «Der monatliche Kontenabgleich mit den Speditionen und Kunden war eine grosse Herausforderung und hat uns jede Menge Zeit und Nerven gekostet.» Die Logistikabteilung exportierte Kontoauszüge aus dem ERP-System und versandte sie per E-Mail an Tauschpartner. Dort wurden Listen ausgedruckt, handschriftlich korrigiert, wieder gescannt und zurückgesandt. Danach begann bei Utz der Abgleichprozess. Personal suchte händisch Belege in Aktenordnern, um Buchungen nachzuweisen und den Speditionen zurückzusenden. Wie Pascal Deters berichtet, hatteen solche Abgleiche mitunter bis zu drei Wochen gedauert. Zwei Fachkräfte waren dafür täglich bis zu zwei Stunden administrativ und unproduktiv tätig.

Aus Kapazitätsgründen wurden deshalb Konten erst ab einem Aussenstand von über 500 Paletten abgeglichen. Kleinere Konten liefen unkontrolliert mit. Konnte ein Beleg nicht mehr gefunden werden, endete das Verfahren in diesen Einzelfällen in Kulanz statt Klärung. Eine intern aufgesetzte Power-BI-Auswertung brachte zwar visuelle Klarheit für das eigene Team, löste das Problem an der Schnittstelle zum externen Partner mangels Transparenz aber nicht.

Digitalisiert deutlich effizienter

Deutlich besser arbeitet der Kunststoffverarbeiter inzwischen mit der digitalisierten Palettenverwaltung «Load Carrier Management System» (LCMS). Mit ihr gelingt die Palettenverwaltung deutlich effizienter und komfortabler als mit bisherigen manuellen Verfahren. Vor der Implementierung musste das Team an der Laderampe einen physischen Lademittelschein handschriftlich ausfüllen. Ein Durchschlag davon ging immer an den Fahrer, das Original wurde abgeheftet. «Beim Kontenabgleich am Monatsende mussten dann die handschriftlichen Belege wieder aus den Ordnern herausgesucht werden», erklärt Pascal Deters.

Pascal Deters, Leiter Versandlogistik bei Georg Utz GmbH: «Mit LCMS sparen wir uns zahlreiche unnötige Arbeitsschritte und eine Menge Papier.»(Bild:  Utz)
Pascal Deters, Leiter Versandlogistik bei Georg Utz GmbH: «Mit LCMS sparen wir uns zahlreiche unnötige Arbeitsschritte und eine Menge Papier.»
(Bild: Utz)

Seit dem Rollout des digitalisierten Systems hat sich der Alltag auf der Logistikfläche vereinfacht. Das LCMS ist direkt mit dem ERP-System verbunden. Über eine Schnittstelle verarbeitet es alle relevanten Buchungs- und Lieferscheindaten automatisch, sodass diese in Echtzeit auf dem entsprechenden Partnerkonto verbucht werden. Fährt ein Lkw an die Rampe, nutzt der Verlademitarbeiter einen Handscanner mit der App der Logistikbude. Darin muss er lediglich das Konto auswählen, auf das die Ladungsträger gebucht werden sollen. «Dadurch sparen wir uns zahlreiche unnötige Arbeitsschritte und eine Menge Papier», freut sich Pascal Deters.

Auch der Umgang mit beschädigten Ladungsträgern ist nun lückenlos dokumentiert. Werden beschädigte Paletten angeliefert, fotografieren die Mitarbeitende sie direkt an der Rampe mit der Kamera des Scanners und hinterlegen das Foto in der digitalen Buchung. Das sorgt für maximale Nachvollziehbarkeit und findet auch bei den Speditionen positive Resonanz.

