Anbieter zum Thema
Leiter- und Isoliermaterialien
Entscheidend für die Schleppketteneigenschaften einer Litze ist einerseits die Drahtoberfläche, die gleitfähig, hart und abriebfest sein sollte, andererseits der Litzenaufbau. Der Einzeldrahtdurchmesser wird in der Regel nach IEC 60228 Klasse 6 oder 5 gewählt, wobei vor allem ein gleichmässiger und runder Aufbau der Litze wichtig ist. Auch die Litzenschlaglänge hat erheblichen Einfluss auf die Zuverlässigkeit im Betrieb. Zu feine Litzen sind wegen geringerer Dehnungsreserve der extrem dünnen Drähtchen in dauerbewegten Anwendungen weniger stabil. Ein ruckendes Abtrommeln kann bereits einzelne dieser dünnen Drähte brechen, sodass der entstehende feine Grat wie eine Säge wirkt und in kürzester Zeit zum Gesamtausfall führt.
Die Isolation stabilisiert in einer Schleppleitung den Litzenaufbau mechanisch. Ausserdem muss sie eine glatte, gleitfähige Oberfläche aufweisen, um bei der Biegung einen Längenausgleich zwischen den Adern zu ermöglichen. Um die optimale Funktion zu gewährleisten, muss ein Schleppkabel möglichst rund und symmetrisch aufgebaut sein. Zum Einsatz kommen deshalb Fülladern. Da eine einzelne Ader im Kern höher belastet würde und vorzeitig brechen könnte, werden Kernfüller eingesetzt.
Vliese, Schirm und Mantelmaterialien
Eine Vliesbewicklung über dem Seilverbund reduziert die Reibung zwischen Adern und Schirm beziehungsweise Mantel. Da der Schirm ein mechanischer Schwachpunkt jeder Schleppleitung ist, dürfen Geflechtsdrähte weder zu dünn sein, damit sie nicht zu schnell brechen, noch zu dick, damit sie nicht zu steif sind. Metallbeschichtete Folien brechen aufgrund der verschiedenen Dehnungskoeffizienten der Kunststoff- und Metallschicht bei dauernder Biegebelastung sehr schnell. Beim Mantelmaterial sind vor allem äussere Einflüsse wie Temperaturbereich, Öl- und Chemikalienbelastung sowie mechanische Belastung durch Reibung etc. zu beachten.
(ID:31107290)
