Schunk an der Motek

Lösungen für das Handling von morgen

| Redakteur: Silvano Böni

Ab sofort bietet Schunk speziell für die Roboterarme von Universal Robots einen kompletten Greifsystembaukasten, der elektrisch und pneumatisch gesteuerte Greifer, Schnellwechselmodule und Kraft-Momenten-Sensoren umfasst.
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Ab sofort bietet Schunk speziell für die Roboterarme von Universal Robots einen kompletten Greifsystembaukasten, der elektrisch und pneumatisch gesteuerte Greifer, Schnellwechselmodule und Kraft-Momenten-Sensoren umfasst. (Bild: Schunk)

Schunk hat für die Motek allerlei Neuheiten mit im Gepäck. Insbesondere das Einsteigerpaket für die Simulation von Handhabungslösungen, welches zusammen mit Siemens PLM Software angeboten wird, sowie der Greifsystembaukasten für Roboterarme von Universal Robots gehören zu den Highlights.

«Drei Faktoren prägen die aktuelle Entwicklung der Produktions- und Montageautomatisierung: die Smart Factory, die Robotisierung und die Digitalisierung von Anlagen und Prozessen», stellt Henrik A. Schunk, CEO von Schunk, mit Blick auf die Motek 2018 heraus. «Wir erleben gegenwärtig, dass flexibel einsetzbare, autonom agierende und hochautomatisierte Produktionssysteme unsere Fabriken revolutionieren. Intelligenz, Vernetzung und Kollaboration sind zu den Treibern der Kompo- nentenentwicklung in Handhabung und Montage geworden.»

Mit seinem Greifsystemprogramm und seinen digitalen Services liefere Schunk Antworten auf die Anforderungen von morgen und ermögliche die nötigen Freiräume bei der Wahl der Systeme, Schnittstellen und Ansteuerung, betont Schunk.

Digitale Zwillinge

Bereits zu Beginn der Anlagenkonzeption unterstützt Schunk Konstrukteure, Programmierer und Projektierer mit seinem Know-how: Im Rahmen einer OEM-Partnerschaft mit Siemens PLM Software hat das Familienunternehmen ein Einsteigerpaket für die Simulation von Handhabungslösungen geschnürt. Sechs Monate lang können Interessenten kostenlos die Vollversion der Simulationssoftware Mechatronics Concept Designer von Siemens PLM Software, die Bibliothek digitaler Zwillinge von Schunk-Komponenten sowie entsprechenden Support nutzen. Mit dem Tool lassen sich komplette Montageanlagen im dreidimensionalen Raum simulieren und der gesamte Engineering-Prozess vom Konzept über Mechanik, Elektrik und Software bis hin zur virtuellen Inbetriebnahme digitalisiert in einem System abbilden. Das simultane Engineering beschleunigt den kompletten Anlagenentstehungsprozess, minimiert die Komplexität, erhöht die Flexibilität und spart unterm Strich jede Menge Kosten. Änderungen lassen sich innerhalb kürzester Zeit übernehmen und auf ihre Machbarkeit prüfen. Zudem können vergleichbare Folgeprojekte sehr viel schneller realisiert werden, als es bislang möglich war.

End-of-Arm-Baukasten für Leichtbauroboter von UR

Ein zweites Highlight auf der Messe ist der End-of-Arm-Baukasten, der speziell auf die 6-achsigen Leichtbauroboter von Universal Robots zugeschnitten ist. Bis zu 36 Kombinationsmöglichkeiten ermöglicht das aus elektrisch und pneumatisch gesteuerten Greifern, Schnellwechselmodulen und Kraft-Momenten-Sensoren bestehende Standardprogramm. Sämtliche Komponenten können per Plug & Work mit den UR-Roboterarmen verbunden werden. Weder sind hierfür Anbausätze noch externe Ventile erforderlich. Darüber hinaus werden künftig spezielle Plugins die Inbetriebnahme vereinfachen, sodass gerade auch Einsteiger von einem schnellen und unkomplizierten Start in die robotergestützte Prozessautomatisierung profitieren.

Benchmark beim Schwenken

Dass Schunk auch sein klassisches Portfolio kontinuierlich weiterentwickelt, beweist der Spezialist für Greifsysteme und Spanntechnik mit dem Schwenkmodul Schunk SRM. Gegenüber vorhandenen pneumatischen Schwenkeinheiten am Markt punktet das leistungsdichte Modul mit einer bis dato einzigartigen Kombination aus hohen Drehmomenten und hohen Massenträgheitsmomenten bei kurzen Schwenkzeiten, grosser Mittenbohrung, robuster Lagerung und zugleich schlanker Störkontur. Im Rahmen der Entwicklung des Hochleistungsmoduls hat Schunk neueste Simulationstechnologien eingesetzt, mit denen erstmals auch Reaktionskräfte, Druckverläufe, Auftreffgeschwindigkeiten, kinetische Energien sowie Antriebsenergien erfasst werden konnten. Neuartige Dämpfer und spezielle Kolbendichtungen sowie eine Viton-/FKM-Abdichtung bilden die Grundlage für ein bis dato einzigartiges Leistungspaket und eine hohe Robustheit.

Ausbau des 24V-Programms

Auch bei Greifsystemkomponenten im 24V-Segment legt Schunk nach und präsentiert auf der Motek das verschleissarme, stossdämpferfreie Schwenkmodul Schunk ERP. Die mechatronische Komponente ist mit einer intelligenten Auto-Learn-Funktion ausgestattet und passt ihr Bewegungsprofil automatisch an das jeweilige Teilegewicht an. Schläge und Schwingungen sowie eine unkontrollierte Fahrt mit Maximalgeschwindigkeit sind somit ausgeschlossen. Das minimiert den Geräuschpegel sowie den Verschleiss und macht den Einsatz hydraulischer Stossdämpfer überflüssig. Zugleich sind kürzeste Reaktions- und Verfahrzeiten möglich. SMM

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