Transparent und schnell

Über einen permanenten, individuellen Link können die aktuell über 150 registrierten Kunden und Speditionen ihre Tauschkonten jederzeit in Echtzeit selbst einsehen. Der Zugriff funktioniert ähnlich wie bei einer Microsoft-Teams-Einladung per einfachem Klick, ohne dass sich die Tauschpartner vorab registrieren oder selbst Kunden der Logistikbude sein müssen. Damit entfällt der zeit- und arbeitsaufwendige monatliche Abgleich von Konten. «Dadurch haben wir Arbeitsabläufe automatisiert, die viele Mitarbeitende jedes Jahr hunderte Arbeitsstunden gekostet haben», berichtet Pascal Deters. Er steuert inzwischen das gesamte Palettenmanagement bei täglich etwa einer Stunde Arbeitsaufwand. Eine zusätzlichen Vorteil hat das digitalisierte Palettenmanagement. Speditionen und Kunden sehen selbst ihre Bestände an Paletten im Umlauf. Eigenständig und proaktiv fragen sie beim Kunststoffverarbeiter, welche Mengen an Paletten jeweils bereitzustellen sind.

Verluste minimiert

Die cloudbasierte Automatisierung schlägt sich bei Utz direkt in den Zahlen nieder. Während das Unternehmen ehemals wegen mangelnder Rückführung ein- bis zweimal pro Monat einen kompletten Lkw mit knapp 500 Europaletten nachkaufen musste, war dies im gesamten Jahr 2026 bisher nur ein einziges Mal erforderlich. Der durchschnittliche physische Lagerbestand an Europaletten im Werk erhöhte sich von zuvor 700 bis 1500 auf 1500 bis 2000 Paletten. Selbst für bereits abgeschriebenes Kapital wurde reaktiviert. Eine kleinere Spedition, die Utz gar nicht mehr aktiv auf dem Schirm hatte, brachte jüngst unaufgefordert 180 ausstehende Paletten zurück. «Rechnet man die vermiedenen Schwundkosten und den massiv eingesparten Arbeitsaufwand zusammen, ist eine Amortisationszeit von maximal zwei Jahren für das Projekt absolut realistisch», bilanziert Pascal Deters. Aktuell hat allein der Produktionsstandort in Schüttorf etwa 19000 Paletten im Umlauf. Diese werden nunmehr vollständig digital, transparent und in Echtzeit verwaltet.

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Einfach und rasch implementiert

Die operative Einführung gelang an nur einem Tag. Um diesen Übergang optimal zu begleiten, war das Kundenbetreuungs-Team des Softwarespezialisten persönlich in Schüttorf. Gemeinsam mit Pascal Deters gingen sie direkt auf die Logistikfläche, um das Team im laufenden Betrieb zu schulen und die Mitarbeitenden, die mit den Handscannern verladen, direkt an der Rampe zu unterstützen.

«Der Wechsel im täglichen Workflow verlief absolut entspannt und die Vorbereitungszeit inklusive Schulung war superschnell erledigt», erinnert sich Pascal Deters. Dank der intuitiven Benutzeroberfläche der App war die Handhabung für die Belegschaft im Alltag von Beginn an kinderleicht. Unklarheiten oder technische Anlaufschwierigkeiten blieben komplett aus. «Es gab im Team eigentlich keine wirklichen Rückfragen oder Verständnisprobleme. Das ist echt besonders bei der Einführung eines neuen Systems», fasst Pascal Deters zusammen.

Künftig vermehrt digitalisieren

Die Logistikbude etabliert mit ihrer Plattform «LCMS», eine zukunftsweisende Digitalisierung in der Logistik. Dazu erklärt Dr. Philipp Hüning, Co-Founder und CEO der Logistikbude: «Die Verwaltung von Ladungsträgern wie Paletten, Behältern, Gestellen und ähnlichen ist wahrscheinlich der am wenigsten digitalisierte Bereich in der Lieferkette. Darum ist es unsere Mission, diese Prozesse vollständig zu automatisieren, um Unternehmen operativ zu entlasten. Unser System LCMS reiht sich nahtlos in die Riege etablierter Systeme ein – so wie Waren-Management-Systeme (WMS) für Lager und Transport-Management-Systeme (TMS) für Transporte zuständig sind, übernimmt unser LCMS die Verwaltung aller Ladungsträger.» Wegen der umfassenden Vorteile wird der Kunststoffverarbeiter Georg Utz GmbH voraussichtlich für weitere Produktionsstandort in Europa die digitalisierte Palettenverwaltung implementieren.

(kmu)

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