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Swissness-Gesetz Marke Schweiz: Kaum Veränderungen in der MEM-Industrie zu erwarten

Redakteur: Sergio Caré

Seit die neue Gesetzgebung zum Schutze der Marke Schweiz Anfang Jahr Einzug hält, haben sich vor allem die Lebensmittelhersteller damit schwergetan. Wie sehen aber die Veränderungen innerhalb der MEM-Branche aus? Eine Situationsanalyse.

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Seit Anfang Jahr gilt die Swissness-Gesetzgebung. Schweizer Kreuz, Fahne, Logo, Bezeichnungen wie «swiss made» usw. ist alles geschützt. Nur wer mindestens 60 Prozent der Produkte und Dienstleistungen in der Schweiz herstellt, darf seine Produkte und Dienstleistungen mit einem der geschützten Brands zieren.
Seit Anfang Jahr gilt die Swissness-Gesetzgebung. Schweizer Kreuz, Fahne, Logo, Bezeichnungen wie «swiss made» usw. ist alles geschützt. Nur wer mindestens 60 Prozent der Produkte und Dienstleistungen in der Schweiz herstellt, darf seine Produkte und Dienstleistungen mit einem der geschützten Brands zieren.
(Bild: Camenzind Christian / kalenderbild.ch)

Produkte und Dienstleistungen aus der Schweiz haben bei den Konsumenten einen guten Ruf und werden mit Zuverlässigkeit und Qualität, bei Uhren auch mit Exklusivität, in Verbindung gebracht. Laut der Universität St.Gallen gilt die Schweiz im internationalen Vergleich – vermutlich entgegen der hiesigen Meinung hier zu Lande – als weltoffen und wenig ausländerfeindlich. Sie liegt im internationalen Vergleich hinter Italien und Spanien auf Rang drei und damit vor Frankreich, Deutschland und den USA. Das «swiss made» wird darum von den Unternehmern gerne als Marketingmittel verwendet. Das dies auch Trittbrettfahrer nutzen, soll die seit dem 1. Januar 2017 geltende Swissness-Gesetzgebung regeln. Die Vorlage schützt den missbräuchlichen Einsatz der Bezeichnung «Schweiz» bzw. «swiss made» oder «Made in Switzerland», des Schweizer Wappens sowie des Armbrust-Logos. Damit soll die Glaubwürdigkeit der Herkunft Schweiz langfristig gesichert werden.

Swissness-Studie in der MEM-Branche

Bei industriellen Gütern müssen seit Anfang dieses Jahres mindestens 60 Prozent der Herstellungskosten in der Schweiz anfallen. Nur so kann das Label «swiss made» verwendet werden. In der Berechnung berücksichtigt werden sämtliche Fabrikationskosten sowie neu die Kosten für Forschung und Entwicklung, Qualitätssicherung und Zertifizierung (siehe Kastentext). Zudem muss mindestens ein wesentlicher Herstellungsschritt in der Schweiz erfolgt sein. Für viele Industriebetriebe stellt sich nun die Frage nach der Bedeutung einer schweizer Handelsmarke für ihre Produkte. Prof. Ralph Lehmann und Kathrin Dinner von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur (HTW) haben den Wert der Marke Schweiz für die Industrie untersucht. Die Untersuchung basiert auf der Befragung von Mitgliedsunternehmen des Branchenverbandes Swissmem.

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